Von Wasserpatschern und Königstöchtern

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Der ungeliebte Frosch, der im Schlafzimmer von der Königstochter im Zorn an die Wand geworfen wird, um sich danach als schöner Prinz zu entpuppen – das Märchen der Brüder Grimm um die Prinzessin und den Brunnenbewohner ist bis heute ein Sinnbild für die Suche nach dem idealen Partner, der sich erst auf den zweiten Blick als solcher zu erkennen gibt.

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Zuletzt 2011 auf dem Spielplan, feiert die mitreißende Geschichte als Familienstück der 34. Brüder Grimm Festspiele am 19. Mai Premiere.

Im Mittelpunkt steht eine Prinzessin, die dem Frosch als Helfer im Unglück alles zusagt und anschließend nichts davon einlösen will. Doch ihr Vater, der König, besteht darauf und so muss sie mit dem wenig ansehnlichen Gefährten wie versprochen das Essen, ihre Zeit und schließlich auch das Bett teilen. Das bringt sie am Ende derart in Rage, dass sie den glitschigen "Wasserpatscher", wie sie ihn nennt, an die Wand wirft, um überrascht festzustellen, dass sie ihm damit einen großen Gefallen erwiesen und von einem bösen Fluch befreit hat.

1988 lieferte das Märchen erstmals den Stoff für eine Inszenierung der Brüder Grimm Festspiele. Das Buch für die diesjährige Aufführung stammt aus der Feder von Stefan Vögel, der als einer der meistgespielten deutschsprachigen Gegenwartsdramatikern bereits mehrere Preise einheimsen konnte, zuletzt 2014 den Monica Bleibtreu Preis mit dem Stück "Achtung Deutsch".

1988 lieferte das Märchen erstmals den Stoff für eine Inszenierung der Brüder Grimm Festspiele. Das Buch für die diesjährige Aufführung stammt aus der Feder von Stefan Vögel, der als einer der meistgespielten deutschsprachigen Gegenwartsdramatiker bereits mehrere Preise einheimsen konnte, zuletzt 2014 den Monica Bleibtreu Preis mit dem Stück "Achtung Deutsch". Die Musik für das als Familienstück angelegte Märchen Valentin von Lindenau schreiben. Er gehört bereits in der fünften Spielzeit zum Team um Intendant Frank-Lorenz Engel und ist für die Kompositionen der Reihe Grimm Zeitgenossen zuständig. Die Regie für den "Froschkönig" liegt in den Händen von Adisat Semenitsch, die 2014 schon einmal in Hanau inszeniert hat und seinerzeit mit Jan Radermachers Version von dem Märchen "Von einem, der auszog das fürchten zu lernen" seinerzeit viel Beifall erhielt.

Für Yasmin Münter, die als jüngste der drei Märchenschwestern jene Stella spielt, die erst die goldene Kugel verliert und dann den hilfsbereiten Frosch gern abservieren möchte, wird die Uraufführung zur doppelten Premiere, denn sie ist zum ersten Mal bei den Brüder Grimm Festspielen dabei. Auch Marina Lötschert, im Stück mittlere Schwester Bella, ist erstmals in einer der Festspiel-Inszenierungen zu sehen. Ein in Hanau bekannter Name ist dagegen die dritte im Bunde: Carolin Sophie Göbel, Gewinnerin des Audible Nachwuchssprecher-Preises 2016 und bereits zweimal Mitglied des Ensembles, besetzt im "Froschkönig" die Rolle der ältesten Schwester Alva.

In der der zweiten Hauptrolle, dem Froschkönig Cölestin, gibt Marcus Abdel-Messih sein Debüt in der Brüder-Grimm-Stadt. Er spielte nach seinem Diplom in 2013 an mehreren deutschen Häusern, unter anderem auch unter der Regie von Frank-Lorenz Engel in der Inszenierung von Monsieur Claude und seine Töchter an der Komödie Frankfurt. Den Vater der drei Prinzessinnen, König Adalbert, gibt Christian Fischer. Für den in Österreich geborenen Schauspieler ist es das erste Engagement in Hanau. Das Publikum könnte ihn jedoch aus TV-Serien wie "Die Wache", "Praxis Bülowbogen" oder "Rosa Roth wiedererkennen.

Vom Teufel zum Bruder des Froschkönigs: Gregor Andreska, der Cölestins Bruder Rüdiger spielt, begeisterte die Hanauer Zuschauer erstmals in 2016 in der Reihe "Junge Talente". 2017 gab er sein Debüt im "Teufel mit den drei goldenen Haaren" auf der Bühne im Amphitheater. Benedikt Selzner, im Froschkönig als der Kämmerer Ansgar zu sehen, ist auf vielen Bühnen im Rhein-Main-Gebiet unterwegs, darunter die Komödie und das Fritz-Rémond-Theater in Frankfurt und seit 2010 auch in Hanau. Anders dagegen sein Märchen-Gehilfe Igor, gespielt von Lukas Haiser, dessen Engagement ihn zum ersten Mal nach Hanau geführt hat.

Regelmäßig in den märchenhaften Grimm-Inszenierungen ist schließlich auch Nadine Buchet zu erleben, die im Froschkönig als Erzieherin Minna auf der Bühne steht. In der Rolle des Eisernen Heinrichs darf sich das Publikum wieder auf eine Begegnung mit einem bei den Festspielen sehr bekannten Gesicht freuen: Dieter Gring, viele Jahre Mitglied des Ensembles und fünf Jahre Intendant der Festspiele, kehrt nach einer mehrjährigen Pause zurück nach Hanau auf die Märchenbühne im Amphitheater.

Die prächtigen Kostüme nach Entwürfen von Ulla Röhrs und die Masken von Wiebke Quenzel, die beide 2016 mit ihren Arbeiten den Deutschen Musicalpreis in ihrem Fach gewonnen haben, werden gemeinsam mit dem Bühnenbild von Tobias Schunck für ein grandioses Open-Air-Theater-Erlebnis sorgen. Mit den Brüder Grimm Festspielen ehrt die Stadt Hanau die deutschen Märchensammler und Sprachforscher Jacob und Wilhelm Grimm, die in Hanau geboren wurden. Jedes Jahr locken die preisgekrönten Festspiele über 70.000 Besucher an. In diesem Jahr finden die 34. Festspiele mit den Stücken "Dornröschen" (Musical/Premiere am 11. Mai), "Der Froschkönig" (Familienstück/Premiere am 19. Mai), "Die Prinzessin auf der Erbse" (Theater mit Gesang/Premiere am 2. Juni) sowie "Der Brandner Kasper" (Reihe Grimm Zeitgenossen/Premiere am 9. Juni) und "Die Leiden des Jungen Werther" (Reihe Junge Talente/Premiere am 13. Juli) vom 11. Mai bis 29. Juli 2018 statt. Weitere Informationen über die Brüder Grimm Festspiele gibt es unter www.festspiele.hanau.de im Internet. Tickets gibt es im Hanau Laden am Freiheitsplatz, an allen bekannten Vorverkaufsstellen sowie im Internet unter www.frankfurt-ticket.de oder auch unter der Telefonnummer 069 / 13 40 400.

Foto: "Der Froschkönig" kommt als Familienstück (Copyright:  Brüder Grimm Festspiele - Foto: Julian Freyberg)

Foto: Probenstart für den "Froschkönig".


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