Rund 70 Menschen hatten sich gegen 14:30 Uhr in der Flemmingstraße getroffen. Dort war am frühen Morgen des vergangenen Freitag (13.04.) ein 19-jähriger Mann aus Afghanistan bei einem Polizeieinsatz durch Schüsse aus einer Dienstpistole ums Leben gekommen.

Von der Flemmingstraße aus setzten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch die Haimbacher Straße, Langebrückenstraße, Kronhofstraße, Johannes-Dyba-Alle, Schlossstraße und die Rabanusstraße zu einer Abschlusskundgebung auf dem Universitätsplatz in Bewegung. Die Demonstration endete gegen 16:45 Uhr. Es kam zu keinerlei Störungen oder Verkehrsbehinderungen.

"Für die Polizei stand bei diesem Einsatz der Auftrag, das Grundrecht auf Meinungsäußerung zu schützen und den Demonstrationszug möglichst reibungslos zu ermöglichen, im Vordergrund", erklärt der Pressesprecher des Polizeipräsidiums Osthessen, Christian Stahl. "Das haben wir ganz neutral getan, unabhängig davon, ob aus dem Aufzug heraus Vorwürfe gegen die Polizei erhoben oder Forderungen an unsere Arbeit gestellt wurden."

"Natürlich haben wir Verständnis für die Trauer und Betroffenheit, die bei den Freunden, Landsleuten und Menschen, die sich mit dem Verstorbenen auf sonstige Weise verbunden fühlen, herrschen. Dennoch halten wir es für falsch, wenn einige Personen vorschnell und öffentlich ein Urteil über die Arbeit unserer Kolleginnen und Kollegen fällen, obwohl die Untersuchung des Vorfalls gerade erst begonnen hat.", ruft Christian Stahl abschließend zu mehr Sachlichkeit auf.


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