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13 Schülergruppen aus Schleswig-Holstein, Hamburg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und dem Saarland präsentierten ihre Ideen zur Lösung aktueller politischer, gesellschaftlicher und ökonomischer Probleme. Das Spektrum der Themen reichte von „Anregungen zur Förderung nachhaltigen Konsums“ bis hin zum „Einsatz künstlicher Intelligenz in der digitalen Wirtschaft“. Am 28. und 29. September präsentierten in Kiel alle Gruppen, die die regionalen Vorentscheide erfolgreich passiert hatten, ihre Lösungsvorschläge auf Englisch vor über 200 Zuhörern und Experten aus Politik und Wirtschaft. Letztere stellten den Teams Fragen, äußerten Kritik und gaben Anregungen zur Weiterarbeit.

Der Young Economic Summit (YES), der „Wirtschaftsgipfel der kommenden Generation“, ist ein gemeinsames Projekt des ZBW Leibniz-Informationszentrums Wirtschaft und der Joachim-Herz-Stiftung unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Als wissenschaftliche Partner unterstützen YES das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW), das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) aus Mannheim, das GIGA German Institute of Global and Area Studies aus Hamburg sowie Forscher, Mentoren und Mitarbeiter des ZBW Leibniz-Informationszentrums Wirtschaft aus Kiel und Hamburg.

Als einziges hessisches Team qualifizierte sich auch eine Gruppe der Hohen Landesschule (HOLA) für den Gipfel in Kiel. Luca Buchczyk und Tobias Prüßmeier stellten in ihrer Präsentation dar, welche Ideen ihr Team zum Thema „Europäische Integration und das Aufkommen nationalistisch-populistischer Parteien“ erarbeitet hat. Dabei verfolgten die Hanauer einen dreifachen Ansatz. Für Schüler entwickelten sie Europa-Workshops, die Schulen anfordern können. Die Workshops wurden bereits im Mai dieses Jahres auf dem Europa-Tag der HOLA erfolgreich erprobt. Für junge Erwachsene entwickelten die HOLA-Schüler eine Handy-App, die über die Programme der verschiedenen Parteien aufklärt. Aber auch speziell für Senioren haben die Jugendlichen ein Angebot erarbeitet. Denn beim Brexit-Votum im Sommer 2016 fiel auf, dass vor allem Ältere europakritisch eingestellt waren und diese, aufgrund ihrer höheren Abstimmungsbeteiligung, schließlich den Ausschlag für den britischen Ausstieg aus der EU gaben. Ihr Workshop-Angebot speziell für Senioren konnten die Jugendlichen im Mai im Mehrgenerationenhaus Fallbach testen.

Im Anschluss an die Präsentation lösten Annika Euler und Philipp Brandl ihre Hanauer Mitschüler ab und stellten sich den Fragen von vier Europa-Experten: Esther Ademmer (Expertin für europäische Integration am Kieler Institut für Weltwirtschaft und der Freien Universität Berlin), Nora Hesse (Senior Economic Advisor bei der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland), Henrik Müller (Journalist bei Spiegel online und dem manager magazin sowie Professor für wirtschaftspolitischen Journalismus an der Technischen Universität Dortmund) und Gerhard Soyka (stellvertretender Bundesvorsitzender der Jungen Europäischen Föderalisten e.V.). Alle Experten waren von der Präsentation sehr angetan. Nora Hesse und Gerhard Soyka gaben zu bedenken, dass Populisten häufig emotional argumentieren und Ängste schüren würden, wogegen rationale Argumente nicht immer helfen würden. Dem entgegneten die Hanauer, dass sie keine Alternative zu Aufklärung und Vernunft sähen, da man nicht der Versuchung verfallen wolle, sich der Methoden zu bedienen, wie sie die Populisten oftmals verwenden.

Bei der Vorbereitung, den Workshops und der Medienarbeit wurden die vier genannten HOLA-Schüler unterstützt von Charlotte Aden, Yelda Balikci, Amy Brown, Lea Euler und Felix Koglin. Dank ihres Engagements finden sich Informationen über die Ideen des HOLA-Teams nun auch im Internet, bei Instagram und Twitter.

Bei der Publikumsabstimmung setzte sich am Ende die berufsbildende Schule Wirtschaft 1 aus Ludwigshafen durch. Sie haben Ideen zur Durchsetzung einer nationalen Innovations-Strategie zusammengestellt, mit denen sie die Gründung von Unternehmen in Deutschland vereinfachen wollen. Sie dürfen ihre Vorschläge in einigen Wochen im Wirtschaftsministerium in Berlin vorstellen. Vielleicht stoßen ihre Ideen bei der neuen Bundesregierung auf offene Ohren.


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