werbung1 80Euro

Kinder von geschiedenen oder getrennt lebenden Eltern haben jedoch einen Anspruch auf Unterhaltszahlungen. Bleiben diese aus, springt zunächst der Sozialhilfeträger ein – und holt sich das Geld, wenn möglich, zurück.

„Nicht immer liegt es am fehlenden Willen der unterhaltspflichtigen Väter oder Mütter, dass keine Zahlungen geleistet werden. Manchmal ist es schlichtweg das fehlende Einkommen. Dort aber, wo der Elternteil leistungsfähig wäre, aber dennoch nicht zahlt, muss er mit dem langen Arm der Sozialverwaltung rechnen“, kündigte die Wetterauer Sozialdezernentin Stephanie Becker-Bösch an.

Wetterauer in Hessen besonders erfolgreich

„Rund 1,3 Millionen Euro haben zahlungspflichtige Väter und in Mütter im vergangenen Jahr nicht an ihre Sprösslinge bzw. den anderen Elternteil gezahlt“, bedauert die Wetterauer Sozialdezernentin. 32 Prozent oder genau 405.746,12 Euro hat sich der Wetteraukreis von den säumigen Elternteilen zurückgeholt. „Geld, das wir vorher schon an die unterhaltsberechtigten Kinder und deren Elternteile ausgezahlt hatten“, so Becker Bösch.

Der Wetteraukreis steht damit im Vergleich von 33 Landkreisen, kreisfreien Städten und Sonderstatusstädten in Hessen weit vorne da. Im Landesschnitt wurden 19,5 Prozent des Unterhaltsvorschusses zurückgeholt, die Wetterau liegt mit ihren 32 Prozent nur hinter dem Rheingau-Taunus-Kreis und Bad Homburg. Schlusslicht der Liste sind die Städte Darmstadt, Offenbach und Wiesbaden sowie der Landkreis Groß-Gerau.

„Ich freue mich, dass meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich so engagiert dafür einsetzen, dass zahlungspflichtige Elternteile tatsächlich ihren Verpflichtungen auch nachkommen. Das ist ja auch eine Frage der Gerechtigkeit und Gleichbehandlung gegenüber jenen, die fair und ehrlich ihren Unterhaltsverpflichtungen nachkommen. Ich hoffe, dass diejenigen, die jetzt durch uns verpflichtet wurden, künftig ohne besondere Aufforderung und Zwang ihren Verpflichtungen zum Unterhalt ihrer Töchter und Söhne nachkommen“, so Kreisbeigeordnete Becker-Bösch.

Kommentare   

+1 #1 Gerald Emmermann 2017-03-15 15:56
Bei den meisten Eltern, die sich trennen, fehlt nicht der Wille, sich an seinen Nachwuchs zu erinnern. Überwiegend werden Väter von der Verantwortung, sich um ihre Kinder kümmern zu dürfen, skrupellos ausgeschlossen. Wer das durch Unterhaltszahlu ngen zu finanzieren bereit ist, ist ein Narr!
Überhaupt ist das Unterhaltsrecht lange nicht mehr zeitgemäß. Warum sollen Eltern die Kosten für etwas tragen, was der Gesellschaft zugute kommt? Die, die sich am meisten über einen Nachwuchsmangel beklagen, nämlich die Politiker, haben es doch in der Hand, Familien so zu entlasten, dass tausende Väter zu kriminalisieren überflüssig wird. Keine Strafverfahren, keine unterhaltsrecht lichen Zivilverfahren, keine vom Staat produzierte Mangelfälle ...
Stattdessen Entzug der Fahrerlaubnis, Insolvenzen, Inhaftierungen ....
Zitieren | Dem Administrator melden
+1 #2 Sven Lankau 2017-03-15 17:56
Unterhaltspflic htverletzung? Umgangspflichtv erletzung ist kein Kavaliersdelikt ! Täglich wird mindestens einem Elternteil das Kind oder die Kinder dem nicht bereuenden Elternteil vorenthalten. Das schadet den Kindern nachhaltig mehr als der fehlende Unterhalt. Unsere Kinder brauchen beide Elternteile zu gleiche teilen, dann erübrigt sich das gebettel um den geliebten Kindesunterhalt , beide Elternteile erbringen gleiche Leistung dem Kind gegenüber.

Nicht selten ist es das Kinder einem Elternteil durch vorsätzliches Lügen der Jugendämter, Umgangspfleger bis hin zu Familienrichter (in) entzogen werden. Zurück bleiben dann Kinder die sich selber die Schuld dafür geben das der nicht mehr Umgangsberechti gte Elternteil sie nicht mehr lieb habe.

Bevor man also hier nach Unterhalt schreit, sollte erstmal dafür gekämpft werden, dass beide Elternteile den Kindern erhalten bleben..... Das brauchen unsere Kinder wirklich!!!
Zitieren | Dem Administrator melden

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren


PS: Sind Sie bei Facebook? Werden Sie Fan von VORSPRUNG!

Anzeige

Anzeige

werbung1 100Euro

Anzeige