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Bis zu 20 Frauen kommen hier jeweils montags in Gelnhausen zusammen, um Erfahrungen auszutauschen, neue Informationen mitzunehmen oder auch konkrete Projekte zu verfolgen. „Die Teilnehmerinnen sollen dazu ermutigt werden, die Energie wiederzuerhalten, um sich neu zu organisieren und sich zu qualifizieren“, beschreiben die Organisatorinnen ihre Ziele.

Getragen wird das Projekt von einer Kooperation verschiedener Institutionen und Organisationen wie den Bildungspartnern Main-Kinzig, dem Referat für Frauenfragen und Chancengleichheit, kommunalen Frauenhäusern und Frauenberatungsstellen, dem Kommunalen Center – Jobcenter für Arbeit und Soziales, der Arbeitsagentur sowie kommunalen Migrantenorganisationen und interkulturell ausgerichteten Vereinen. Die Federführung liegt beim Integrationsbüro des Kreises, das Hessische Sozialministerium fördert die Maßnahme bis Ende 2019.

„Im Mittelpunkt der verschiedenen Angebote steht die Stärkung der Handlungskompetenzen von Frauen mit Migrationshintergrund“, erläutert die Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler. Es geht um die Mobilisierung vorhandener Ressourcen, Inanspruchnahme schulischer und beruflicher Anerkennungsverfahren, Entwicklung beruflicher Weiterbildungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten sowie die Information über bestehende Angebote wie Sozialberatung, niederschwellige Deutschförderung und Integrationskurse. Das Programm kann dabei auch flexibel an die jeweiligen Vorschläge der Teilnehmerinnen angepasst werden.

Bisher gab es bereits einen Gastvortrag über Sportangebote im Landkreis, ein Referat des Frauenrings, einen Erste-Hilfe-Kurs am Kind, Informationen zur beruflichen Weiterentwicklung sowie eine gemeinsame Weihnachtsfeier. Angeboten wurde zudem die Teilnahme internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen mit Kinobesuch sowie anschließender Diskussion, ein Kunstworkshop sowie die Teilnahme an der Zentraltagung der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) hessischer Frauen- und Gleichstellungsbüros in Fulda.

Damit die Frauen sich uneingeschränkt auf die jeweiligen Themen einlassen können, wird bei Bedarf die entsprechende Kinderbetreuung organisiert. „Isolation und ein fehlender Zugang zu spezifischen Angeboten erschweren insbesondere Migrantinnen den Anschluss an das öffentliche Leben“, schildert die Erste Kreisbeigeordnet ein zentrales Problem. Denn durch die Flucht aus der Heimat verlieren sie häufig jeglichen Sozialbezug außerhalb der Kernfamilie. Es fehlen somit nicht nur die bekannte und vertraute Umgebung, sondern auch der Freundeskreis und der Beruf.

Erschwerend für den Integrationsprozess sind mögliche Traumata aufgrund erlebter physischer und psychischer Gewalt im Herkunftsland oder während der Flucht sowie postmigrantische Depressionen infolge der aktuellen Lebenssituation. Häufig folgt ein Kreislauf aus sozialer Isolation, Abhängigkeit und ein oft ein tiefgreifender Verlust des Selbstwertgefühls. Dieser Problematik soll der interkulturelle Frauentreff entgegenwirken.

Im Rahmen der wöchentlichen Treffen soll ein Heraustreten aus dem gewohnten Umfeld und ein Austausch mit anderen Frauen initiiert werden. Ziel der regelmäßigen Begegnungen ist es, Frauen durch den Austausch untereinander zu stärken und eine gesellschaftliche Teilhabe zu fördern. Die Besonderheit des Projekts liegt zudem in der professionellen psychosozialen Begleitung.

„Es kommt nicht darauf an, wo Du her kommst, sondern wo Du hin willst“ lautet ein Leitmotiv der Integrationsmaßnahme. Es geht um eine ganzheitliche Förderung sowie einen erfolgreichen Zugang der Frauen in die Gesellschaft und Arbeitswelt. Unter Berücksichtigung ihrer familiären und kulturellen Lebensumstände bietet das Projekt eine fundierte Orientierung in die deutsche Gesellschaft und fördert Ressourcen liefern, mit deren Hilfe sie sich die eigenen Lebenswege und Lebensräume selbstbestimmt gestalten können.

Die Organisatorinnen laden interessierte Frauen aus aller Welt herzlich ein, unter dem Motto „Vorbeikommen – Kennenlernen – Mitmachen“ ebenfalls Kontakte zu knüpfen und neue Bekanntschaften zu schließen. Treffpunkt ist der „Seniorenclub“ an der Brüder-Fischinger-Straße 3 in Gelnhausen jeweils montags von 15 bis 17 Uhr. Ansprechpartnerin ist Stephanie Michel (Integrationsbüro), Telefon: 06051-85 18253, Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Foto: Zum bisherigen Veranstaltungsangebot des Frauentreffs gehörte unter anderem ein Erste Hilfe Kurs am Kind vom DRK Kreisverband Gelnhausen-Schlüchtern.


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