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Ziel sei es, so Angelina Idt, Referentin der DKMS, in ihrem Vortrag, die Datei, die bereits sieben Millionen Freiwillige umfasse, ständig zu erweitern. Denn alle 15 Minuten werde in Deutschland ein Mensch, darunter viele Kinder, mit der Diagnose Leukämie konfrontiert. Aber obwohl täglich 19 DKMS-Spender Stammzellen spendeten, finde immer noch jeder siebte Patient keinen passenden Lebensretter.

Um den Schülerinnen und Schülern einen anschaulichen Eindruck von dieser schrecklichen, aber doch heilbaren Krankheit zu vermitteln, zeigte die Referentin Videobeiträge von Betroffenen und deren Angehörigen, die teils geheilt wurden, teils aber auch den Kampf gegen den Blutkrebs nicht gewinnen konnten.

Welche Probleme oder gar Risiken können bei einer Stammzellenspende auftauchen? Entstehen vielleicht Kosten? Um diese und ähnliche Fragen der Schülerinnen und Schüler zu klären, waren eine Spenderin sowie ein ehemaliger Leukämiepatient mit angereist. In 80 Prozent aller Fälle reiche die Blutentnahme, die durch eine mehrtägige Hormoneinnahme vorbereitet werden müsse. In den übrigen Fällen würden unter Vollnarkose Stammzellen aus dem Beckenkamm entnommen, was dann zwar einen mehrtägigen Krankenhausaufenthalt erfordere, aber abgesehen von den üblichen Risiken einer Vollnarkose keine weiteren Gefahren mit sich bringe.

Als seinen zweiten Geburtstag bezeichnete der ehemalige Leukämiepatient jenen Tag vor 12 Jahren, an dem er seine Stammzellenspende erhielt. Eine gehörige Portion Glück gehöre auch nach einer Spende noch dazu, denn das Risiko, in den zwei folgenden Wochen angesichts eines zerstörten Immunsystems an einer Infektion zu sterben, liege bei 50 Prozent.

Insgesamt 225 Schülerinnen und Schüler nahmen im Anschluss an den bewegenden und motivierenden Vortrag an der Registrierung teil, die durch einen Wangenschleimhausabstrich mittels Wattestäbchen von den helfenden Schülerinnen und Schülern kurz und im wahrsten Sinne des Wortes schmerzlos vorgenommen werden konnte. Auch wurden Spenden gesammelt, denn die Aufnahme eines einzigen potentiellen Lebensretters in die Datei kostet die DKMS 40 Euro. Die Schulgemeinde des LOG konnte so der DKMS insgesamt 3.200 Euro zukommen lassen.

Für ihre lebenswichtige Arbeit bittet die DKMS auch weiterhin um Spenden:

DKMS-Spendenkonto

Kreissparkasse Tübingen

IBAN: DE54 6415 0020 0001 6893 96

BIC: SOLADES1TUB

Verwendungszweck: HSN 103 (bitte unbedingt angeben)


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