Mittwoch: 21 neue Coronavirus-Fälle

am 01 April 2020 17:20
Mittwoch: 21 neue Coronavirus-Fälle

Für den Mittwoch, 1. April, meldet das Gesundheitsamt des Main-Kinzig-Kreises zusätzliche 21 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Die Personen kommen aus Hanau (4) Maintal (3), Langenselbold, Bruchköbel, Erlensee (2), Hasselroth, Gründau, Steinau (4), Brachttal,  Linsengericht und Schöneck (2). Parallel wurden sechs Fälle als gesund gemeldet, so dass die Zahl der laborbestätigten Erkrankungen unter dem Strich jetzt bei 164 liegt. Die Situation der stationär versorgten Patienten ist unverändert. Zu dem aus Hanau in diesem Zusammenhang gemeldeten Todesfall lagen dem Kreisgesundheitsamt am Nachmittag noch keine belastbaren Informationen vor.

Indessen ist die Verunsicherung rund um die Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus weiterhin hoch. Immer wieder wird zu Beispiel gefordert, Einkaufswagen, Kartenterminals oder auch Kassenbänder im Lebensmitteleinzelhandel zu desinfizieren. Nach Einschätzung der Fachleute und auf Grundlage wissenschaftlicher Untersuchungen sind diese Maßnahmen jedoch nicht erforderlich. Auch die Behörden des Main-Kinzig-Kreises sowie der Städte und Gemeinden sehen keine Notwendigkeit, eine derartige Vorgabe verpflichtend durchzusetzen.

„Es gibt aktuell keine sachliche Grundlage für eine flächenhafte Desinfektion oder das Tragen von Einmalhandschuhen“, sagt Gesundheitsdezernentin Susanne Simmler. Das Material werde derzeit vorrangig für das medizinische oder pflegerische Personal benötigt, um besonders gefährdete Bereich zu schützen. Darüber hinaus sei der Nutzen nicht geben, der Effekt nur von kurzer Dauer und es würde unverhältnismäßig viel Desinfektionsmittel verbraucht. Stattdessen sei konsequentes Händewaschen das wesentlich wirksamere Mittel, um sich vor einer Infektion zu schützen.

Die Gesundheitsdezernentin spricht sich für gezielte und sinnhafte Maßnahmen aus, die mehr sind als bloßer Aktionismus. „Wir brauchen gerade im Umgang mit dem Cornavirus die nötigte Sorgfalt und das richtige Augenmaß, um in der vorbeugenden Strategie glaubhaft und erfolgreich zu sein“, sagt Susanne Simmler.

Zwar könne das neue Coronavirus Sars-CoV-2 grundsätzlich durch Niesen oder Husten einer infizierten Person auf Oberflächen gelangen und eine Zeit lang dort überleben. Bis dato sind keine Fälle nachgewiesen, bei denen sich Menschen durch den Kontakt zu Gegenständen, an denen das Virus haftet, angesteckt haben.

Nach starker Kontamination kann das Sars-CoV-2-Virus nach Aussage des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) bis zu drei Stunden als Aerosol (Flüssigkeitsnebel in der Luft), bis zu vier Stunden auf Kupferoberflächen, bis zu 24 Stunden auf Karton und bis zu zwei bis drei Tage auf Edelstahl und Plastik überleben. Allerdings beruhen diese Angaben auf Untersuchungen unter Laborbedingungen. Dem BfR sind bisher keine Corona-Infektionen über diesen Übertragungsweg bekannt geworden.

