Feuerwehr: 382.000 Euro für neuen Standort Gelnhausen West

Gelnhausen
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2003 haben die Feuerwehren in Meerholz und Hailer den Zusammenschluss beschlossen, zehn Jahre später soll er jetzt Realität werden.

Der hessische Staatssekretär Werner Koch übergab gestern einen Bewilligungsbescheid über 382.000 Euro für den Neubau des Feuerwehrhauses Gelnhausen West. Fast genau auf der Gemarkungsgrenze unterhalb des Meerholzer Schlosses wird der neue, gemeinsame Standort entstehen.

„Beide Wehren haben erkannt, dass es gemeinsam besser geht“, betonte Bürgermeister Thorsten Stolz bei der kleinen Feierstunde im Feuerwehrgerätehaus Hailer, wie wichtig diese Investition für die Zukunftsfähigkeit dieser Wehren sei. Auf dieses Projekt hätten alle Aktiven und Mitglieder aus Hailer und vor allem auch Meerholz seit Jahrzehnten gewartet. „Ein sehr guter Tag“, sind die 2,5 Millionen Euro Gesamtkosten aus seiner Sicht gut angelegt. Auch wenn er zugleich betonte: „Das ist kein Pappenstiel!“

Mit fast 8000 Einwohnern sollen zukünftig Sicherheit und Brandschutz für ein Drittel der Gelnhäuser Einwohner vom neuen Standort gewährleistet werden. Derzeit laufen die letzten Vorbereitungen für die Erteilung der Baugenehmigung, noch in diesem Frühjahr soll der erste Stein für das neue Feuerwehrhaus gesetzt werden. Als Bauzeit ist ein Jahr anvisiert, so dass ab dem Frühjahr 2014 die aktuell 80 aktiven Feuerwehrfrauen und -männer in ihr neues Domizil einziehen können. Für die zirka 130 Einsätze pro Jahr stehen dann zunächst neun Fahrzeuge und fünf Anhänger zur Verfügung.

Dass es sich bei dem Neubau um keinen Selbstzweck für die Feuerwehr handelt, betonte Kreisbrandinspektor Markus Busanni. Die Investition diene dazu, dass die ehrenamtlichen Feuerwehren unter optimalen Bedingungen arbeiten können. Stadtbrandinspektor Torsten Woestendiek dankte allen Beteiligten, die in den vergangenen Jahren bereits viel Zeit in dieses Vorhaben investiert hätten.

Den Neubau sehnt vor allem die Meerholzer Wehr herbei: Das 1965 in der Schulstraße errichtete Feuerwehrhaus sei schon seit 25 Jahren viel zu klein und erfülle längst nicht mehr die vom technischen Prüfungsdienst geforderten Nutzungsbedingungen, betonte der Hailerer Wehrführer Martin Sperzel. Ähnlich die Situation in Hailer: Bereits vier Jahre nach dem Bau im Jahr 1973 passten nicht mehr alle Fahrzeuge in das Gerätehaus, wie auch in Meerholz wurde seit den neunziger Jahren immer wieder über einen Neubau diskutiert. Dass die Kameraden von beiden Wehren gut harmonieren, haben sie übrigens schon bewiesen: Seit 15 Jahren werden tagsüber die Einsätze gemeinsam gefahren, auch die Anschaffung von Fahrzeugen wird seit der Jahrtausendwende abgesprochen.

„Das Geld ist hier gut angelegt“, war auch Staatssekretär Koch der Überzeugung, dass ein Neubau die richtige Maßnahme ist, nachdem er das Hailerer Feuerwehrhaus zusammen mit dem CDU-Landtagsabgeordneten Rolf Müller persönlich und das Meerholzer auf Bildern in Augenschein genommen hatte. Er erinnerte daran, dass das Land Hessen trotz knapper Kassen weiterhin jährlich 30 Millionen Euro für die Feuerwehren zur Verfügung stelle, wovon jetzt auch die Kameraden am neuen Standort Gelnhausen West profitieren.

Die fiebern dem Umzug bereits entgegen: Der defekte Buchstabe im Schriftzug am Hailerer Feuerwehrhaus wurde aus Kostengründen schon nicht mehr ausgetauscht. Der kaputte Buchstabe wurde einfach nur umgedreht und leuchtet bis zum Auszug nun verkehrt herum.


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