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Für das nächste Projekt „inklusives Wohnen“ benötigt der Verein Selbsthilfe Körperbehinderter Hanau/Gelnhausen die Unterstützung der Stadt Erlensee oder umliegender Kommunen: Für den Bau von zehn Wohneinheiten ist ein geeignetes Grundstücks die Voraussetzung.

„Der Verein leistet hervorragende Arbeit und verfügt über ein tolles Gesamtkonzept. Hier sind die Fördermittel des Bundes sehr gut angelegt“, erklärte Raabe, für den seine Zeit als Zivildienstleistender bei der Selbsthilfe Körperbehinderter Ende der 80er-Jahre eine wertvolle und prägende Erfahrung gewesen sei. Die Fürsprache des SPD-Politikers beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales war eine wichtige Hilfe, damit der Verein Fördermittel in Höhe von rund 430.000 Euro für das Projekt „ergänzende unabhängige Teilhabeberatung“ erhält.

Der etwas sperrige Begriff steht für eine professionelle und von Kostenträgern unabhängige Beratungsstelle, die Menschen mit Behinderung und von Behinderung bedrohte Menschen unterstützt, ihre Rechte auf Selbstbestimmung, eigenständige Lebensplanung und Teilhabe wahrzunehmen. Der Verein gibt mit der Teilhabeberatung Hilfestellung in allen Lebensbereichen – Wohnen, Freizeit, Assistenz, Pflege und Arbeit inklusive der erforderlichen Antragstellung. Ende Dezember ging der Förderbescheid für das zunächst auf drei Jahre angelegte Projekt ein. „Wir wollen das ab Februar langsam hochziehen und sowohl offene als auch Termin-Sprechzeiten im Büro in Erlensee als auch Vor-Ort-Betreuung anbieten“, erklärte Michael Becker, Fachanleiter des Projektes.

Der 1973 gegründete Verein mit seinen 250 Angestellten ist in Erlensee Eigentümer von 61 Sozialwohnungen. „Wir wollen keine Aussonderung von behinderten Menschen und setzen deshalb lieber auf inklusives Wohnen“, erklärte Vorsitzender Uwe Schneider. Die Belegung der Wohnungen mit Senioren, Behinderten und Familien zu jeweils rund einem Drittel sorge für „gelebte Inklusion“. Ein Konzept, das ankommt: Die Warteliste ist mit über 70 Suchenden lang. Deshalb möchte die Selbsthilfe Körperbehinderter zusätzlichen Wohnraum schaffen.

Bis Jahresende soll das Konzept für einen Neubau stehen. Das Besondere: Zwei der zehn Wohnungen sollen als so genannte Übergangswohnung dienen. In Wohngemeinschaften können bis zu sechs Menschen, die durch Krankheit oder Unfall kurzfristig eine behindertengerechte Unterkunft benötigen, eine Heimat auf Zeit finden, bis ihre eigene Wohnung entsprechend umgebaut ist oder passender Wohnraum gefunden wird. „Auch wenn man erst 20 oder 30 Jahre alt ist, landen Betroffene aktuell in einem Altenheim“, berichtete Vorsitzender Schneider. Die Suche nach einem Grundstück, bevorzugt im Raum Erlensee läuft. „Mit diesem Konzept wird ein wichtiger Bedarf abgedeckt. Gleichzeitig wird der Stadt etwas vom Druck auf dem sozialen Wohnungsmarkt abgenommen“, lobte Raabe, der der Selbsthilfe Körperbehinderter Unterstützung bei ihrer größten Aufgabe zusicherte – die Barrieren in den Köpfen abzubauen. „Nicht-behindert zu sein ist eine Gabe, die einem jederzeit genommen werden kann“, sagte Vorsitzender Schneider.

Foto: Unterstützung, die Barrieren in den Köpfen abzubauen: Uwe Schneider (vorne), Vorsitzender des Vereins Selbsthilfe Körperbehinderter, umringt von Michael Becker, Bundestagsabgeordnetem Dr. Sascha Raabe, Schriftführer Lothar Kempf und Holger Knipp, Fachanleiter des Projektes ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (von links).


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