Der muslimische Sultan Saladin fragt dies den Juden Nathan, dessen Tochter der christliche Tempelritter aus dem brennenden Haus rettet. Nathan antwortet mit der berühmten Ringparabel. Der diesjährige Theaterkurs des Jahrgangs 10 der Friedrich-August-Genth-Schule führt am Freitag, den 08 Juni, das Drama „Nathan der Weise“ auf. Beginn ist um 20.00 Uhr in der Aula der Schule.

Als der Kurs unter Leitung von Beate Moritz-Mayer sich ein Stück aussuchen sollte, wollten die Darstellerinnen und Darsteller etwas spielen, was mit ihnen heute zu tun hat. Während nun die Hausmeister die Aula zum Spielort Jerusalem im Jahre 1192, also der Zeit der Kreuzzüge, verwandeln, probt der Kurs das  „dramatische Gedicht" aus dem Jahre 1779. Ein Widerspruch in sich?

Das alles ist zwar lange her und doch ist Jerusalem nun 826 bzw. 239 Jahre später immer noch nicht zu Ruhe gekommen. Und nicht nur dort gibt es immer noch Kriege, deren wahre Motive durch religiöse Pseudoargumentationen ummantelt werden. So verwundert es nicht, dass eines der berühmtesten Dramen der deutschen Aufklärung  auch  bei Profibühnen wieder vermehrt auf dem Spielplan steht: Weimar, Celle, Potsdam, Wiesbaden…

Zu Beginn der Arbeit setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit ihren eigenen Haltungen auseinander: Was hat die Beschäftigung mit Religion mit uns Menschen des 21. Jahrhunderts zu tun? Warum glauben Menschen? Wie kam und kommt es zu religiösem Fanatismus? Die tolerante Hauptfigur Nathan sieht in erster Linie den einzelnen Menschen. Doch „Toleranz“ ist heute für manchen fast schon ein Reizwort. Was versteht jeder Einzelne darunter? Akzeptanz, die durch gleichgültiges Nebeneinanderherleben gekennzeichnet ist? Oder das Bemühen um respektvollen Umgang und gegenseitiges Verständnis? 

Gotthold Ephraim Lessing hätte sich vermutlich nicht träumen lassen, dass sein Stück Jahrhunderte später immer noch so aktuell sein würde. Die Inszenierung nutzt drei Spielflächen im ganzen Raum, um die Geschichte zu erzählen. Karten gibt es für € 2,50 im Sekretariat der Schule und bis Donnerstag, den 07. Juni, auch in der Buchhandlung Dichtung & Wahrheit in Wächtersbach.


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