Zweites Corona-Todesopfer: 70 Klinik-Mitarbeiter in Quarantäne

am 01 April 2020 17:08

In der Nacht zum Mittwoch ist im Klinikum Hanau ein 82-Jähriger Mann an den Folgen einer COVID-19-Erkrankung gestorben. Er ist das zweite Corona-Todesopfer in Hanau. Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD): "Mein Mitgefühl gilt seiner Familie und allen, die ihm nahegestanden haben." Der Verstorbene war, wie zwei weitere Patienten, bereits vor einer Woche im Klinikum wegen einer anderen Erkrankung aufgenommen worden. Da während ihrer Aufenthalte Corona-Infektionen nachgewiesen wurden, hat das Klinikum Hanau in enger Absprache mit dem Gesundheitsamt vorsorglich 70 Klinik-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Ärztinnen und Ärzte, Pflege-Personal und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus weiteren patientennahen Berufsgruppen, in häusliche Quarantäne geschickt. Klinikum-Geschäftsführer Volkmar Bölke: "Die drei Patienten hatten bei ihrer stationären Aufnahme keinen Kontakt zu einem Corona-Fall und waren auch nicht in einem bis dahin benannten Risiko-Gebiet."

"Alle Patientinnen und Patienten werden bei Aufnahme streng nach den Richtlinien des Robert-Koch-Institutes (RKI) befragt und untersucht. Seit dem Wochenende wenden wir verschärfte Regeln an, die sogar noch über den RKI-Empfehlungen liegen", so Bölke. Seit Samstag werden grundsätzlich alle Patienten mit Husten, Schnupfen, Halsschmerzen oder Fieber isoliert. Ist ein stationärer Aufenthalt notwendig, so erfolgt dieser auf der COVID-19-Aufnahme-Station in einem Einzelzimmer. Zurzeit befinden sich 24 Patientinnen und Patienten im Klinikum, darunter neun auf der Intensivstation. Bölke: "Leider waren diese drei Infektionen nicht mehr aufzuhalten, weil die Patienten schon eine Woche wegen anderer Erkrankungen im Haus waren und sich die Hinweise erst nach Entwicklung der Symptome einstellten. Unsere Schritte wurden und werden von uns in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt sowie nach den Vorgaben des Robert-Koch-Instituts umgesetzt."

Oberbürgermeister Claus Kaminsky mahnt: "Diese Fälle zeigen, wie ernst die Corona-Epidemie ist." Er lobt ausdrücklich, dass im Klinikum frühzeitig die Mitarbeiter geschult wurden und ein Krisenstab gebildet worden war. Kaminsky: "Am Sonntag vor zwei Wochen habe ich veranlasst, dass vor das Klinikum ein Schleusenzelt gebaut wird." Mit Chefärzten, Pflegedienst und Hygienefachkräften sowie in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt hat die Klinik-Geschäftsführung die notwendigen Maßnahmen ergriffen.

Als wichtiges und kritisches Thema wird bundesweit nicht nur von Fachleuten die Schutzausrüstung diskutiert. Klinik-Geschäftsführer Bölke: "Unser Personal arbeitet in den kritischen Bereichen mit der nach RKI-Vorgaben erforderlichen persönlichen Schutzausrüstung. In allen anderen Bereichen tragen alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen Mund-Nasen-Schutz zur Sicherheit. Die tatkräftige Unterstützung der Stadt Hanau hilft uns dabei – vor allem auch die Appelle von Oberbürgermeister Kaminsky, dass die Bürger sich schützen sollen und keine professionellen Schutzmasken kaufen sollen, da diese für unser Personal im Gesundheits- und Pflegebereich sowie für Menschen mit Vorerkrankungen gebraucht werden." OB Kaminsky weist nochmals auf seine Bitte hin, dass alle Hanauerinnen und Hanauer Masken tragen sollen, die sie am besten aber selbst herstellen. Um bestehende Maßnahmen, die Ausbreitung zu vermindern, zu ergänzen, so Kaminsky: "Halten Sie auch bitte weiterhin die Abstandsregeln und weitere Hygienemaßnahmen ein, wie etwa Händewaschen."

