Altenpflege: Über 100 Kurse im E-Learning

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„Mit über 100 Kursen und der erstmaligen Nutzungsmöglichkeit einer Internetplattform für elektronische Schulungen geht das Aus- und Fortbildungsinstitut für die Altenpflege im Main-Kinzig-Kreis nicht nur ganz neue Wege, es will damit auch weiterhin den hohen Qualitätsansprüchen in der Versorgung hilfs- und pflegebedürftiger Menschen Rechnung tragen.“

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Dies erklärte die Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler, zugleich auch Aufsichtsratsvorsitzende der Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises (APZ), bei der Vorstellung der Kursangebote 2018 zusammen mit Geschäftsführer Dieter Bien und der Geschäftsbereichsleiterin für die Fort- und Weiterbildung, Sonja Jahn. Auf dem neuen Weg der Informationsvermittlung bei Fort- und Weiterbildungen können zahlreiche Kurse auf der Internetplattform www.e-campus-healthcare.com gebucht werden.

„Mit diesem neuen Angebot E-Learning bieten wir somit auch die Möglichkeit, für fachspezifische und allgemeine Themen elektronische Pflichtunterweisungen und Schulungen in Anspruch zu nehmen“, betonte Simmler. Die Vorteile für die Nutzer und die Unternehmen: Erhebliche Kosteneinsparungen, kürzere Lehr- und Lernzeiten, weniger Probleme in der Dienst- und Arbeitszeitplanung sowie orts- und zeitunabhängige Durchführung. Simmler: „E-Learning ist eine sinnvolle Ergänzung im Lernprozess.“

Im Fokus der Fort- und Weiterbildung 2018 stehen dabei die Kurse für Pflegefachkräfte. „Themen sind hier vor allem das Strukturmodell in der stationären und ambulanten Langzeitpflege oder das Konfliktmanagement“, so die Geschäftsbereichsleiterin Sonja Jahn. In den Kursen werden aber auch die Kompressionstherapie, Sturzprävention, Wundmanagement, Schmerzmanagement oder der Umgang mit Tracheostoma, mit Sauerstoff und mit Beatmungsgeräten thematisiert. Unter dem Titel „freiheitsentziehende Maßnahme-erlebnisorientierte Maßnahmen“ oder „Umgang mit den Angehörigen“ stehen bei weiteren Kursen der persönliche Umgang mit dem Pflegebedürftigen und der Dialog mit seinen Angehörigen im Vordergrund. Auch Erste -Hilfe-Kurse sind Elemente der Kurse.

Wichtig sind auch die Fort- und Weiterbildungskurse für Betreuungskräfte nach § 43b SGB XI, Betreuungsassistenten, Pflegeassistenten und Alltagsbegleiter. Bei der inhaltlichen Ausgestaltung dieser Fortbildungskurse geht es um die Planung und Durchführung von Aktivierungs- und Betreuungsangeboten und um die Motivation der zu Pflegenden sowie das Erkennen von Bedürfnissen und die Förderung von Ressourcen. Themen sind hier unter anderem Kurzaktivierung, Aromatherapie, basale Stimulation, Gedächtnistraining, der Rollator als Mobilitäts- und Fitnessinstrument, Gymnastik, Nahrungsaufnahme und eine wertschätzende Kommunikation zwischen den Betreuern und dem zu Pflegenden.

Weitere speziellere Themen in der Fort- und Weiterbildung sind mögliche Alltagsaktivitäten wie Malen oder Aktivieren durch Musik bzw. durch Musikinstrumente und die Dokumentation von Tätigkeitsberichten. Ganz wichtig: Auch die palliative Arbeit wird thematisiert, vor allem durch Kurse, die die Begleitung älterer Menschen am Lebensabend und die Begleitung von Angehörigen während des Sterbeprozesses beinhalten. „Hier nehmen wir Wünsche der Mitarbeiterinnen in der Palliativ Oase im Wohnstift in Hanau in die Fortbildung auf“, so die Aufsichtsratsvorsitzende Simmler.

Verschiedene Fortbildungskurse, wie die für Pflege- und Betreuungskräfte, Betreuungsassistenten und Alltagsbegleiter oder für Betreuungskräfte, Pflegeassistenten und Alltagsbegleiter können von den verschiedenen Gruppen gemeinsam absolviert werden. Auch Praxisanleiter treffen sich im Fortbildungsinstitut zum intensiven Gedankenaustausch, erörtern in Kursen auch Fragen zum rückenfreundlichen Arbeitsverhalten, zum Haftungsrecht und zur Delegation.

Darüber hinaus werden in den Fortbildungskursen auch Mitarbeiterinnen in der Hauswirtschaft Inhalte über die Hygiene bei der Lebensmittelverarbeitung, das Reinigung und die Desinfektion von Flächen und die Koordination von Arbeitsprozessen vermittelt. Im Kursangebot des Aus- und Fortbildungsinstitut des Kreises sind auch umfangreiche Weiterbildungen enthalten, etwa für Leitungskräfte, zukünftige Stations-, Gruppen- und Wohnbereichsleitungen, für pädagogische Lehrkräfte für Altenpflegeschulen, für Fachkräfte für Gerontopsychiatrie, für staatlich anerkannte Praxisanleiter oder für Fachpfleger für palliative Versorgung.

Teil der Weiterbildungsangebote 2018 ist auch die Clownarbeit als Kommunikationsmethode in der Gerontopsychiatrie, die vom Deutschen Patentamt in München als Fortbildung anerkannt und geschützt ist. Selbstverständlich sind im neuen Kursangebot für 2018 auch Software- Fortbildungen (Exel, Outlook, Sic Blue) und auch betriebliche Gesundheitsförderung (Selbstverteidigung, Rückenfit für pflegerische Berufe und Faszientraining) enthalten.

Die Erste Kreisbeigeordnete wies daraufhin, dass die Kursangebote nicht nur für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der zwölf Einrichtungen der Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises angeboten werden, sondern für alle in der Pflege tätigen Menschen, sofern sie die Voraussetzungen erfüllen. „Insgesamt sind 2017 18 Inhouse-Schulungen in Kooperationseinrichtungen und 108 Seminare in den Einrichtungen der APZ mit insgesamt 1404 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den Themenbereichen Pflege und Betreuung, aber auch in der Hauswirtschaft und in der EDV durchgeführt worden“, so Sonja Jahn, Institutsleiterin des Geschäftsbereichs Fort- und Weiterbildung, die eine ähnliche Entwicklung auch für 2018 erwartet. „Dafür spricht für die Attraktivität der Kurse“, so Geschäftsführer Dieter Bien.

Nähere Informationen über detaillierte Kursinhalte, Seminarorte und Anmeldemöglichkeiten sind im Internet unter www.apz-mkk.de erhältlich.

Foto: Die Erste Kreisbeigeordnete und APZ-Aufsichtsratsvorsitzende Susanne Simmler, Geschäftsführer Dieter Bien und die Geschäftsbereichsleiterin Sonja Jahn präsentieren die Fort- und Weiterbildungsangebote des Aus- und Fortbildungsinstituts des Main-Kinzig-Kreises für 2018.


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