„Was ist denn das? Ist das wirklich Rotkraut?“

Großenhausen
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„Darf ich das wirklich anfassen?“ - „Passiert auch nichts!“ - Die Kinder der Kindertagesstätte „Wirbelwinde“ betreten ganz vorsichtig den Turnraum der Kita und schauen sich verwundert um.

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Der Raum hat sich in ein kleines Chemielabor verändert: Reagenzgläser, Spritzflaschen, Mörser mit Pistill, Reagenzglasständer und vielen mehr stehen auf den Tischen - und jeweils für jedes Kind ein eigener Arbeitsplatz. Die Vorschulkinder der Kita „Wirbelwinde“ in Linsengericht/Großenhausen experimentieren zwei Tage mit Erika Becker, einer pensionierten Chemielehrerin, und der Leiterin der Vorschulgruppe, Michaela Seifert.

Ganz still betrachten die Vorschulkinder den Blattaufbau, um dann herauszufinden, dass der Farbstoff unter der äußeren Haut des Rotkohls versteckt ist. Um den Farbstoff herauszulösen,zerreißen die jungen Naturwissenschaftler die Blätter, pressen mit Mörser und Pistill die „Zauberlösung“ heraus und filtrieren ihn in drei Reagenzgläser ab. „Ich kann zaubern: erst ist die Lösung lila, dann pink mit verdünnter Essigsäure und bei Zugabe von Natronlösung grün!“ Spielerisch gehen die Kinder mit Reagenzgläser, Filtrierpapier, Pipetten usw. um. Ganz leise wird es, als die verschiedenen Lösungen übereinander geschichtet werden - und dann: „Guck mal her, ich habe 3 Farben in meinem Reagenzglas!“ ruft die erste aus der Gruppe. Der erste Chemietag (Herstellung eines Indikators) ist zu Ende und mit der Ankündigungen eines zweiten Übungstages verlassen die Kinder den Übungsraum mit: „Bis zum Mittwoch, ja!!!!“

Am zweiten Tag staunen die kleinen Wissenschaftler über Kunststoffe, die sich bei Wärme verformen: Joghurtbecher werden zusammen geschmolzen: „Die könnten wir ja wiederverwenden und andere Gegenstände formen!“ - Aber Thermoplaste können noch mehr: Aus einem Bastelkleber und einer Borax-Lösung werden in einem Mörser ein „Flummi“ (Elastomer) zusammengerührt und dann geknetet, den die Vorschulkinder mit nach Hause nehmen können. Anschließend werden noch andere Eigenschaften von speziellen Kunststoffen ausprobiert: „Die kleinen Körnchen können ja Wasser aufnehmen!“ Die Kinder tropfen mit einer Pipette Wasser auf einen Stein, auf Watte und auf Superabsorber. Die Superabsorberkörnchen können ein Vielfaches ihres eigenen Volumens aufnehmen. Mit großen Augen verfolgen die Vorschulkinder wie ein Glas mit gefärbtem Wasser auf eine Windel geschüttet wird, und diese sich nicht nass anfühlt: „Da ist ja alles ganz trocken!“ Die Kügelchen schließen das Wasser ein und sie werden schwerer - aber fühlen sich nicht nass an.

Bevor die Backpulverrakete im Freien gestartet wird, erhält jedes Vorschulkind noch ein Experimentierdiplom, denn es kann jetzt mit Reagenzgläsern und Spritzflaschen, mit Pipetten und Mörsern umgehen, „chemisch riechen“, genau beobachten und noch vieles mehr.

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