Klinikum-Geschäftsführer Volkmar Bölke betont: "Das Klinikum Hanau ist, Stand jetzt, voll einsatzfähig und für die Behandlung von Patienten gut vorbereitet. Richtig ist auch, dass wir bereits jetzt im Vergleich zu anderen Krankenhäusern in Hessen besonders viele Corona-Fälle aufnehmen mussten. Wir bewerten die Situation mehrfach täglich neu." Zur Entspannung der Lage am und im Klinikum Hanau trägt bei, dass am Donnerstag der Ärztliche Bereitschaftsdienst (ÄBD) vorübergehend ins fußläufig erreichbare Jugendbildungszentrum Hans-Böckler (Sandeldamm 19), besser als Hans-Böckler-Haus bekannt, zieht. Klinikum-Geschäftsführer Volkmar Bölke: "In der aktuellen Situation ist der temporäre Umzug des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes dringend notwendig, um zum Schutz aller das Patientenaufkommen in unserem Schleusenzelt und auf dem Klinikgelände weiter zu minimieren. Mein Dank geht an alle, die zu dieser schnellen Umsetzung beigetragen haben. Sobald sich die Lage normalisiert, steht einer Rückkehr des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes nichts im Wege. Wir haben in unserem Haus mit der vorgelagerten räumlichen Position vor der Zentralen Notaufnahme die idealen Strukturen für das Team geschaffen."

Die Patientinnen und Patienten können sich auf einen regulären Betrieb des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes und eine weiterhin gute Zusammenarbeit mit dem Klinikum einstellen. Der Ärztliche Bereitschaftsdienst ist telefonisch unter 116 117 erreichbar. Er ist neben den niedergelassenen Ärzten und dem Gesundheitsamt die Anlaufstelle für alle, die Symptome verspüren und den Umgang damit abklären wollen. Geöffnet ist der Ärztlicher Bereitschaftsdienst am Sandeldamm 19 ab Donnerstag (19 Uhr) montags, dienstags und donnerstags von 19 bis 2 Uhr, mittwochs und freitags von 14 bis 2 Uhr sowie am Wochenende von Samstag 7 Uhr bis Montag 7 Uhr. Für Hanauerinnen und Hanauer, die glauben, sich mit dem Corona-Virus angesteckt zu haben, gilt weiterhin, dass sie zunächst beim Bürgertelefon des Kreis-Gesundheitsamtes (06051- 8510000) oder der Hotline des Landes Hessen (0800-5554666) oder beim Ärztlichen Bereitschaftsdienst anrufen.

Oberbürgermeister Claus Kaminsky begrüßt den Umzug: "Die Stadt stellt in der Krise weiterhin sicher, dass die Hanauer Bürgerinnen und Bürger eine wohnortnahe und gut erreichbare Adresse haben, an die sie sich wenden können." Infokasten Ärztlicher Bereitschaftsdienst.

Neue, vorübergehende Adresse ab Donnerstag, 2. April 2020, 19:00 Uhr:

Jugendbildungs- und Kulturzentrum Hans Böckler Sandeldamm 19 in 63450 Hanau

Öffnungszeiten: Mo, Di, Do von 19:00 – 02:00 Uhr Mi + Fr 14:00 – 02:00 Uhr Sa von 07:00 Uhr durchgehend bis Mo 07:00 Uhr Start der Sprechstunde: Donnerstag, 02. April, ab 19:00 Uhr

