Das haben Landrat Thorsten Stolz und Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler angekündigt. Weiterhin haben der Landrat und seine Vertreterin gegenüber der DB Netz AG noch einmal die wesentlichen Forderungen des Main-Kinzig-Kreises formuliert: So setzt sich der Kreis für eine Ausbauvariante ein, die die geringsten Auswirkungen auf die Wohn- und Lebensqualität der Menschen im Main-Kinzig-Kreis hat. Die Frage der Wirtschaftlichkeit spielt aus Sicht des Kreises bei diesem Jahrhundertprojekt eine untergeordnete Rolle.

Weiterhin fordert der Main-Kinzig-Kreis das Nachrüsten von Lärmschutz entlang der Bestandsstrecke - und zwar losgelöst von jeglicher Ausbauvariante - sowie die durchgängige Herstellung der Barrierefreiheit an allen Empfangsgebäuden und Bahnsteigen zwischen Gelnhausen und Sinntal. „Am Ende reden wir nicht nur über einzelne Ausbauvarianten, sondern bewusst über ein Gesamtpaket. Da die Menschen im Main-Kinzig-Kreis auch die Belastungen durch den Ausbau zu tragen haben, müssen auch klare Vorteile herausgearbeitet und konkrete Verbesserungen in Sachen Lärmschutz und Barrierefreiheit herbeigeführt werden“, so Thorsten Stolz und Susanne Simmler.

In einem aktuellen Schreiben an die DB Netz AG haben Landrat Thorsten Stolz und Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler zudem noch einmal ihr Verständnis der Zusammenarbeit bei den Planungen formuliert. So sollten Entscheidungen zur favorisierten Trassenführung und zu weiteren Maßnahmen nur gemeinsam unter der Prämisse „Mensch im Mittelpunkt“ getroffen werden. Zudem erneuert die Kreisspitze ihre dringende Bitte, einen Zugang zu den kompletten Planungsunterlagen zu erhalten. „Wir erwarten von der Deutschen Bahn die Offenlage aller Planungsunterlagen. Nur so können wir die berechtigten Interessen der Region vertreten und in einen Dialog auf Augenhöhe eintreten“, erläutert die Kreisspitze ihr Vorgehen.

Wie Landrat Thorsten Stolz und Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler ausführen, wird ein fachkundiges Planungsbüro den Kreissauschuss in diesem Thema begleiten und beraten. Der Kreistag hatte dazu bereits die entsprechenden Finanzmittel zur Verfügung gestellt. Auf diese Weise könne es gelingen, die wechselseitigen Ziele zu definieren, um dann auch die Wege dahin gemeinsam zu erörtern und abzustimmen. Am Dienstagvormittag (06.02.) hatten Thorsten Stolz und Susanne Simmler bereits die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister über das Vorgehen des Kreises informiert.

Entsprechend der mehrheitlichen politischen Forderungen hat der Kreis in seinem jüngsten Schreiben an die DB Netz AG noch einmal die drei zentralen Punkte konkret benannt: (1) Bei der Umsetzung einer Variante ist der größtmögliche Schutz für den Menschen zu gewährleisten. Wirtschaftliche Interessen spielen eine untergeordnete Rolle. (2) Losgelöst von einer Variante ist die Bestandsstrecke zwischen Maintal und Sinntal auf den neuesten Stand des Lärmschutzes nachzurüsten und die Vorgaben für eine Neubaustrecke entsprechend umzusetzen. (3) An allen Empfangsgebäuden und Bahnsteigen zwischen Gelnhausen und Sinntal ist die Barrierefreiheit herzustellen.

„Diese genannten Ziele müssen Gegenstand unserer gemeinsamen Bemühungen sein“, machen Thorsten Stolz und Susanne Simmler deutlich. Nur dann sei es möglich, die Gemeinden, Verbände, Bürgerinitiativen und einzelne Bürger nicht nur von der Notwendigkeit des Ausbaus zu überzeugen, sondern auch von der Absicht, die Belastung der betroffenen Menschen, vor allem durch Lärm und Erschütterungen, in einem vertretbaren Rahmen zu halten.

Eine sachgerechte Abwägung zwischen den infrastrukturellen Notwendigkeiten und dem Schutz der Bürger sei die Voraussetzung, um die wachsenden Vorbehalte gegen die neue Trasse in vertretbaren Grenzen zu halten. Das eingeführte Dialogforum sei in dem Prozess zwar ein hilfreiches Instrument, um unterschiedliche Interessensgruppen zusammen zu führen, könne aber keine politische und fachliche Positionierung des Kreises ersetzen.

Bereits Ende November hatte die Kreisspitze umfassende Informationen abgefragt und konkrete Erwartungen formuliert. Dabei wurde unter anderem eine gleichberechtigte Prüfung der Variante VIII sowie anderer vorgestellter Ergänzungs-, Änderungs- und Abweichungsvarianten gefordert. Zudem wollen Kreistag und Kreisausschuss in die Lage versetzt werden, sich ein eigenes Bild von jedem einzelnen Trassenkorridor zu machen und jede Bewertung zu prüfen. „Aus anderen großen Infrastrukturprojekten wissen wir, wie wichtig eigenständige Beurteilungen sind und welch großer planerischer Spielraum in so einem frühen Projektstadium noch vorhanden ist, um regionale Bedarfe und Erkenntnisse mit einfließen zu lassen“, erläutern Stolz und Simmler.

Eine zufriedenstellende Antwort der DB Netz AG ist bisher noch nicht erfolgt. Daher haben Landrat Thorsten Stolz und Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler nun noch einmal das Anliegen des Main-Kinzig-Kreises mit Nachdruck vorgetragen. „Es ist nicht die Absicht, das Projekt in eine politisch geprägte Diskussion zu überführen, sondern eine optimale Trassenführung zu finden, die sowohl durch die Bahn, wie auch im politischen Raum vertreten werden kann“, so die Kreisspitze.

Mit dieser angestrebten Offenheit und Transparenz zwischen Bahn, Kreis und betroffenen Gemeinden soll einvernehmlich ein Trassenkorridor ermittelt und festgelegt werden, der gegenüber den Bürgern, Bürgerinitiativen, Verbänden und Interessenvereinigungen überzeugend erläutert und vertreten werden kann. Widerstände gegen die angestrebten Planungen sollen so weit wie möglich verringert und das Klagerisiko nach einer intensiven Abwägung deutlich gemindert werden. „Auf jeden Fall muss sich die Bahn bewegen und ein Gesamtpaket für unsere Region schnüren“, so Thorsten Stolz und Susanne Simmler abschließend.


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