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Die beiden Märchenerzählerinnen Margot Dernesch und Mariéle Syllwasschy stellen am 24. März 2017 um 19.30 Uhr Märchen vor, die mit Wasser und die mit Gewässern zu tun haben. Das Wasser spielt in Märchen und Erzählungen von jeher eine große Rolle. Es steht für das Leben, für den Schmerz und für die Seele - und immer für einen großen Teil von uns selbst.

Wir haben die Wichtigkeit des Wassers heute fast vergessen. Kommt es doch aus dem Wasserhahn zu jeder Zeit und ohne die geringste Anstrengung. Abgesehen von der Tatsache, dass Wasser ein Rohstoff ist, von dem wir abhängig sind, macht ein Blick auf unsere Biologie die immense Bedeutung des Wassers für unser Leben deutlich. Und aus ihr erklärt sich, warum das Wasser als Element in der Literatur - in der es doch immer wieder um die grundlegenden Fragen des Lebens geht - eine so große Rolle spielt. Das Leben kam aus dem Wasser, wir schwimmen im Mutterleib im Wasser. Wir sind mit dem Wasser verwoben von Anfang an.

In der Literatur übernimmt das Wasser verschiedene Funktionen, den Eigenschaften dieses flüssigen Elements entsprechend. Immer steht es für etwas, liest sich als ikonografisches Symbol, das entschlüsselt werden will, um eine Botschaft verkünden zu können. Einige dieser Symbole sollen im Weiteren aufgeschlüsselt werden. Wir haben auch vergessen, was Wasser einst für die Menschen bedeutete. Das Verfügen über das Wasser war bis in die Neuzeit hinein verbunden mit Arbeit, mit schwerer körperlicher Mühe; Wasser holen, und das heißt Wasser schleppen. Wasser war immer verbunden mit Fruchtbarkeit und Reichtum. Es war heilig, weil es so notwendig wie alltäglich ist, Quellen waren Heiligtümer.

Natürlich hat das Heilige des Wassers nicht davon abgeschreckt, es zu verschmutzen. Die frühe Färber- und Gerberindustrie war daran genauso beteiligt wie der Schiffbau, bei dem der Gebrauch von Pech das Wasser vergiftet. Mit Pech wurden bei Belagerungen übrigens auch die Brunnen verseucht. Die Quelle ist ein Ursprungsort und steht symbolisch für den Anfang. Wir sprechen davon, dass Menschen den Quell ihrer Lauterkeit oder den Quell ihrer Freude in ihrem reinen Herzen finden, oder sie haben den Quell ihrer Hoffnung und ihrer Kraft in ihrem Glauben. Der Quell ist der Ort, von dem aus etwas beginnt. Tatsächlich aber ist es so, dass unter der Oberfläche des Quells ein ganzes Universum im Verborgenen stattfindet: Regenwasser fällt, versickert, wird filtriert über unendliche Stufen, sammelt sich, bildet Reservoirs, strömt unterirdisch - vielfach über Tausende von Kilometern, bis es irgendwo wieder als Quelle hervorsprudelt. Dass der überirdische Quell ein Anfang ist, wird vom Unterirdischen aus betrachtet zur Täuschung. Es ist eher so, dass der Quellort etwas für uns sichtbar und auch greifbar werden lässt, das dem ewigen Kreislauf von Verdunstung, Niederschlag und Sammlung des Wassers entspringt.

Karten zum Preis von 8,00 Euro gibt es im Steinauer Verkehrsbüro (Tel.: 06663/96310 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)


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