Evonik und Dreiturm stellen Händedesinfektionsmittel her

am 01 April 2020 16:03
Evonik und Dreiturm stellen Händedesinfektionsmittel her

Dringend benötigtes Desinfektionsmittel für Hände wird derzeit auf Hochtouren in den beiden Steinauer Unternehmen Evonik und Dreiturm hergestellt und abgefüllt. Um das zu ermöglichen, haben sich die beiden Traditionsunternehmen im  Steinauer Industriegebiet kurzfristig zu einer Kooperation entschlossen. Im Zuge dessen werden auch 6500 Ein-Liter-Flaschen an den Main-Kinzig-Kreis geliefert, um Versorgungsengpässe speziell in Krankenhäusern, in der stationären und ambulanten Pflege, Arztpraxen und Rettungsdiensten zu beseitigen. Diese Reaktion auf die Herausforderung, die Corona-Krise zu bewältigen, wird von Landrat Thorsten Stolz (SPD) sehr begrüßt. „Wir haben im Main-Kinzig-Kreis zahlreiche Unternehmen, die jetzt alles tun, um durch kreative und innovative Lösungen die Lage zu entschärfen. In Steinau gibt es gleich zwei Unternehmen, die in der Lage sind, Desinfektionslösungen für die Hände herzustellen und abzufüllen und uns nun dabei helfen, die Versorgungslage im gesamten Main-Kinzig-Kreis zu verbessern. Das ist Made im MKK im wahrsten Sinne des Wortes und konkrete Hilfe, die vor Ort ankommt“, erklärt der Landrat. Er dankt den Unternehmensleitungen von Evonik und Dreiturm für diese wichtige Zusammenarbeit. „Sie leisten einen wichtigen Beitrag in einer für uns alle schwierigen Zeit“, erklärt der Landrat.

Da Dreiturm und der Produktbereich Cleaning Solutions von Evonik ohnehin seit längerer Zeit immer wieder zusammenarbeiten, reifte die  Idee sehr schnell, dies auch bei der Produktion von Händedesinfektionsmittel in die Wege zu leiten. Denn das Evonik-Unternehmen produziert in Großgebinden Spezialchemie und Hochleistungsmaterialien für die Industrie, verfügt aber nicht über Abfüllanlagen, die für Kleingebinde geeignet sind. Hier kommt Dreiturm ins Spiel. Dort gehören Desinfektionsmittel für Hände und Flächen, die an Großhändler geliefert werden, bereits seit langem zur Produktpalette. Evonik darf solche Formulierungen zur Desinfektion von Händen nun ebenfalls herstellen, da die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin der chemischen Industrie seit wenigen Wochen erlaubt, ebenfalls alkoholische Händedesinfektion herzustellen. Dies ist im Normalfall den Pharmafirmen vorbehalten. Diese Regelung wurde als Folge der Versorgungsengpässe durch den erhöhten Bedarf in den medizinischen Bereichen gelockert.

„So gelingt es uns, im Auge des Orkans die Ruhe zu bewahren“, fasst Dreiturm-Geschäftsführer und Mitgesellschafter Lars Börgel die derzeitige Situation zusammen. Dreiturm verfüge seit vielen Jahren dank seiner erfahrenen Chemiker, Apotheker und Fachleute für das Ansetzen und Abfüllen der unterschiedlichsten Formulierungen über die nötige Expertise im Bereich Hygiene und Gebäudereinigung. Nun können mit Hilfe der Evonik größere Extra-Mengen an Händedesinfektionsmittel abgefüllt werden, die auch im Main-Kinzig-Kreis eingesetzt werden. „Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, jetzt zu helfen. Die Umstellung unserer Kesselanlagen auf die Produktion alkoholbasierter Formulierungen lässt sich innerhalb kurzer Zeit vornehmen“, erläutert Ingo Sander, Leiter des Evonik-Werks in Steinau.

Bei den hergestellten Formulierungen handelt es sich um Mischungen, die von der Weltgesundheitsorganisation WHO zum Schutz vor einer Ansteckung mit dem Sars-CoV-2-Virus als geeignet empfohlen werden. Die Desinfektionslösungen werden in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Arztpraxen zur schnellen Desinfektion von Händen benötigt. Für den Privatgebrauch ist handelsübliche Seife völlig ausreichend, um die Hände zuverlässig zu reinigen, sofern die Hände damit 20 bis 30 Sekunden lang gut eingeseift werden. „Da Unterstützung durch Bund und Land weiterhin auf sich warten lässt, haben wir die Sache im Main-Kinzig-Kreis selbst in die Hand genommen, um im medizinischen und pflegerischen Bereich zu helfen und 6500 Liter in Auftrag gegeben, die nun vom Bergwinkel aus nach und nach durch unser Gefahrenabwehrzentrum an die medizinischen und pflegerischen Einrichtungen in den 29 Städten und Gemeinden abgegeben werden“, so Landrat Thorsten Stolz abschließend.

