CDU will Situation in Pflegeheimen beleuchten

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Die verdeckten Aufnahmen eines Fernsehteams sind erschütternd: Über Wochen hat eine RTL-Journalistin Misshandlungen von Heimbewohnern in einem Pflegeheim in Mühlheim (Kreis Offenbach) mit der Kamera dokumentiert.

Nicht der erste Fall im Rhein-Main-Gebiet: Erst im vergangenen Jahr hatte der HR über ähnliche Missstände in einem Pflegeheim in Frankfurt berichtet. Die CDU-Kreistagsfraktion nimmt die Vorkommnisse in der Nachbarschaft nun zum Anlass, die Situation in den kreiseigenen Altenpflegeeinrichtungen zu beleuchten.

In einer Anfrage an den Kreisausschuss des Main-Kinzig-Kreises wollen die Christdemokraten u.a. wissen, welche Vorsorgemaßnahmen getroffen werden, damit ähnliche Vorkommnisse hier vor Ort verhindert werden können. Auch die Frage, ob und in welcher Form Bewohner und Angehörige ermutigt werden, in einem geschützten Raum über etwaige negative Erfahrungen zu berichten, soll beantwortet werden. Darüber hinaus hätte die CDU gerne Auskunft, ob dem Kreis Erkenntnisse darüber vorliegen, ob und wie private Pflegeanbieter diesem Problem begegnen.

„Uns geht es nicht darum, die Mitarbeiter der kreiseigenen Betriebe oder überhaupt in der Altenpflege unter einen Generalverdacht zu stellen. Das wäre angesichts der harten Arbeit, die die allermeisten dieser Menschen Tag für Tag leisten, auch völlig unangebracht. Dennoch muss es angesichts der schlimmen Zwischenfälle in jüngster Zeit erlaubt sein, unser eigenes Frühwarnsystem vor Ort kritisch zu hinterfragen. Der Main-Kinzig-Kreis als größter Träger von Angeboten in der Altenpflege in der Region hat hier eine besondere Vorbildfunktion “, betont der CDU-Fraktionsvorsitzende Michael Reul.

Seine Fraktionskollegin Dr. Katja Leikert, die sich als Mitglied des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestages intensiv mit der Thematik auseinandergesetzt hat, ergänzt: „ Unser Ziel als politisch Verantwortliche vor Ort muss es sein, den Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen die Angst zu nehmen, dass ihnen derartige Ungeheuerlichkeiten auch im Main-Kinzig-Kreis widerfahren könnten. Das geht nur durch den Willen zur maximalen Transparenz bei allen Beteiligten.“ Wer angesichts der Bilder aus Mühlheim weiterhin verniedlichend von ‚schwarzen Schafen der Pflegebranche‘ spreche, dem könne man nur wünschen, dass er und seine Lieben niemals selbst in eine solch schlimme Situation geraten.


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