39 Kfz-Mechatroniker meistern harte Gesellenprüfung

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Mit zunehmender Technisierung der Fahrzeuge wird auch der Beruf des Kfz-Mechatronikers immer komplizierter und anspruchsvoller. Dennoch haben immerhin 80 Prozent der Auszubildenden der Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Hanau Schlüchtern die Gesellenprüfung mit Erfolg bestanden. Und dies mit insgesamt mehr als zufriedenstellenden Noten, freute sich Innungsobermeister Eberhard von Keutz jetzt bei der Freisprechungsfeier auf der Ronneburg.

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Mit 39 erfolgreichen Absolventen lag die Gesamtzahl der Junggesellen zwar niedriger als in den vergangenen Jahren, wo zumeist bis zu 50 neue Facharbeiter in den heimischen Betrieben übernommen werden konnten. Doch derlei Schwankungen seien durchaus normal, so von Keutz.

Besonders zufrieden konnten die Verantwortlichen des Autohauses Staaf in Nidderau sein, die gleich zwei der drei besten Lehrlinge stellten. Moritz Meißner schloss die Ausbildung mit einem „sehr gut“ ab, sein Kollege Christian Kasimir mit „gut“. Der beste Auszubildende des Jahrgangs kam mit Jens Philipp Fenner jedoch aus dem Hanauer Betrieb Bernhard Hellmann GmbH. Auch seine Leistungen hatte der Prüfungsausschuss mit einem „sehr gut“ bewertet.

Nicht nur diese drei Absolventen, sondern auch die anderen Junggesellen ermunterten von Keutz dazu, später auch den Meistertitel anzustreben und sich irgendwann selbstständig zu machen. Denn die Perspektiven seien vor allem vor dem Hintergrund der wachsenden technischen Herausforderungen im Kfz-Gewerbe hervorragend. Hybrid- und Elektrofahrzeuge sowie die Technik des autonomen Fahrens seien die Herausforderungen der Zukunft. Mit qualifizierten Ausbildungsbetrieben und nicht zuletzt einem auf dem aktuellen Stand der Technik befindlichen Berufsausbildungszentrum (BTZ) sei die Branche vor Ort dafür gut gerüstet. Das BTZ hatte im Vorjahr erst von der Daimler Benz AG einen S5 Cabriolet zur Verfügung gestellt bekommen. Ein solcher Wagen verfügt über 60 bis 70 Steuergeräte, die miteinander kommunizieren. Dort einen Fehler zu finden ist ein kniffelig. Deshalb stellt das Fahrzeug ein optimales Übungsgerät dar.

Glückwünsche der Handwerkskammer Wiesbaden überbrachte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer Dr. Martin Pott, der betonte, dass das Kfz-Gewerbe nach wie vor der beliebteste Ausbildungsberuf sei. „Sie sind jetzt ein Teil des Handwerks, der „Wirtschaftsmacht von nebenan“, sagte Pott mit Blick auf die frischgebackenen Gesellen. Er forderte die jungen Menschen auf, sich zu engagieren und auch die Stimme zu erheben. Denn mit fünf Millionen Beschäftigten in rund einer Million Betrieben habe das Handwerk eine wichtige Stellung in der Gesellschaft. Der Landtagsabgeordnete Hugo Klein, als ehemaliger Berufsschullehrer Stammgast bei jeder Freisprechungsfeier der Kreishandwerkerschaft Hanau, blieb bei seinen Worten ganz im Bild des Gewerbes: „Sie haben sich nun die Pool-Position erarbeitet, nutzen Sie  diese für Ihren weiteren Berufsweg“, so der Freigerichter. Der Kreisbeigeordnete Matthias Zach (Bündnis 90/Die Grünen) versprach, als Schuldezernent die Berufsschulen auch weiterhin gut auszustatten, und der Hanauer Stadtrat Günther Jochem freute sich mit den Absolventen darüber, dass diese mit dem „Gesellenbrief nun den Grundstein für ihre berufliche Laufbahn“ gelegt haben. „Sie haben eine Leistung vollbracht, auf die Sie mit Recht stolz sein können“, so der Hanauer. Für die Berufsschulen gratulierte Dr. Kurt Herget, der Leiter der Ludwig-Geisler-Schule, den Gesellen und versprach ihnen, auch in Zukunft ein wichtiger Partner fürs lebenslange Lernen zu sein.   

Alle Junggesellen, die im KfZ-Gewerbe  erfolgreich an den Sommer- und Winterprüfungen teilgenommen haben auf einen Blick: Egemen Aras (Metin und Timur Küskün, Großkrotzenburg), Onur Arifogullari (Arifogullari Kraftfahrzeugtechnikermeister, Hanau), Christopher Aul (Volkswagen Automobile Frankfurt GmbH, Hanau), Daniel Bach (Heil GmbH, Erlensee), Niclas Beetz (Hanauer Straßenbahn GmbH, Hanau), Manuel Burkard (Autohaus Schlüchtern Atzert und Weber GmbH, Schlüchtern), Valentin Dehmer (Bracker GmbH, Erlensee), Dominik Dietz (Dietz GmbH, Neuberg), Zakaria El Carrouchi (Reisert Service  GmbH, Großkrotzenburg), Martin Engel (Siebert und Wrobel, Bad Soden-Salmünster), Jens Philipp Fenner (Hellmann GmbH, Hanau), Gabriel Fronteddu (Autohaus Braas GmbH, Hanau), Marcel Hager (Witzel GmbH, Großkrotzenburg), Lukas Höfner (Möller KfZ-Reparaturen, Schlüchtern), Edison Hoti (Autohaus am Steinheimer Tor GmbH, Hanau), Christian Kasimir (Autohaus Staaf GmbH, Nidderau), Muhammed Eren Kökser (Autoklinik Hanau Martin Knack und Edgar Ritz, Hanau), Moritz Meißner (Autohaus Staaf GmbH, Nidderau), Claudio Para (Fremder GmbH, Maintal), Jan-Niklas Rhode (Ries GmbH, Bad Soden-Salmünster), Artur Rumjanzev (Autohaus am Hafen GmbH, Hanau), Kevin Schäfer (Thomas und Armin Donnecker, Bad Soden-Salmünster), Tobias Schwab (Krah und Enders GmbH, Maintal), Kevin Tyl (Thomas Stoß Kraftfahrzeugtechnikermeister, Schlüchtern), Antonio Vadacca (Alexander Hein Meister im Kraftfahrzeugtechnikerhandwerk, Schöneck), Lukas Zacker (Werner Kress Kraffahrzeugtechnikermeister, Steinau). Sommerprüfung: Muhhamad Bayram (Autohaus am Steinheimer Tor GmbH, Hanau), Thomas Burt (Schlichting oHG, Schlüchtern), Elemedin Redzovic (Autohaus Hartmut Nieguth, Hanau), Nico Simon (Simon & Würfl GmbH, Schlüchtern), Fatih-Mehmet Tezgider (Autohaus am Steinheimer Tor GmbH, Hanau).

Foto:  39 Kfz-Mechatroniker haben jetzt auf der Ronneburg von der der Innung des Kraftfahrzeugsgewerbes Hanau Schlüchtern ihre Gesellenbriefe entgegengenommen.

Foto: Das sind die besten Absolventen der Kfz_mechatroniker: Obermeister Eberhard von Keutz (vorne) sowie der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Walter Müller, beglückwünschten (von links) Christian Kasimir, Moritz Meißner und Jens Philipp Fenner.


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