Foto: Präsentieren das Gemeinschaftsprodukt von Evonik und Dreiturm (von links): Goswin Iller, Betriebsleiter Evonik Steinau, Hans-Jürgen Schuder, Dreiturm-Geschäftsführer, David Hartmann, Dreiturm, Leiter der Fertigung sowie Matthias Schöppner, Evonik-Leitung Cleaning Solutions EMEA. 6500 Ein-Liter-Flaschen sind für Krankenhäuser, Arztpraxen sowie Pflegeeinrichtungen im Main-Kinzig-Kreis bestimmt.

772 COVID-19 Patienten in hessischen Krankenhäusern

am 01 April 2020 16:02

Die Zahl der positiv auf eine Infektion mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2 getesteten Menschen steigt in Hessen weiterhin moderat an. Ebenso steigt die Zahl der an COVID-19 erkrankten und stationär Aufgenommenen. „In den kommenden Wochen wird die medizinische Versorgung in Hessen absehbar stark in Anspruch genommen. Deshalb sind die bereits ergriffenen Maßnahmen, um der weiteren Ausbreitung des Virus entgegenzuwirken, so wichtig. Wir wissen, wie schwierig die derzeitige Situation aufgrund der nötigen persönlichen Einschränkungen ist. Dennoch bitten wir alle Bürgerinnen und Bürger, weiter dabei mitzuhelfen und die Maßnahmen konsequent fortzusetzen. Unser wichtigstes gemeinsames Ziel ist, die Zahl der Menschen, die schwer erkranken und stationär versorgt werden müssen, so niedrig wie möglich zu halten, damit unser Gesundheitssystem sie alle bestmöglich versorgen kann“, betont der Hessische Minister für Soziales und Integration, Kai Klose.

Überblick Belegungsanzahl COVID-19 in Krankenhäusern

„Wir bauen gemeinsam mit den hessischen Krankenhäusern und ihren Trägern die Kapazitäten der Intensivversorgung, besonders der Beatmung, aus“, erklärt Klose. Mit Stand vom 31. März 2020, 11:00 Uhr, sind in den hessischen Krankenhäusern 12.192 Betten frei (stationäre Betten inklusive der Beatmungs- und IntensivÜberwachungsbetten). Dies sind 2.475 Betten mehr als noch am 22.3.2020. Dieser Zuwachs an Kapazität zeigt deutlich, dass der Ausbau der Krankenhäuser und das Verbot nicht medizinisch dringlicher Eingriffe wirken. Die Gesamtanzahl der COVID-19 Patienten in den hessischen Krankenhäusern liegt mit Stand 31. März 2020 bei 772, davon sind 175 beatmungs- und intensivüberwachungspflichtig. Weitere 35 Personen sind intensivüberwachungspflichtig, müssen jedoch nicht beatmet werden. Die Beatmungsbetten werden sich in den nächsten Tagen zusätzlich erhöhen. Die Möglichkeiten zur Beatmung haben wir in den letzten Tagen massiv ausgeweitet. Statt rund 1200 Betten mit Beatmung stehen jetzt fast 1900 Betten mit Beatmung zur Verfügung. Weitere Betten mit Beatmung kommen hinzu, wenn unser 10 Millionen Euro Beschaffungsprogramm für Beatmungsgeräte greift und die Geräte in den Krankenhäusern ankommen. Dieses Programm ermöglicht den Krankenhäusern den Einkauf von weiteren 380 Beatmungsgeräten. Auch die Zahl der überwachten Betten ist erheblich angestiegen. Statt 860 stehen jetzt fast 1.100 überwachte Intensivbetten zur Verfügung.

