Hierzu hatte der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler seine Kollegen in den Schlosspark nach Wächtersbach geladen, um sich direkt vor Ort ein Bild über das Vorhaben zu verschaffen. Zu diesem Termin ebenfalls erschienen war Wächtersbachs Bürgermeister Andreas Weiher (SPD). Weiher freute sich über den Besuch und das Interesse der Freien Wähler – seien sie doch die erste Fraktion aus dem Kreistag, die sich direkt vor Ort ein Bild von dem Vorhaben mache und Informationen aus erster Hand erfrage. Die Freien Wähler schritten gemeinsam mit Weiher das in Frage kommende Gelände des Schlossparkes in der Nähe des zukünftigen Rathauses ab.

Für eine konkrete Konzeptionierung des Projektes sei es an dieser Stelle aber sicherlich noch zu früh, erklärt Weiher den Anwesenden. Die vorliegende Machbarkeitsstudie sollte bisher lediglich die Frage beantworten, ob und wenn ja an welchem Standort im Kreis eine solche Bühne vom Grundsatz her überhaupt realisierbar sei. In dieser Studie seien bereits viele Rahmenfaktoren berücksichtigt worden. So wurde beispielsweise schon festgestellt, dass die Ausrichtung der Bühne nur in Richtung Stadtwald erfolgen kann damit die Hanglage zur Schallminimierung genutzt werden könne. Dennoch stellte Weiher klar, dass die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie noch keine fertige Bauplanung darstellen. Die Zeit für solche Planungen sei dazu noch nicht reif. Mit dem Hinweis, dass der Kreistag auf seiner Sitzung am 5. Mai erst einmal beschließen müsse, dass der Main-Kinzig-Kreis die Investitionskosten in Höhe von rund 1,8 Millionen Euro übernehmen werde, spielte Weiher den Kreistagsabgeordneten den Ball wieder zu. Erst nach Vorliegen einer positiven Entscheidung aus dem Main-Kinzig-Forum werde die Stadt Wächtersbach mit den konkreten Planungen beginnen, welche auch eine aktive Einbindung der Wächtersbacher Bürger beinhalten werde.

Auch auf die Fragen des Fraktionsvorsitzenden der Freien Wähler, Heinz Breitenbach, nach den zukünftigen Nutzungsgebühren und -bedingungen für die kulturtreibenden Vereine im Kreis erläuterte Weiher, dass es hier für konkrete Aussagen noch zu früh sei. Das eine Nutzung des Areals durch die Vereine jedoch nicht ohne eine entsprechende Nutzungsgebühr möglich sei, war den Anwesenden schnell klar. Schließlich stelle der Betreiber neben der Bühne auch noch die sonstige Infrastruktur wie Toiletten, Garderobe und Technik.

Parallel versuchten sich die Freien Wähler auch einen Überblick über die bisher angebrachten Bedenken der Bürger vor Ort zu verschaffen. Neben Bedenken bezüglich einer möglichen Lärmbelastung sehen diese vor allem den bisherigen Charme des Schlossparks und seine Nutzbarkeit für die breite Öffentlichkeit verloren gehen. „Vor einer abschließenden Entscheidungsfindung unserer Fraktion zu diesem Bauvorhaben des Kreises, sind gegebenenfalls auch noch Gespräche mit dem Förderverein Schloss+Park Wächtersbach zu führen", so Carsten Kauck, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler. Für die Freien Wähler gilt wie bisher: Eine Entscheidung über derartige Projekte könne nur unter intensiver Einbindung der Bürger vor Ort getroffen werden.

Foto: Die Fraktion der Freien Wähler Main-Kinzig mit Wächtersbachs Bürgermeister Andreas Weiher im Schlosspark in Wächtersbach.


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