Insbesondere die lange erwarteten ersten Ergebnisse der Schalluntersuchung liegen nun vor. Die Schallberechnungen der DB ergeben, dass es für die Mehrheit der bisher betroffenen Bevölkerung im Raum nordöstlich von Gelnhausen mit dem Bau der neuen Gleise im Vergleich zu heute deutlich leiser wird. Und zwar ganz egal, welche Trassenführung gewählt wird. Dies liegt daran, dass der Güterverkehr nachts von der bestehenden Strecke im Kinzigtal auf die Neubaustrecke umgelenkt wird. Dadurch werden das Kinzig- und das Fliedetal nachts von Güterverkehrslärm entlastet. Dieser Effekt ist den Angaben der Gutachter zufolge grundsätzlich umso höher, je weiter die neue Bahntrasse von den dicht besiedelten Gebieten entfernt ist. Die Berechnungen erfolgten zunächst ohne Lärmschutz. Ergänzend wird für alle Varianten untersucht, wie sich die Situation mit Lärmschutz darstellt.

Lärmmindernd wirke sich außerdem aus, dass der Gesetzgeber ab 2020 nur noch leise Güterwagen auf dem deutschen Netz zulässt und die Güterwagen daher mit Flüsterbremsen ausgerüstet werden. Gerd Bolte, Leiter Großprojekte Mitte bei der DB Netz AG, kündigte zudem an, dass Lärmschutzuntersuchungen an der Bestandsstrecke durchgeführt werden. „Wir kommen hiermit einer wesentlichen Forderung der Region nach, die über das Dialogforum an uns herangetragen wurde“, so Bolte. Eine finale Entscheidung, welche Trassenführung am Ende gewählt werden soll, konnte laut DB indes noch nicht getroffen werden. Grund hierfür sei, dass einige Prüfergebnisse noch ausstünden. Unter anderem sei die Überprüfung des „Vorschlags VIII“ noch nicht abgeschlossen.

In diesem Zusammenhang betonten die Mitglieder des Dialogforums noch einmal den dringenden Bedarf für die Verbesserung der Schieneninfrastruktur in der Region und die Bedeutung einer zügigen Umsetzung des Projekts. Zahlreiche Mitglieder des Dialogforums forderten, dass der Variantenentscheid nicht durch das stetige Vorbringen neuer Ideen verzögert werden darf. Die nächsten Sitzungen des Dialogforums sind für den 11. April und den 3. Mai geplant. Bis dahin haben die Mitglieder des Dialogforums Mitte März die Möglichkeit, in einem ganztägigen Workshop die bisherigen Ergebnisse des Variantenvergleichs nachzuvollziehen und ihre Fragen mit den Gutachtern im Detail zu diskutieren. Ein weiterer Workshop soll im April stattfinden.

Im Abschnitt Hanau – Gelnhausen ist die Planung schon sehr viel konkreter und schreitet gut voran. Derzeit bereitet die DB die Ausschreibung für die Entwurfs- und Genehmigungsplanung vor. Außerdem starten die für die Umweltverträglichkeitsprüfung notwendigen Kartierungen, also die Bestandsaufnahme von Tieren und Pflanzen rund um die Baufläche für die neuen Gleise. Im Südkorridor „Hanau – Aschaffenburg – Nantenbach“ gibt es nach wie vor keinen neuen Planungsstand. Für die Prüfung der Frage, ob in diesem Abschnitt Umbauten notwendig sind, um die Kapazität der Strecke zu steigern, ist die Deutsche Bahn auf die noch ausstehende Zugzahlen-Prognose 2030 des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) angewiesen. Unabhängig davon hat die Deutsche Bahn auf Wunsch des Dialogforums untersucht, ob und wie sich die Fahrzeit auf der Strecke zwischen Hanau, Aschaffenburg und Würzburg verkürzen ließe. Die Machbarkeitsstudie kommt zu dem Ergebnis, dass die Fahrzeit in diesem Abschnitt durch bauliche Änderungen und Neubau von Streckenteilen um circa sechseinhalb Minuten verringert werden könnte.

Über das Dialogforum zur Bahnstrecke Hanau-Würzburg/Fulda

Im Rahmen des Dialogforums zur Bahnstrecke Hanau-Würzburg/Fulda können sich seine Mitglieder gemeinsam über Themen rund um die Planungen der Deutschen Bahn und des Landes Hessen zum Aus- und Neubau der Strecke Hanau-Würzburg/Fulda austauschen. Es soll den Planungsprozess transparent und nachvollziehbar gestalten, Fakten klären und möglichst alle mit dem Bahnprojekt verbundenen Interessen-vertreterinnen und -vertreter an einem Tisch versammeln. Dabei ersetzt es nicht die formellen Verfahren: Das Forum ist ein Beratungsgremium mit empfehlendem Charakter, das ergänzend zu den formellen Verfahren durchgeführt wird. Das Dialogforum besteht aus Vertreterinnen und Vertretern von Kommunen, Landkreisen, Behörden, Landes-verkehrsministerien und Bürgerinitiativen ebenso wie aus Landtags- und Bundestagsabgeordneten, Pendlern und Vertreterinnen und Vertretern von Kammern, Umwelt-, Naturschutz-, Fahrgast-, Wirtschafts- und Verkehrsverbänden sowie der Deutschen Bahn. Es wird fachkompetent moderiert und soll die gesamte betroffene Region in Bayern und Hessen und deren verschiedenen Sichtweisen repräsentieren.

Über das Projekt „Aus- und Neubaustrecke Hanau–Würzburg/Fulda“

Die Deutsche Bahn und das Land Hessen setzen beim Projekt „Aus- und Neubaustrecke Hanau-Würzburg/Fulda“ auf frühzeitige Bürgerbeteiligung: Geplant ist, eine Trassenführung zu erreichen, mit der die verkehrlichen und betrieblichen Zielstellungen erreicht werden und die sowohl raumverträglich als auch wirtschaftlich ist und gleichzeitig die geringsten Auswirkungen auf Mensch und Umwelt hat. Die zusätzlichen Gleise sollen vor allem auch für den Nahverkehr positive Veränderungen bringen. Während die neuen Gleise zwischen Hanau und Gelnhausen entlang der bestehenden Gleise verlegt werden sollen, steht die Streckenführung zwischen Gelnhausen und Fulda beziehungsweise Würzburg noch nicht fest. Um den Trassenverlauf in diesem Bereich zu ermitteln, wurde nordöstlich von Gelnhausen ein Raum abgesteckt, in dem mögliche Streckenführungen untersucht werden. Bislang wurden dabei sieben mögliche Streckenvarianten erarbeitet, die miteinander kombinierbar sind und nun hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf Raum und Umwelt sowie der verkehrlichen und wirtschaftlichen Ziele bewertet und miteinander verglichen werden.

Weitere Informationen unter www.hanau-wuerzburg-fulda.de.


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