Systematische Erfassung von Beatmungsgeräten

Bei einem möglichen weiteren Anstieg von COVID-19 Erkrankten steigt die Wahrscheinlichkeit erheblich, dass mehr infizierte Menschen einer künstlichen Beatmung bedürfen. Die Hessische Landesregierung hat daher eine Meldepflicht für Beatmungsgeräte in Hessen zu erlassen. Ab heute sind alle Einrichtungen verpflichtet, ihren Bestand an Beatmungsgeräten den Gesundheitsbehörden zu melden. Diese Meldepflicht besteht für Einrichtungen, nicht für Privathaushalte. Eine Übersicht der meldepflichtigen Einrichtungen ist samt Meldeformular unter www.soziales.hessen.de abrufbar.

Generelles Besuchsverbot in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, Altenheime

Das seit dem 13. März 2020 durch die 2. Verordnung zur Bekämpfung des Corona-Virus bestehende eingeschränkte Besuchsrecht (eine Stunde und ein Besucher pro Tag) in Krankenhäusern, Entbindungseinrichtungen, Pflegeeinrichtungen, Altenheimen und ambulanten Wohnformen wird aufgehoben. Es gilt ein generelles Besuchsverbot. Ausnahmen sind in Härtefällen und für besondere Berufsgruppen weiterhin möglich. Härtefälle sind beispielsweise die medizinisch gebotene Anwesenheit des Vaters bei Geburt eines Kindes oder der letzte Besuch bei sterbenden Familienangehörigen. Zum Schutz der anderen Patientinnen und Patienten müssen die Ausnahmen aber eng begrenzt bleiben. Weitere Informationen sind unter www.soziales.hessen.de verfügbar.

Erweiterung der Laborkapazitäten

Durch die Kooperation mit dem Blutspendedienst ist es in Frankfurt gelungen, die Testkapazitäten deutlich zu erhöhen. Zudem erbringt die Einführung sogenannter Pooltests eine deutliche Kapazitätssteigerung. „Mein Dank gilt hier dem Institut Frankfurt des DRK-Blutspendediensts Baden-Württemberg-Hessen und dem Institut für Virologie der Universitätsklinik Frankfurt am Main für die sehr gute Kooperation“, sagt Klose. „Mit der Herstellung von Impfstoffen gegen das neue Corona-Virus verbindet sich eine große Hoffnung auf Eindämmung der Pandemie. Besonders Menschen mit dem Risiko, einen schweren Verlauf von COVID-19 zu durchlaufen, sind im Fokus dieser Anstrengungen. Es gibt weltweit sehr viele Ansätze für neue Impfstoffe und angesichts der begrenzten Herstellungskapazitäten sind auch viele Ansätze nötig. Die Zeitschiene bis zur Verfügbarkeit von Impfstoffen ist immer noch nicht genau abzuschätzen. Durch die Anstrengung aller bei dem Prozess Beteiligten wird es wahrscheinlich möglich sein, dass die ersten Testungen am Menschen im zweiten Halbjahr 2020 erfolgen können", so Stefan Becker, deutscher Virologe, Professor für Virologie und Leiter des Instituts für Virologie an der Philipps-Universität Marburg.

Offenbach: 29 Menschen positiv, drei in kritischem Zustand

am 01 April 2020 13:13

Insgesamt 29 Menschen in Offenbach wurden bislang positiv auf Covid-19 getestet. Seit gestern gibt es drei neue bestätigte Fälle. Neun Personen werden derzeit im Krankenhaus behandelt, davon befinden sich drei Personen im Alter zwischen 54 und 78 Jahren mit Vorerkrankungen in einem kritischen Zustand. Elf weitere Personen sind in häuslicher Quarantäne. Acht Menschen sind bereits genesen. In Offenbach gab es bisher einen Todesfall.

