Sinntal bleibt „Südlink“-frei: Müller lobt sachlichen Bürgerprotest

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„Es ist das Verdienst der Sinntaler, dass sich die Stromautobahn ‚Suedlink‘ nun doch nicht, wie befürchtet, durch ihre Gemeinde pflügen wird“, kommentiert die heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Bettina Müller die neuen Pläne von Tennet.

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„Das zeigt, dass sich Bürgerprotest lohnt – wenn er denn sachlich vorgetragen wird.“ Diese Woche legte die Betreiberfirma Tennet eine neue Vorzugsvariante vor. Hiernach verläuft die Trasse durch das dünner besiedelte Thüringen. Bettina Müller: „Ich freue mich, dass doch eine Strecke gefunden wurde, die Hessen - und insbesondere Sinntal – verschont.“

Gleichzeitig macht die Politikerin auch ihrer Verärgerung Luft. „Die Sturheit des bayrischen Ministerpräsidenten war in keiner Weise konstruktiv. Sein Egotrip hat die Diskussion unnötig erschwert.“ Umso mehr schätzt sie das Vorgehen der Sinntaler: Anstatt ein „wir wollen es nicht“ zu propagieren, hätten die Bürger echte Argumente gegen den Trassenverlauf durch Sinntal gesammelt. Keine Emotionen, sondern tatsächliche Raumwiderstände. Vieles davon sei dann in die Stellungnahme von Bürgermeister Carsten Ullrich eingeflossen. Unterstützung bei ihrem Protest gegen den „Suedlink“ hätten die Sinntaler dann auch von Vize-Landrätin Susanne Simmler bekommen.

„Sachlichkeit überzeugt eben“, meint Bettina Müller, „der Bürgerwille wird durchaus gehört und hat gute Chancen, auf offene Ohren zu stoßen, wenn sachlich argumentiert wird.“ Der „Suedlink“ ist für die Politikerin deshalb auch ein tolles Beispiel dafür, dass sich Engagement durchaus lohnt. „Die Sinntaler haben es bewiesen und dafür gebührt ihnen mein Respekt.“


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