Info über Behandlungsfehler: Leikert trifft neuen Verein

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Der Verein „Eltern medizingeschädigter Kinder e.V.“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, bundesweit über die Folgen von Behandlungsfehlern an Kindern zu informieren und die Öffentlichkeit für dieses Thema zu sensibilisieren.

Für Familien, deren Kinder auf Grund von problematischen Behandlungsverläufen dauerhaft geschädigt oder verstorben sind, bietet der Verein als Anlaufstelle gegenseitige Unterstützung. Dr. Katja Leikert (CDU), Bundestagsabgeordnete für Hanau und Region sowie Mitglied im Ausschuss für Gesundheit, traf sich zu einem Gespräch mit der Vereinsvorsitzenden Tanja Gethöffer und Vorstandsmitglied Elke Feit.

Wie Gethöffer berichtet, kam es im Jahr 2014 nach dem Verlust des eigenen Kindes zur Gründung des mittlerweile bundesweit tätigen Vereins. Nach dieser belastenden Erfahrung habe sie die Notwendigkeit gesehen, gemeinsam mit anderen betroffenen Eltern eine Anlaufstelle zu schaffen, die sich auf die Problematik potentieller Behandlungsfehler bei Kindern spezialisiert hat. Ärztliche Behandlungsfehler an Kindern in Deutschland seien nach Überzeugung Gethöffers keine Einzelfälle. Nach Ansicht des Vereins klaffe bei der Unterstützung der Betroffenen jedoch eine Lücke. „Immer wieder erleben wir, dass Betroffenen ein Ansprechpartner fehlt, der in dieser schwierigen und belasteten Situation Hilfestellung und einen wichtigen Austausch bietet. Hier möchten wir anknüpfen und durch unsere Arbeit Aufmerksamkeit und einen offenen Umgang herstellen“, erklärt Tanja Gethöffer.

Zu den Aufgaben des Vereins zählt das Bereitstellen individueller Hilfen für die Betroffenen. Dazu gehört, Alltagshilfen unterschiedlicher Art anzubieten, Adressen zu Psychologen und Beratungsstellen bereitzustellen oder auch über Möglichkeiten der rechtlichen Überprüfung zu informieren, wenn der Verdacht eines Behandlungsfehlers im Raum steht. Neben diesen praktischen Unterstützungsangeboten, gehöre aber vor allem auch der menschliche Umgang miteinander zu einem wichtigen Anliegen der Vereinsmitglieder. Man wolle betroffenen Eltern Mut machen und Gesprächskontakte zu anderen Betroffenen vermitteln.

Wichtig ist es den Vereinsverantwortlichen zu betonen, dass es nicht darum geht, gegenüber Ärzten, Kliniken und anderen Akteuren des Gesundheitswesens pauschal Misstrauen zu schüren, sondern vielmehr darum, Betroffenen wichtige Hilfestellung zu geben. Der Verein setzt sich daher für eine Förderung der Kommunikation zwischen Arzt und Patient ein und macht sich zudem für eine Verbesserung des Patientenrechtegesetzes stark.

„Mit diesem Thema muss mit aller Offenheit, aber dennoch besonderer Sensibilität umgegangen werden. Betroffene benötigen Aufmerksamkeit und Unterstützung. Der Verein und seine Mitglieder leisten an diesem Punkt eine wertvolle Arbeit, die besondere Anerkennung und Dank verdient.“, so Katja Leikert. Man habe vereinbart, sich in der Zukunft weiter über Ansatzpunkte zu verständigen, um gemeinsam eine Verbesserung der Situation von betroffenen Eltern zu erreichen, ohne dabei pauschal und undifferenziert anzuklagen, heißt es abschließend.

Weitere Informationen über den Verein und seine wichtige Arbeit finden sich unter www.eltern-medizingeschaedigter-kinder.de

Foto (von links): Dr. Katja Leikert, Elke Feit und Tanja Gethöffer.


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