Langenselbolder Hausärzte organisieren separate Infekt-Sprechstunde

am 01 April 2020 12:21

Die Hausärzte in der Stadt Langenselbold haben innerhalb weniger Tage in Abstimmung mit dem Main-Kinzig-Kreis und der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen gesonderte Räume für eine Infekt-Sprechstunde eingerichtet für Patienten mit Infekten aller Art, wie z. B. grippale Infekte, Influenza und möglicherweise Infektion mit dem neunen Coronavirus. Für Personen mit entsprechenden erkältungsähnlichen Symptomen finden ab sofort am Steinweg 13 diese Sprechstunden der Langenselbolder Hausärzte statt, in denen unter Umständen auch ein Abstrich vorgenommen werden kann. „Damit haben die örtlichen Ärzte für sich eine geeignete Anlaufstelle geschaffen, die allen Beteiligten hilft und die Praxen in dieser schwierigen Zeit entlastet“, erläutert Gesundheitsdezernentin Susanne Simmler (SPD). Der Main-Kinzig-Kreis hat sich mit einem Kontingent an Schutzausrüstung und Teströhrchen an dieser sinnvollen Idee beteiligt. Außerdem unterstützt dieses neue Angebot auch die Abstrichstelle der Kassenärztlichen Vereinigung in Gelnhausen. Im Rathaus war man von der Idee der niedergelassenen Ärzte gleich überzeugt und hat die notwendigen Räume zu Verfügung gestellt, wie Erster Stadtrat Timo Greuel (SPD) berichtet. Im Parterre des Gebäudes Steinweg 13 wurden die Räume von der Stadt Langenselbold leer geräumt, grundgereinigt und hergerichtet. Auch der Telefonanschluss sowie eine Internetverbindung wurden organisiert. Die Koordination liegt in den Händen von Katrin Fitzler, Fachärztin für Allgemeinmedizin sowie Notfall- und Palliativmedizin.

Wie sie erläutert, werden die entsprechenden Patienten über die jeweiligen Hausärzte in diese gesonderten Räume verwiesen. Ein direkter Besuch ohne entsprechende Anmeldung ist nicht möglich. „Wir wollen die betroffenen Personen möglichst in geordneten Strukturen und definierten Zeitabständen betreuen, um auch hier das Übertragungsrisiko klein zu halten. Zudem verhindert die Trennung der Besucherströme eine Infektion unserer chronisch kranken Patientinnen und Patienten in den eigentlichen Praxen.“, erläutert Katrin Fitzler. Am Dienstag sind auch bereits die ersten Termine in dieser Weise abgewickelt worden. Diese konstruktive Zusammenarbeit ist für die Gesundheitsdezernentin Susanne Simmler „ein mögliches Beispiel, dass auch an anderer Stelle funktionieren könnte“. In mindestens zwei Städten gibt es auch bereits Überlegungen, eine ähnliche Einrichtung auf den Weg zu bringen. Für diesen Fall verspricht die Erste Kreisbeigeordnete ebenfalls die Unterstützung durch den Main-Kinzig-Kreis.

