HSG Hanau verschafft sich Luft im Abstiegskampf

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Die HSG Hanau surft weiter auf der Welle des Erfolgs. Vor 875 Zuschauern setzte sich das Team von Trainer Patrick Beer im Derby bei der MSG Groß-Umstadt mit 26:22 (12:7) durch und landete in der 3. Handball-Liga Ost einen Big Point im Kampf um den Klassenerhalt. Der Aufsteiger ist damit seit nunmehr sechs Spielen in Folge ohne Niederlage und baute seinen Vorsprung auf den ersten Abstiegsrang vorläufig auf fünf Punkte aus.

„Das war ein ganz wichtiger Sieg. Wir sind super ins Spiel gekommen. Das lag vor allem an der Abwehr, die wie zuvor gegen Großwallstadt überragend gearbeitet hat“, sagte Beer nach der Partie. „Das Spiel hatte viele Helden, aber die Abwehr war der Matchwinner.“ Und natürlich das mitgereiste Hanauer Publikum, das für Heimspiel-Atmosphäre sorgte. „Die Unterstützung war überragend“, sagte Beer hinterher. Rund 200 noch von der vorwöchentlichen Großwallstadt-Gala Endorphin-geschwängerte Fans bildeten den gefürchteten „Blauen Block“, der auch Heinz Schenk Tränen der Glückseligkeit in die Augen getrieben hätte.

Angesteckt von der Euphorie machte die HSG da weiter, wo sie fünf Tage zuvor beim Handball-Fest gegen Großwallstadt aufgehört hatte. Gestützt auf einen überragenden Keeper Sebastian Schermuly gab es für die Gastgeber kaum ein Durchkommen. Und vorne setzte Kai Best, immer wieder von Philipp Reuter schön in Szene gesetzt, Akzente. Best erzielte alle seine sechs Treffer im ersten Durchgang. So ging man mit einer vermeintlich souveränen 12:7-Führung die Pause, allerdings nahm man auch zwei Zweiminutenstrafen mit in die Kabine. „Die haben uns wehgetan“, bilanzierte Beer hinterher. Denn der bis dahin lethargisch aufspielende Gastgeber kam wie verwandelt zurück. In nicht einmal sieben Minuten drehte Groß-Umstadt die Partie und ging seinerseits mit 14:13 in Führung. Vor allem Sebastian Paul traf zu diesem Zeitpunkt nach Belieben.

Plötzlich war auch das Groß-Umstädter Publikum wieder da, und das Spiel drohte den Hanauern aus den Händen zu gleiten. Doch die Grimmstädter behielten in dieser Phase die Nerven. Can Adanir ersetzte Schermuly zwischen den Pfosten und gab seinen Vorderleuten mit einigen Paraden die Sicherheit zurück. Und vorne explodierte plötzlich Max Bergold. Der 20-Jährige erzielte zwischen der 45. und 49. Minute vier Toren in Serie und sorgte quasi im Alleingang für die beruhigende 20:16-Führung. Mit insgesamt acht Treffern war er der erfolgreichste Hanauer Torschütze an diesem Abend. „Ich wollte ihn schon auswechseln, Gott sei Dank habe ich es nicht gemacht“, sagte Beer. Der den Hut vor seiner Mannschaft zog, angesichts der Tatsache, wie sie sich aus dieser Schwächephase nach der Pause befreit hatte. Am Ende gab man sich keine Blöße mehr und brachte das Spiel souverän nach Hause. Mit Standing Ovations wurde die Mannschaft anschließend in die Kabine verabschiedet.   

Am kommenden Sonntag wartet ein ganz dicker Brocken auf die HSG Hanau. Dann ist mit dem HC Elbflorenz das wohl beste Team der Liga zu Gast in der Main-Kinzig-Halle (Anpfiff 17 Uhr). Doch in er derzeitigen Form muss den Hanauern auch vor der Millionen-Truppe aus Dresden nicht bange sein.

Foto: HSG Hanau


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