Bolzplatz Gründau-Aue: Fußballspielen „Ja“, Feuer machen „Nein“

Langenselbold
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Lange suchte man in einer interfraktionellen Arbeitsgruppe mit dem Thema „Jugendarbeit“ in Langenselbold nach einem geeigneten Platz, an dem Jugendliche sich aufhalten, wo sie feiern können und ihren Bewegungsdrang ausleben dürfen.

Dieser Platz war vor fünf Jahren gefunden und wurde in der Gründau-Aue nähe Gärtnerwegbrücke im Juni 2012 eingerichtet. Im Oktober 2015 kam in einer gemeinsamen Aktion mit dem städtischen Bauhof und Jugendlichen ein Unterstand hinzu.

„Letztendlich“, so Corinne Stuttmann Leiterin der Familien- und Jugendförderung der Stadt Langenselbold, „haben wir den Besitzern der umliegenden Gärten damit sehr viel Geduld abverlangt. Immer wieder haben sowohl die Stadtpolizei als auch wir das Gespräch mit Jugendlichen gesucht, ihnen erklärt wie der Platz zu nutzen sei und was eben nicht geht“. Nach dem x-ten Feuerwehr-Einsatz und vielen Verwüstungen sowie Holzklau rundum, bleibt der Stadt nun keine Alternative:  die Feuerstelle wird rückgebaut.

Stuttmann legt dabei Wert auf die Feststellung, dass nicht ‚die Jugendlichen‘ das Problem sind, sondern einige wenige, die rücksichtslos randalieren, vermüllen, alles verbrennen, was sie in die Finger bekommen oder Passanten anpöbeln. „Viele Jugendliche, die wir hier angetroffen haben, waren sehr freundlich und vernünftig und haben sich auch über die jungen Leute geärgert, die sich nicht benehmen können“, so Stuttmann weiter. Die Fußball-Tore bleiben vor Ort und der Platz wird vom Bauhof weiterhin gepflegt, sodass Fußballspielen dort Spaß machen sollte.

Junge Leute müssen nun wieder auf die Feuerstelle am Parkplatz Kinzigsee ausweichen, wenn sie um ein Lagerfeuer sitzen wollen. Hierzu weist die Stadt Langenselbold ausdrücklich darauf hin, dass alte Türen, Holzzäune und Pfosten sowie alte Möbel kein Feuerholz, sondern Restmüll sind. Die beim Verbrennen austretenden Dämpfe sind hochgiftig und können die Gesundheit erheblich schädigen. Wer solchen und anderen Müll an der Feuerstelle ablädt oder verbrennt, macht sich strafbar.


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