3. Handballliga: Bruchköbel fegt Hanau aus der Halle

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Ausgerechnet im Derby bei der SG Bruchköbel hat die HSG Hanau einen rabenschwarzen Tag erwischt. Die Grimmstädter mussten am achten Spieltag der 3. Handball-Liga Ost mit 24:32 (10:10) eine bittere Niederlage einstecken. Mit 8:8 Punkten ist man nach diesem ernüchternden Handballabend den Abstiegsrängen wieder bedrohlich nahe gekommen.

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Dass man auswärts verlieren kann, ist für die Hanauer nichts Neues, schließlich haben sie in sämtlichen vier Spielen in der Fremde das Feld als Verlierer verlassen. Doch die Art und Wiese, wie sich das Team von Trainer Patrick Beer in den letzten 20 Minuten ohne Gegenwehr ihrem Schicksal ergab, ist schon bemerkenswert. Allerdings sollte man der Mannschaft zugute halten, dass das Spiel gegen Bruchköbel bereits das vierte Derby in den letzten fünf Spielen war. Irgendwann kann man den mentalen Akku nicht mehr bis zum Anschlag hochfahren, um auf die nötige Derbyspannung zu kommen. So geschehen an diesem Abend in der Dreispitzhalle. „Wir haben nicht die richtige Einstellung bekommen, die wir für ein Derby gebraucht hätten“, sagte Trainer Patrick Beer.

Während die HSG Hanau in der Vorwoche in einem berauschenden Spiel Angstgegner HSG Nieder-Roden mit 25:20 in die Knie gezwungen hatte, konnte die spielfreie SG Bruchköbel Kräfte sparen. Bis in die Haarspitzen motiviert, kaufte der Gastgeber vor rund 1000 Zuschauern den Hanauern spätestens in der zweiten Hälfte den Schneid ab, spielte sich in einen Rausch und siegte letztlich auch in der Höhe verdient. Dabei durfte die HSG bis zum Pausenpfiff sogar noch auf einen Erfolg hoffen. Nach 22 Minuten führte man 9:6. „Es war die einzige Phase in der wir mal kurz im Spiel drin waren“, so Beer. Bruchköbel startete nervös, Hanau zeigte die bessere Spielanlage. Dank einiger starker Paraden von Sebastian Schermuly, der neben Björn Christoffel (6 Tore) als einziger ansatzweise Normalform erreichte, konnte man sich einen kleinen Vorsprung herausarbeiten, den man aber noch bis zur Pause wieder einbüßte.

Anschließend nahm das Drama seinen Lauf. Zusätzlich genervt von einer unorthodoxen Regelauslegung der Schiedsrichter, haderten die Hanauer mal mit den Referees, mal mit der mangelnden Chancenverwertung oder der eigenen Verzagtheit im Abwehrverhalten. So konnte sich Bruchköbel nach und nach absetzen. Vor allem auch dank Maximilian Kraushaar, der mit zehn Toren der auffälligste SGB-Akteur war. Hanau blieb bis zur 41. Minute zwar noch einigermaßen in Schlagdistanz, doch als Marc Strohl seine dritte Zeitstrafe kassierte und auf die Tribüne musste, brachen alle Dämme und die rund 300 Hanauer Fans, die zum Teil mit einem Sonderbus der HSB angereist waren, mussten mitansehen, wie sich die Mannschaft weitestgehend kampflos ihrem Schicksal ergab. Beer: „Ab diesem Zeitpunkt haben wir das Spiel aus der Hand gegeben."

Am Ende kassierte man allein in der zweiten Hälfte 22 Gegentore, so viele wie noch nie, seitdem Beer Trainer in Hanau ist. Der Coach will daher in den nächsten Tagen auch nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. „Schuldzuweisungen bringen nichts, aber wir müssen natürlich darüber reden, wie so etwas passieren konnte. Auch ich muss mich hinterfragen, ob ich das Training hätte anders gestalten müssen. Ein solcher Auftritt im Derby darf uns eigentlich nicht passieren“, sagte Beer. Doch nachdem die junge Hanauer Mannschaft in den letzten zwei Jahren ihren Fans tolle Momente in Serie beschert hatte, darf sie sich auch mal einen solchen Komplett-Aussetzer leisten. Aus Niederlagen lernt man bekanntlich am meisten. Die Chance zur Wiedergutmachung haben die Hanauer bereits am Sonntag, den 22. Oktober. Dann gastiert die HSC Coburg II um 17 Uhr in der Main-Kinzig-Halle. Zur Abwechslung mal kein Derby.

Foto: HSG Hanau


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