Der Bioschlachtbetrieb Merzehof kann ab sofort seine extensiv gehaltenen Weiderinder selbst im eigenen Schlacht- und Zerlegebetrieb schlachten und vermarkten.

Die Rinder des Merzehofs haben zuvor wertvolle Naturschutzarbeit im Bingenheimer Ried geleistet. Das Naturschutzgebiet Bingenheimer Ried liegt im Wetteraukreis zwischen Bingenheim und Dauernheim, ca. 40 km nordöstlich des Ballungsraums Frankfurt/Main. Es dient insbesondere dem Schutz von Enten- und Watvögeln und ist ein bedeutendes Rastgebiet für Zugvögel.

Durch Beweidung wird verhindert, dass die Naturschutzflächen zu stark verbuschen. Das kommt unter anderem Amphibien und Vögeln, die im Uferbereich leben, zugute. Die Aubrac-, Limousin- und Gallowayrinder des Merzehofs übernehmen diese „Pflegemaßnahme“. Die Tiere sind sehr widerstandsfähig, genügsam und können ganzjährig draußen gehalten werden. Erster Kreisbeigeordneter Jan Weckler informierte sich bei dem Termin bei der Fachstellenleiterin der Lebensmittelüberwachung Dr. Veronika Ibrahim über das besondere Konzept dieses Schlachtbetriebs. Der Betrieb ist nicht nur ein Biobetrieb, sondern er hat auch eine sogenannte „Weideschlachtgenehmigung“.

„Aus Tierschutzgründen fördern wir diese besondere Form der Schlachtung, denn dadurch kann Schlachtrindern aus ganzjähriger Weidehaltung im Herdenverband ein stressfreier Tod ohne Tiertransport ermöglicht werden“, betonte Dr. Veronika Ibrahim. Nach der Schlachtung mit Kugelschussbetäubung unter tierärztlicher Aufsicht erfolgt der Transport zum EU-zugelassenen Schlachthaus, wo innerhalb der vorgeschriebenen 60 Minuten alle weiteren Schlachtarbeiten hygienisch und sachgerecht abgeschlossen werden. Frau Brauner bedankte sich für die hervorragende fachliche Beratung und Baubegleitung durch die Amtstierärztin Dr. Ibrahim, die letztendlich zur erfolgreichen EU-Zulassung geführt hat. Frau Brauner: „Ich habe schon sehr viele Vorbestellungen von Kunden, denen diese besonders tierschonende Schlachtung wichtig ist!“

Claudia Zohner, die Projektleiterin der Ökomodellregion, hat Frau Brauner bei der Erstellung der von der EU geforderten Dokumentationen unterstützt, weil sie die Biofleischvermarktung in der Wetterau fördern möchte. Jan Weckler sieht diese EU-Zulassung auch als großen Erfolg des Projekts „Ökomodellregion Wetterau“: „Dadurch können wir nachhaltig die Biofleischvermarktung in der Wetterau steigern! Zugleich trägt Familie Brauner durch die Beweidung im Naturschutzgebiet dazu bei, dass unterschiedliche Vogelarten sich bei uns wohl fühlen.“

Foto: Besuch bei der Bullenherde auf der Winterweide in Dauernheim. Von links: Claudia Zohner, Matthias Brauner, Dr. Veronika Ibrahim, Jan Weckler, Martina Brauner.


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