Ehrenvoller Abschied für Rainer Krätschmer

Wächtersbach
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Mit einem beeindruckenden und feierlichen ökumenischen Trauergottesdienst haben Pfarrerin Beate Rilke und Pfarrer Rainer Heller ganz im Zeichen der Reformation und der freien religiösen Grundhaltung Rainer Krätschmers in der evangelischen Kirche dem Tod des Wächtersbacher Ehrenbürgers gedacht. Die Feuerwehren haben Ehrenwache gestanden und den Sarg zum Grab geleitet.

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Viele Bürgerinnen und Bürger sowie zahlreiche Ehrengäste, darunter Bundestags- und Landtagsabgeordnete, erwiesen Rainer Krätschmer ihre letzte Ehre.

Die Lebensleistung Rainer Krätschmers wurde mit Nachrufen gewürdigt. Bürgermeister Andreas Weiher ging auf die gemeinsame Amtszeit in Wächtersbach ein und auf die zahlreichen Ämter und Ehrenämter, die Rainer Krätschmer bis zuletzt innehatte. Er sprach im Namen des Magistrats, des Ersten Stadtrats Oliver Peetz, des Stadtverordnetenvorstehers Gerhard Koch und dem Parlament, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den städtischen Gesellschaften. Rainer Krätschmers Leben war die Politik und er habe seinen Bürgern und der Stadt großen Nutzen gebracht – beispielhaft zählte Weiher zahlreiche erfolgreich abgeschlossene Projekte wie die Auwegbrücke, die Bahnhofssanierung, die Gemeinschafts- und Feuerwehrhäuser, das Sicherheitszentrum und die Dorferneuerung in fast allen Stadtteilen aus den 24 Jahren Amtszeit auf. Dafür hat Krätschmer zahlreiche Auszeichnungen erhalten – zu seiner Verabschiedung wurde er zum Ehrenbürger ernannt. Als Mensch Rainer Krätschmer sei er ein fleißiger Netzwerker gewesen, er habe Twitter, Facebook und Co. geliebt und sein Handy. Er konnte „dicke Bretter bohren“, unter der harten Schale habe er einen weichen Kern gezeigt und Humor und Charme seien ihm nicht fremd gewesen. So habe er immer behauptet, er sei für das gute Wetter zuständig, verwies Bürgermeister Weiher auf den am Samstag herrschenden Sonnenschein. „Du warst, bist und bleibst ein ganz Großer für Wächtersbach. Ruhe in Frieden“, endete der Nachruf von Bürgermeister Weiher.

Landrat Thorsten Stolz bescheinigte Rainer Krätschmer, dass er kein Leisetreter gewesen sei. Er sprach für den Main-Kinzig-Kreis, den Kreisausschuss, den Kreistag und die zahlreichen kreiseigenen Betriebe und Gesellschaften, denen er viele Jahrzehnte angehörte. Rainer Krätschmer war Kreistagsvorsitzender und so zollte Landrat Stolz dem „ersten Bürger des Kreises“ seinen Respekt. Er habe alle seine Ämter und Aufgaben mit großem Engagement ausgefüllt.

Sein langjähriger Parteikollege und Weggefährte Erich Pipa, Landrat a.D. bezeichnete den Verstorbenen als „Bürgermeister der alten Schule“, der gehandelt und gestaltet habe. Er habe richtungsweisend „Flagge“ gezeigt, so als Gründer des Frauenhauses Wächtersbach; damit habe er einmal mehr gezeigt, dass er jede Form von Gewalt gehasst habe. Auch als Mitglied des Hess. Landkreistages werde man Rainer Krätschmer vermissen.

Wilfried Wilhelm überbrachte den Nachruf der zahlreichen Vereine und Verbände aus Wächtersbach. Rainer Krätschmer war immer ein Freund und Unterstützer dieser Organisationen gewesen und habe das Vereinsleben von Aufenau bis Leisenwald damit bereichert. Er habe früh erkannt, dass Fremde sich am ehesten durch das Engagement in den Vereinen integrieren ließen. Und so dankte ihm das Wächtersbacher Vereinswesen durch Wilfried Wilhelm für die Unterstützung bei Bautätigkeiten, Organisationsaufgaben und Projekten aber auch bei zahlreichen Vereinsgründungen stand Rainer Krätschmer Pate.

Klaus Schejna, Fraktionsvorsitzender der SPD Kreistagsfraktion konnte nicht glauben, dass Rainer Krätschmer den letzten Kampf verloren hatte; sei er doch in den letzten Jahren trotz großer gesundheitlicher Einschränkungen immer wieder genesen und habe sein Amt als Kreistagspräsident wahrgenommen. So habe er einige Tage vor seinem Tod noch telefoniert und sich über die nächste Sitzung informiert. Er sei streitbar aber verbindlich, humorvoll und warmherzig gewesen. In den 40 Jahren Kreispolitik habe Krätschmer dem MKK ein Gesicht gegeben und mit seiner Offenheit und positiven Ausstrahlung Anerkennung über Parteigrenzen hinweg erhalten.

Dies zeigte die große Anzahl der Menschen aus allen politischen Bereichen, dem Vereinsleben und der Bürgerschaft, welche Rainer Krätschmer am Samstagvormittag das letzte Geleit gaben. Unter großer Anteilnahme und im Beisein von Ehefrau Fatima Krätschmer sowie den Angehörigen und Freunden wurde Rainer Krätschmer nach dem Trauergottesdienst im innerstädtischen Friedhof beigesetzt. Rainer Krätschmer hat seine letzte Ruhe dort gegenüber seines Parteifreundes und Amtsvorgängers, Bürgermeister a.D. Heinrich Heldmann, gefunden.


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