„Wir bleiben unserer bisherigen Linie treu, dass sich der Main-Kinzig-Kreis für keine der insgesamt acht Varianten ausgesprochen hat und dies auch künftig nicht tun wird, da es bei jeder Variante am Ende eine Betroffenheit von Menschen im Kreisgebiet gibt“, erklären Landrat Thorsten Stolz (SPD) und die Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler (SPD). Vielmehr sei es für die politisch Verantwortlichen im Main-Kinzig-Kreis wichtig gewesen, in mehreren Gesprächen mit der Deutschen Bahn und durch klare Positionierungen des Kreistages möglichst viel an übergeordneten Themen durchzusetzen und auf die Entscheidungswege zu bringen. „Genau das ist uns im Hinblick auf die Zusagen für zusätzlichen Lärmschutz und die Herstellung der Barrierefreiheit an den Bahnhöfen im Main-Kinzig-Kreis mehr als gelungen“, machen Thorsten Stolz und Susanne Simmler deutlich. Auch habe der Kreis eine gleichberechtigte Prüfung der so genannten Variante acht (Gorissen) gegenüber der Bahn erfolgreich eingefordert.

Mit Blick auf das fortschreitende Dialogforum zum Ausbau der Bahnstrecke Hanau–Würzburg/Fulda bekräftigt der Main-Kinzig-Kreis seine zentrale Forderung, dass bei der Auswahl der „Vorzugsvariante“ die Nachvollziehbarkeit der Entscheidung gegeben sein muss. Genau aus diesem Grund hat der Main-Kinzig-Kreis auch ein eigenständiges Planungsbüro beauftragt, um sich planerischen Sachverstand gegenüber der Deutschen Bahn zu sichern. „Wenn am kommenden Freitag (15.06.) die Vorentscheidung für die mögliche Trassenführung von der DB Netz AG verkündet wird, dann müssen diese Kriterien nachvollziehbar erfüllt sein“, betonen Landrat Thorsten Stolz und Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler.

In diesem Sinne werde der Main-Kinzig-Kreis gemeinsam mit dem beauftragten Planungsbüro die Inhalte, Methoden und Resultate noch einmal genau betrachten und bewerten. „Das haben wir bereits im laufenden Verfahren getan und werden dies selbstverständlich nach der Bekanntgabe der Vorzugsvariante weiterhin tun“, so Thorsten Stolz und Susanne Simmler weiter.

Bereits vor einigen Monaten hatte die Kreisspitze gegenüber der Deutschen Bahn klar formuliert, dass Entscheidungen zur favorisierten Trassenführung und zu weiteren Maßnahmen nur gemeinsam unter der Prämisse „Mensch im Mittelpunkt“ getroffen werden. Zudem wurden die mehrheitlichen politischen Forderungen des Kreistages benannt: (1) Bei der Umsetzung einer Variante ist der größtmögliche Schutz für den Menschen zu gewährleisten. Wirtschaftliche Interessen spielen eine untergeordnete Rolle. (2) Losgelöst von einer Variantenentscheidung ist die bisherige Bestandsstrecke auf den neuesten Stand des Lärmschutzes nachzurüsten und die Vorgaben für eine Neubaustrecke entsprechend umzusetzen. (3) An allen Empfangsgebäuden und Bahnsteigen ist die Barrierefreiheit herzustellen.

Nach einem Spitzengespräch im Main-Kinzig-Forum mit dem für Netzplanung und Großprojekte verantwortlichen Vorstand der DB Netz AG, Professor Dr. Dirk Rompf, sowie dem Leiter „Großprojekte Mitte“, Gerd-Dietrich Bolte, konnten Landrat Thorsten Stolz und die Erste Kreisbeigeordneten Susanne Simmler dann Anfang März eine gute Nachricht verkünden: Die Bahnvertreter zeigten sich offen für das Nachrüsten des Lärmschutzes entlang der Bestandsstrecke sowie einen barrierefreien Ausbau der Bahnstationen.

„Da die Menschen im Main-Kinzig-Kreis die Belastungen durch den Ausbau zu tragen haben, müssen auch klare Vorteile herausgearbeitet und konkrete Verbesserungen in Sachen Lärmschutz und Barrierefreiheit herbeigeführt werden“, begründeten Thorsten Stolz und Susanne Simmler die Erwartungen des Landkreises. Die Vertreter der DB Netz AG zeigten hier einen entsprechenden Lösungsweg auf. Denn mit der neuen Bedarfsplanumsetzungsvereinbarung (BUV) zwischen Bund und Deutscher Bahn wurde zum Jahresbeginn eine Grundlage geschaffen, auf deren Basis solche „übergesetzlichen Forderungen“ betrachtet und geplant werden können. Es handle sich dabei um eine Möglichkeit, die Umsetzung der „Bedingungen der Region“ aus dem jeweiligen Dialogforum vorzubereiten. Die konkrete Finanzierung und damit die tatsächliche Umsetzung der geforderten Maßnahmen hänge dann von einer entsprechenden politischen Entscheidung des Deutschen Bundestages ab.

Doch zunächst steht die Entscheidung für die mögliche „Vorzugsvariante“ auf dem Plan. Hier werde der Main-Kinzig-Kreis keine Präferenzen formulieren, sondern die objektiven Fakten sowie den Bewertungsprozess mit den beauftragten Fachleuten beleuchten. „Wir wissen, dass jede Variante, von der südlichsten bis zur nördlichsten, zu unterschiedlichen Betroffenheiten in unseren Städten und Gemeinden führt. Hier haben alle Bürgerinnen und Bürger unseres Kreises das Recht, durch den Landkreis gleichermaßen vertreten zu sein, ganz egal, aus welcher Kommune unseres Landkreises sie kommen. Für sie alle hat der Main-Kinzig-Kreis in den letzten Monaten gekämpft und auch ordentlich etwas herausgeholt“, so Thorsten Stolz und Susanne Simmler weiter.

Genau vor diesem Hintergrund habe sich der Main-Kinzig-Kreis in den vergangenen Monaten bewusst nicht für eine der Ausbauvarianten ausgesprochen, genauso wenig gegen eine. Im Vordergrund stehe die Verpflichtung, die Belastung der betroffenen Menschen, vor allem durch Lärm und Erschütterungen, in einem vertretbaren Rahmen zu halten. Mit der notwendigen Offenheit und Transparenz zwischen Bahn, Kreis und betroffenen Gemeinden soll nun einvernehmlich ein Trassenkorridor festgelegt werden, der gegenüber den Bürgern, Bürgerinitiativen, Verbänden und Interessenvereinigungen überzeugend erläutert und vertreten werden kann.


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