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Dieses Mal haben Alexandra Prues und Margit Führes 100 Kissen im Gepäck. Sabine Liebeck, Breast Nurse und Deborah Rother, Bereichsleitung Station H10 freuen sich über den Einsatz der Frauen. „Die Gruppe versorgt uns regelmäßig mit den schönen Kissen –bei über 200 Neuerkrankungen pro Jahr haben wir so für jede Patientin eins vorrätig. Und wir finden, dieser Einsatz sollte unbedingt mal öffentlich gemacht werden“, sagt Sabine Liebeck.

Die Herzkissen kommen ursprünglich aus den USA. 2006 brachte eine dänische Pflegefachfrau die Idee von einem Kongress mit nach Europa. Seitdem werden die herzförmigen Kissen mit den extra langen „Ohren“ auch vermehrt in Deutschland genäht und an Krebspatientinnen verschenkt. Durch die tiefe Einbuchtung können die Kissen beispielsweise besonders gut unter die Achselhöhle geklemmt werden und sollen so den Druck auf Operationsnarben verringern. „Das Kissen kann für die Patienten aber noch mehr sein – es kann Mut machen, man kann seine Wut daran auslassen oder es fängt Tränen auf“, sagt Alexandra Prues von der Selbsthilfegruppe. Sie selbst erkrankte erstmals mit 40 Jahren an Krebs und kam so zur Arbeit in der Selbsthilfegruppe. Am Anfang nähten acht Frauen die Kissen, die alleine aus Spendengeldern finanziert und dann verschenkt werden. Mittlerweile sind bis zu 30 Personen gleichzeitig beteiligt. „Der Mann eines Gruppenmitglieds packt dann alle Kissen ein“, berichtet sie. Jedem Herzkissen wird eine persönliche Botschaft sowie eine Art Anleitung beigefügt. Und die Kissen kommen gut an – auch Margit Führes hat als Patientin vor zwei Jahren ein solches erhalten. „Ich fand diese Aktion so toll, dass ich mich gleich nach dem Krankenhausaufenthalt mit der Selbsthilfegruppe in Verbindung gesetzt habe“, erzählt sie. Seitdem ist auch sie aktiv und unterstützt, trotz Selbstständigkeit, wo sie kann. Mehr Informationen zur Selbsthilfegruppe gibt es auch im Internet unter www.frauenselbsthilfe.de

Foto (von links): Alexandra Prues; Deborah Rother, Leitung Station H10; Sabine Liebeck, Breast Nurse und Margit Führes.

Quelle: Klinikum Hanau


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