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Dass jedoch in diesem Ort, nur fünf Kilometer von den Beruflichen Schulen Gelnhausen entfernt, ein High-Tech Unternehmen für Temperier- und Kühlgeräte seinen Hauptsitz hat, war selbst einigen Lehrern der größten hessischen Beruflichen Schule nicht bekannt.

Kürzlich machten sich nun in mehreren Gruppen Schüler und Lehrer der Landesfachklassen im Beruf „Mechatroniker/in für Kältetechnik“ zu Fuß auf den Weg in Richtung Spessartrand. Bestens vorbereitet und bis ins Detail organisiert durch Fachlehrer Markus Müller trafen die wissbegierigen Schüler nach gut einer Stunde Fußmarsch im Sandweg ein. Dort wurden sie von Timo Hufnagel, dem Leiter für Vertrieb und Projektierung der Firma Kelviplast freundlich empfangen.

In einem kurzen Vortrag stellte er das weltweit tätige mittelständische Unternehmen vor. Nach seinen Worten werden die meisten der hergestellten Produkte in der Kunststoff- und Kautschukindustrie eingesetzt. Es handelt sich dabei um Geräte - und auch oft große Anlagen - die dazu dienen, die Wärme bzw. Kälte zur Verfügung zu stellen, mit denen zum Beispiel der Kalandrier- und Extrusionsprozess bei der Kunststoff- oder Gummiherstellung temperiert wird. Es wundert also nicht, dass praktisch alle großen Reifenhersteller, wie Continental, Michelin oder Pirelli sowie namhafte Maschinen- und Anlagenbauer wie Reifenhäuser, Von Ardenne oder KraussMaffei Berstorff, um nur einige zu nennen, zu den treuen Kunden des Unternehmens aus der Region zählen.

Der anschließende Rundgang wurde von Ludwig Werner, dem technischen Geschäftsführer der Firma, die rund 80 Mitarbeiter beschäftigt, angeführt. Bei den Erläuterungen in der Planungsabteilung, dem Service und vor allem dem Produktionsbereich wurde nicht nur deutlich, dass Zuverlässigkeit, Langlebigkeit und Wartungsfreundlichkeit wichtige Kriterien bei der Entscheidung für die Produkte von Kelviplast sind. Vielmehr zeigte sich auch, dass die Kunden heute zunehmend Wert darauf legen, die für die Prozesse notwendigen Energiemengen genau zu messen und durch entsprechende Investitionen in neue Anlagen vor allem künftig erhebliche Energiemengen – und damit Kosten – einzusparen.

Die Fachschüler waren entsprechend beeindruckt von den hochwertigen Kompressoren und Pumpen, aber auch von der sehr aufwendigen Regelungstechnik, der Vielzahl von Sensoren und den verbauten elektronischen Steuerungen, die bei Inbetriebnahme und Service helfen und den Betreiber per Grafik-Display ständig über den Betriebszustand seiner Anlage auf dem Laufenden halten.

Bevor der Rückweg angetreten wurde gab es bei einem kleinen Imbiss reichlich Gelegenheit, noch offene Fragen der Auszubildenden zu klären. Besonders interessant waren dabei die Schilderungen eines Kältemechatroniker-Gesellen, der gerade von einem Service-Einsatz aus der Slowakei zurückgekehrt war und den künftigen Absolventen im gleichen Beruf von seiner spannenden Arbeit für das Unternehmen berichtete.


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