468 Fälle: Grippesaison so intensiv wie lange nicht

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„Diese Grippesaison ist so intensiv verlaufen wie seit Jahren nicht“, erklärt Gesundheitsdezernent Matthias Zach. Das Gesundheitsamt des Kreises hat die Zahlen des Winters 2016/2017 mit den Vorjahren verglichen und einen Bericht dazu verfasst. Demnach wurden im Kreisgebiet insgesamt 468 Fälle gemeldet, nach 261 im vorigen Winter und 373 in der Grippesaison 2014/2015.

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Die Saison begann ungewöhnlich früh und betraf diesmal vor allem ältere Bürgerinnen und Bürger. Der zwölfseitige Bericht wird in Kürze Arztpraxen und medizinischen Einrichtungen zur Verfügung gestellt.

Dem Gesundheitsamt lagen bereits im Oktober 2016 die ersten Influenzameldungen vor, ab Mitte Dezember stiegen die Meldefälle dann deutlich an. „Somit begann die Saison deutlich früher als sonst. Dafür war aber auch bereits Anfang Februar der Höhepunkt bei den wöchentlichen Neumeldungen erreicht, früher als beispielsweise im Vorjahr“, bilanziert der Kreisbeigeordnete Zach. In der sechsten Kalenderwoche registrierte das Gesundheitsamt alleine in einer Woche 86 Meldungen, danach ging die Zahl der Neuerkrankungen fast durchgängig zurück.

Am häufigsten von der Influenza betroffen waren über 64-jährige Personen. Kleinkinder im Alter bis vier Jahre betraf es am seltensten. Matthias Zach weist daraufhin, dass die Zahlen nur einen Ausschnitt darstellen und nicht die vollständige Verbreitung der Grippe im Kreis abbildet. So gehen etwa Frauen bei einer Erkrankung häufiger zum Arzt, so dass deren Anteil an den 468 Meldefällen wie auch in den Jahren zuvor höher liegt als bei Männern.

„Dennoch lässt sich anhand des Berichts ablesen, dass die größte Zahl an Ausbrüchen, also an gehäuft auftretenden Fällen, in familiären Umfeldern gemessen wurden“, so Zach. Daher mache eine Impfung nicht nur in bestimmten Altersgruppen Sinn, sondern bei Jung und Alt. „Eine Impfung bietet nie den 100-prozentigen Schutz. Aber jeder kann sein persönliches Risiko, an einer Influenza zu erkranken, mit einer Impfung deutlich verringern.“ Mehrere Studien zeigten, dass die Erkrankung bei geimpften Personen milder und mit weniger Komplikationen verlaufe, als bei ungeimpften Personen.

Der Influenzabericht des Kreises zieht auch Parallelen zur Zahl der Patiententransporte und Rettungsdiensteinsätze der Leitstelle Main-Kinzig mit Bezug auf die Arbeitsdiagnose „Bronchitis/Pneumonie“, gerade im Vergleich zu den Vorjahren. Hier ist ebenfalls für den Winterzeitraum eine Zunahme zu verzeichnen. Auch der Zeitpunkt des Anstieges dieser Einsätze deckt sich mit dem frühen Beginn der Grippesaison. Das Gesundheitsamt vermutet, dass beide Ereignisse in Zusammenhang stehen.

Ausführlichere Informationen und die statistischen Erhebungen sind im Influenzabericht des Kreises abgebildet. Er steht ab sofort auch im Netz unter www.mkk.de.

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