Pfeilergründungen an den Rändern des Stausees sind bedenklich

Wächtersbach
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Der Verein ProWächtersbach hat jüngst seine Bedenken dazu artikuliert, dass von Seiten der Sprecherin der Deutsche Bahn, Julia Katzenbach-Trosch, eine Querung des Kinzigstausees mit einem Brückenbauwerk als „unproblematisch“ dargestellt wurde.

Der Unmut bezog sich darauf, dass bekannte Bedenken des Wasserverbandes Kinzig in dieser Darstellung nicht berücksichtigt wurden. Von Seiten der Bahn wurde laut ihrer Sprecherin, Julia Katzenbach-Trosch ein Gesprächstermin mit dem Wasserverband, seiner Fach- und Rechtsaufsicht dem Regierungspräsidium Darmstadt sowie dem Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG)vereinbart und auch wahrgenommen. Offenkundig gibt es jedoch weiterhin unterschiedliche Auffassungen zum Thema Sicherheit, die noch ausdiskutiert werden müssen.

Wie der Geschäftsführer des Wasserverbandes, Holger Scheffler, auf Anfrage des Vereinsvorstandes erläuterte, bestehen hinsichtlich der von Projektleiter Dr. Reinhard Domke vorgeschlagenen Querung des Stausees mittels einer circa 60 bis 70 Meter hohen Netzwerkbogenbrücke auch bezüglich der an den Rändern dargestellten Pfeilergründungen Bedenken. Brückenpfeiler im Stausee hatte der Wasserverband schon in der zurückliegenden Diskussion grundsätzlich abgelehnt. Die seitlichen Pfeiler an den Flanken sind deshalb auch kritisch zu betrachten, weil – so Scheffler – „sich der Untergrund nicht nur auf die überstaute Fläche des Stausees begrenzt, sondern bis in die Flanken reichen könnte.“ Das stark geklüftete und deshalb wasserdurchlässige Gestein kann durch diese Pfeiler „angeschnitten“ werden, was die Grundwasserströme und Druckverhältnisse am Stausee möglicherweise negativ verändern würde. Ein solches Risiko, das die Standsicherheit der Talsperre beeinträchtigt, lehnen der Geschäftsführer und die Gremien des Wasserverbandes grundsätzlich ab. Deshalb legt Scheffler großen Wert auf eine sachlich kompetente Zusammenarbeit mit der DB und natürlich mit der Genehmigungsbehörde, dem Regierungspräsidium Darmstadt.

Wie schon bei einer zurückliegenden Informationsveranstaltung in den Räumen des Verbandes wies der Geschäftsführer die Vereinsmitglieder darauf hin, dass „der Verband die satzungsgemäße Aufgabe hat, etwa 400.000 Menschen im Main-Kinzig-Kreis vor Hochwasser zu schützen.“ Der Stausee als einzige wirksame, überregionale Anlage trägt dazu entscheidend bei. Deshalb werden auch künftig alle weiteren Planansätze der Bahn kritisch und ausgiebig geprüft.


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