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Die Bandbreite der Möglichkeiten, was sich alles aus einzelnen Holzteilen auf manchmal mehr, manchmal weniger leichte Art und Weise zusammenbauen lässt, ist so groß, dass sich die Frage stellt, warum es diese Vielfalt heute nicht mehr zu kaufen gibt?

Wie konnten Holzbaukästen gegen ihre Metall- und Plastikverwandten nur verlieren? Sind es doch Spielzeuge, die aus vielen, eher naturbelassenen Teilen bestehen, die Bauen, Zerlegen und neues Aufbauen immer wieder und Großteils immer wieder anders möglich machen. Die Bandbreite der Holzbaukästen aus den vergangenen zwei Jahrhunderten reicht von den Klötzchen aus Friedrich Fröbels Spielgaben bis zum vielfältig einzusetzenden Konstruktions-Baukasten von Matador, mit dem komplexe Funktionsobjekte geschaffen werden konnten. Vor gut hundert Jahren spielten Kinder mit vielgestaltigen Architektur-Baukästen und schufen aus ihnen Schwarzwaldhäuschen, Blockbauten, Brücken, Windmühlen und vieles mehr. Sie ließen aus Themenbaukästen Fuhrwerke, Eisenbahn, Autos, Schiffe und Flugzeuge entstehen. Einerseits indem sie aus Vorlagenblättern vorgeplante Objekte nachbauten, andererseits indem sie in freiem Spiel Eigenkreationen schufen.

Zum Nachbilden von Bauten nach vorgegebenen Vorlagenblättern kann man heute wohl kaum ein Kind verlocken – es sei denn, es handelt sich um den angesagtesten Raumkreuzer der Saison oder Ähnliches. War es früher eine Tugend und gehörte zum Baukastenspiel unerlässlich dazu, die Bausteine und Formteile nach dem Spiel wieder sorgfältig nach der meist im Deckel abgebildeten Vorlage in den Kasten einzuordnen, so hat auch das heute wohl keinen großen Stellenwert mehr. Die Deckelbilder der Kästen – frühe Kästen aus Holz, spätere aus fester Pappe – haben den Charme ehemaliger Reklame. Manchmal versprechen diese Darstellungen auch mehr als der Kasteninhalt, und das aus ihm zu Schaffende halten kann. Darin unterscheiden sie sich wiederum nicht allzu sehr von gegenwärtiger Werbung. 

Die Sammlung Schulz-Wahle bietet einen einzigartigen Einblick in die mannigfaltige Welt der Holzbaukästen! Natürlich darf das Konstruieren und Bauen bei so viel Anregung nicht zu kurz kommen. Wunderschöne Holzbausteine aus dem Erzgebirge dürfen nach Herzenslust immer wieder neu zusammengestellt werden...

Zur Ausstellung im Hessisches Puppen- und Spielzeugmuseum in Hanau erscheint eine von Doris Schulz-Wahle verfasste Broschüre, die für 5 Euro im Museumsladen zu erhalten ist, genauso wie wunderschöne kleine Baukästen aus einer kleinen Manufaktur im Erzgebirge.

Foto: Schulz-Wahle


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