Main-Kinzig-Kliniken: Bald operiert der Roboter mit

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„Als ich davon erfahren habe, wusste ich, dieses Projekt werde ich gern unterstützen“, so Landrat Thorsten Stolz (SPD) über die kommende Zukunftsinvestition der Main-Kinzig-Kliniken. Konkret geht es um die Sanierung und Erweiterung der Operationssäle des Gelnhäuser Krankenhauses. Dieses Projekt, bei dem im ersten Bauabschnitt Baukosten in Höhe von etwa fünf Mio. Euro anfallen, fördert der Main-Kinzig-Kreis mit einer Summe von zwei Mio. Euro.

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So wie sich die Möglichkeiten der modernen Medizin in den letzten Jahren rasant weiterentwickelt haben, hat sich auch im Bereich operativer Eingriffe viel getan. Von dieser Entwicklung profitieren auch die Menschen der Region. Als die Kliniken ihre Erweiterungspläne vorstellten, wurde deutlich: Die Verantwortlichen machen den Weg frei für den Einsatz modernster und innovativster Technik. „Zeitgemäße OP-Säle mit hochmodernen Technologien sind ein wichtiger Faktor, um eine bestmögliche Patientenversorgung sicherzustellen und die Kliniken fit für die Zukunft zu machen“, betonte Landrat Stolz, der zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Main-Kinzig-Kliniken ist.

Bereits in den Vorjahren haben sich die Krankenhäuser in Gelnhausen und Schlüchtern nicht nur durch bauliche Veränderungen, sondern auch durch medizintechnische Anschaffungen weiterentwickelt und mit vielen Maßnahmen dem aktuellen und zukünftigen Bedarf angepasst. Beispiele hierfür sind die Inbetriebnahme des hochmodernen Herzkatheterlabors sowie die Ausstattung des Perinatalzentrums sowie der urologischen Klinik – um nur drei der großen Entwicklungen zu nennen. „In Kombination mit dem Engagement der hier tätigen Mitarbeiter haben sich die Kliniken auf diese Weise einen guten Ruf in der gesamten Region erarbeitet“, so Stolz. Die Erweiterung der OP-Säle sei nun der nächste notwendige Schritt, der sich optimal in die Strategie „Gesunde Kliniken 2020“ einpasse.

An einen OP, der von vielen als das „Herz“ eines Krankenhauses bezeichnet wird, werden hohe Anforderungen gestellt, und dies nicht nur baulich-funktionell, sondern auch organisatorisch. Der Zentral-OP des Gelnhäuser Krankenhauses verfügt derzeit über fünf Säle, die letzte umfangreiche Sanierung fand im Jahr 1996 statt. Dabei ist allein in den letzten zehn Jahren die Anzahl der jährlichen Eingriffe um etwa 30 Prozent gestiegen – auf nun mehr als 9.300 pro Jahr. Doch nicht nur das erhöhte Patientenaufkommen sei Grund für die Investition: „Wir wollen die Voraussetzungen für einen Technologiesprung schaffen“, erklärte Prof. Dr. Dirk Meininger, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie.

Zeitgemäße Operationssäle seien deutlich größer als die bisherigen und besser mit ihren Funktionsräumen vernetzt, so der Chefarzt: „Sie unterstützen moderne Geräte und Technologien.“ Auch bestehe beispielsweise hinsichtlich der Klima- und Lichttechnik noch Potenzial nach oben. Ein weiterer Aspekt ist die Nutzung des OPs als Raum für die medizinische Lehre: „Früher waren OPs in Hörsäle integriert, in denen Nachwuchsmedizinern wertvolles Wissen vermittelt wurde. Dank innovativer Übertragungstechniken bieten sich heute ganz neue Möglichkeiten – und diese möchten wir verstärkt nutzen“, so Dr. Andreas Schneider, Chefarzt der Klinik für Urologie und Kinderurologie. Insbesondere in Zeiten des Fachkräftemangels spielt die Gewinnung qualifizierter Mitarbeiter eine bedeutende Rolle. „Die Schaffung bestmöglicher Arbeitsbedingungen ist ein wichtiger Faktor im Hinblick auf die personellen Herausforderungen der nächsten Jahre. Und da kann ein hochmoderner OP mit innovativster Technik entscheidend sein“, waren sich die Ärzte einig.

All diese Überlegungen flossen in die Planung eines „OP der Zukunft“ in Gelnhausen ein. Zunächst werden die Main-Kinzig-Kliniken die räumlichen Voraussetzungen hierfür schaffen: Der OP-Trakt wird in zwei Bauabschnitten erweitert. In einem ersten Bauabschnitt werden im Jahr 2019 drei zusätzliche OP-Säle gebaut, die mit einer Raumgröße von je 80 Quadratmetern nahezu doppelt so groß sind wie die heute bestehenden fünf Säle. In einem zweiten Bauabschnitt werden dann die bisherigen Räumlichkeiten saniert und teilweise umgestaltet. Die Erweiterungen werden ohne Beeinträchtigung des laufenden OP-Betriebes vonstattengehen. Alle Säle sind so konzipiert, dass sie durch unterschiedliche Fachdisziplinen gleichermaßen genutzt werden können.

„Mehr Platz, verbesserte Abläufe und Technik der neuesten Generation – dies wird in absehbarer Zeit in Gelnhausen Realität“, freuten sich die Mediziner, die bereits deutlich machten, wohin die Reise in technologischer Hinsicht gehen werde. So soll einer der neuen Säle einem sogenannten Operationsroboter eine Heimat bieten. Hierbei handelt es sich um roboterassistierte Systeme im OP, mit dem minimalinvasive, also besonders schonende, Operationen durchgeführt werden können. Außerdem schaffen die Kliniken die Voraussetzungen für einen sogenannten Hybrid-OP, der aufgrund einer innovativen Ausstattung die Zuhilfenahme bildgebender Verfahren – wie beispielsweise CT oder MRT – erlaubt.

„Diese Planungen machen deutlich, dass es sich bei der OP-Erweiterung um eine echte Zukunftsinvestition handelt, von der Patienten, derzeitige und künftige Mitarbeiter sowie Studenten und Auszubildende gleichermaßen profitieren“, erklärte Landrat Stolz abschließend.

Foto (von links): Dr. Andreas Schneider, Chefarzt der Klinik für Urologie und Kinderurologie; Prof. Dr. Dirk Meininger, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie; Thorsten Stolz, Landrat des Main-Kinzig-Kreises; Dieter Bartsch, Geschäftsführer der Main-Kinzig-Kliniken; Jörg Karnelka, Prokurist der Main-Kinzig-Kliniken.

Foto: Thorsten Stolz, Landrat des Main-Kinzig-Kreises; Dieter Bartsch, Geschäftsführer der Main-Kinzig-Kliniken.

Foto: Im OP des Gelnhäuser Krankenhauses.


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