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Dieselfahrzeuge stehen in der Kritik, weil Abgasmessungen im Realbetrieb erhöhte Messwerte oberhalb der dargestellten Grenzwerte nachgewiesen hätten. Dies müsse aufgeklärt werden, stellte die MIT Hessen klar. Nun gebe es aber eine aufkommende grundsätzliche Kritik an Dieselfahrzeugen mit der Forderung von Umweltverbänden und aus Teilen der Politik, einschneidende Fahrverbote zu verhängen oder den Verkauf ganz zu verbieten.

Diese Kritik sei nicht nachvollziehbar, stellte Hartmann klar. Die Frage von Fahrverboten sei zu ideologisch behaftet. Wer die Nutzung von vorhandenen Dieselfahrzeugen einschränke, greife auch in das Eigentumsrecht ein. Zudem führe dies zu Versorgungslücken. Fast alle Zulieferer nutzten Lkws mit Dieselmotoren. Soll die Belieferung von Einkaufsmärkten verboten werden? Wie sollen die vielen Handwerker, die Dieselfahrzeuge nutzen, ihre Kunden erreichen? Sollen Taxis stehen bleiben oder Paketzusteller oder auch Busse, die meistens Dieselfahrzeuge sind? Dies führe zu einer Gefährdung in der Versorgung.

Noch vor wenigen Jahren habe man den Kauf von Dieselfahrzeugen propagiert und steuerlich gefördert. Die Diskussion sei unausgegoren und ideologisch behaftet, kritisierte Hartmann. Schnellschüsse seien nicht sinnvoll. Dieselfahrzeuge dürften nicht ausgebremst werden. Denn Dieselfahrzeuge helfen beim Klimaschutz. Sie stoßen mehr Stickoxide aus, aber haben einen geringeren Verbrauch und produzieren weniger Kohledioxid. Wichtiger sei es deshalb, technische Möglichkeiten zu forcieren und Schadstoffe zu minimieren.

„Man kann nicht klimapolitisch Gas geben wollen und gleichzeitig hinsichtlich der Nutzung von Dieselfahrzeugen auf der Bremse stehen“, kritisierte Hartmann. Gerade in Hessen zähle die Automobilindustrie zu den Schlüsselindustrien und habe hinsichtlich der Beschäftigtenzahl, des Umsatzes und der Forschung und Entwicklung eine hohe Bedeutung. Diese dürfe nicht auf das wirtschaftliche Spiel gesetzt werden, warne die MIT Hessen.

Kommentare   

+1 #1 Oskar Quint 2017-04-12 17:50
Welche Hexenjagd? Herr Hartmann von der MIT verkennt vollkommen die Lage und betreibt sicherlich im Sinne seines "Lobbyverbandes " Interessenspoli tik für Autohersteller und -händler.
Dieselfahrzeuge sind in die Kritik geraten, weil sie eben nicht das erfüllen, was die Werbung der Hersteller versprochen hat. Sie erfüllen oftmals nicht die Abgasnormen, weil getrickst wurde und weil diese Tricks durch gezielten Lobbyismus seitens der Politik lange Zeit toleriert wurde und auch nach wie vor werden. Eine steuerliche Erleichterung z.B. beim Spritpreis gehört aufgehoben, da die schädlichen Einflüsse nachgewiesen sind.

Verbrennermotor en tun insgesamt gar nichts für den Klimaschutz, im Gegenteil. Die Frage hier ist lediglich, welche Fahrzeuge und Motorentypen bzw. Spritarten weniger schädlich sind. Die angebliche Vorreiterrolle des Diesels beim Klimaschutz entstammt der Feder der Autoindustrie, einzig: diese Behauptung stimmt nicht.
Dieselfahrzeuge werden zwar häufig im Zulieferdienst genutzt, dass man dies aber nicht unbedingt braucht, sondern auch umsteigen kann, macht ausgerechnet die Deutsche Post AG vor, die vermehrt auf Elektromobilitä t setzt und eigene Fahrzeuge bauen lässt, weil die etablierten Hersteller eben nicht die Kurve bekommen haben.

Dieselfahrzeuge stoßen zudem einen erheblichen Teil von Stickoxiden aus, der umfangreiche Auswirkungen hat, insbesondere für Personen mit bronchialen Problemen und für Kleinkinder. Dies kann man auf den Seiten des Umweltbundesamt es detailliert nachlesen.
Nun die Versorgungssich erheit der Bevölkerung in Frage zu stellen und Horrorszenarios an die Wand zu werfen, weil Dieselfahrzeuge derzeit die Hauptlast im Zulieferdienst ausmachen und es durch Fahrverbote zu Einschränkungen kommen könnte, ist geradezu lächerlich und wird auch nirgendwo ernsthaft erwogen. Diese Position bedeutet letztlich, dass Herr Hartmann nichts am jetzigen Status ändern will.

Ziel muss es aber sein, die Dinge zu verbessern. Dies kann und wird nicht über Nacht passieren, wenn man aber per se gar nichts ändern will, wird es auch nicht besser.
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