Coronarchiv dokumentiert die Erfahrungen der Pandemie

am 01 April 2020 08:51
Coronarchiv dokumentiert die Erfahrungen der Pandemie

Das Coronavirus hält derzeit die Welt in Atem – auch die Bürgerinnen und Bürger in Hanau. Auch die Kultureinrichtungen im Forum mussten für den Publikumsverkehr schließen. Das bedeutet aber nicht, dass hinter verschlossenen Türen nicht trotzdem gearbeitet wird. So ist beispielsweise das Stadtarchiv in diesen Tagen schwer beschäftigt: Denn viele haben im Moment die Zeit, sich mit der eigenen Familiengeschichte zu beschäftigen und stellen Anfragen nach Urkunden oder Nachlässen. Aber auch bundesweit tut sich etwas Außergewöhnliches in der Archivwelt. Corona beeinflusst alle Aspekte des Lebens – auch die Forschung. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universitäten Hamburg, Bochum und Gießen starten in Zeiten von Kontaktsperre und Homeoffice das Projekt "coronarchiv". Das Portal soll die Pandemie aus Sicht der Bürgerinnen und Bürger dokumentieren – und jede bzw. jeder ist aufgerufen, sich daran zu beteiligen. Darum bittet das Stadtarchiv Hanau jede interessierte Bürgerin und jeden interessierten Bürger, selbst Zeitdokumente herzustellen und sie an das Stadtarchiv zu senden. Aus Hanau kann dann ein Gesamtüberblick an das sich im Aufbau befindende "coronarchiv" gesendet werden. Benjamin Roers, Mitarbeiter des International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC) an der Universität Gießen, sagt zu der Idee eines Corona-Archivs: "So schnell heutzutage Zeitzeugnisse entstehen, so schnell können sie auch wieder verschwinden. Unsere Hoffnung ist, dass wir mit dem Projekt die diversen Stimmen in dieser ‚Krisenzeit‘ langfristig dokumentieren können. Eine vielfältige Gesellschaft braucht vielfältige Erinnerung." Das Onlineportal wird allen zugänglich gemacht werden, so dass jede und jeder ganz persönliche Erinnerungen und Fundstücke zur "Corona-Krise" beitragen kann. Die Dokumente werden im Hanauer Stadtarchiv mit archiviert. Wer Kontakt mit dem Stadtarchiv aufnehmen will, entweder für einen Blick in die eigene Familiengeschichte oder um als Zeitzeuge Bilder, Dokumente oder Videos zur Corona-Situation zusenden zu können, kann per E-Mail Anfragen an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! senden. Telefonisch erreichbar ist das Stadtarchiv unter  06181 / 98 252 52.

Zahl der Todesfälle in Hessen steigt auf 18

am 31 März 2020 22:37
Zahl der Todesfälle in Hessen steigt auf 18

Die Zahl des Todesfälle in Hessen ist am Dienstag um vier auf 18 gestiegen. Im Main-Kinzig-Kreis waren am Dienstag 183 laborbestätigte Infektionen gemeldet, die in der Tabelle angeführte Zahl vom Hessischen Sozialministerium ist nicht aktuell.

COVID-19 Fallzahlen

am 31 März 2020 22:34
COVID-19 Fallzahlen

Bestätigte Fälle weltweit: 787.010 (Vergleich zum 30.3.2020 ein Plus von 62.809 Fällen)
Todesfälle weltweit: 37.829 (Vergleich zum 30.3.2020 ein Plus von 3.803 Fällen)
Bestätigte Fälle in Deutschland: 61.913 (Vergleich zum 30.3.2020 ein Plus von 4.615 Fällen)
Todesfälle in Deutschland:583 (Vergleich zum 30.3.2020 ein Plus von 128 Fällen)
Bestätigte Fälle in Hessen: 3.301 (Vergleich zum 30.3.2020 ein Plus von 201 Fällen)
Todesfälle in Hessen: 18 (Vergleich zum 30.3.2020 ein Plus von 4 Fällen)

Covid-19: Kein neuer Fall in Offenbach

am 31 März 2020 22:13

In Offenbach wurden inzwischen insgesamt 26 Menschen positiv auf Covid-19 getestet. Seit gestern gibt es keinen neuen bestätigten Fall. Sieben Personen werden derzeit im Krankenhaus behandelt, zwei von ihnen befinden sich in einem kritischen Zustand. Elf weitere Personen befinden sich in häuslicher Quarantäne. Sieben Personen sind bereits genesen. In Offenbach gab es bisher einen Todesfall.

Corona-Soforthilfen: Cyberkriminelle spionieren Daten aus

am 31 März 2020 21:30

Die Wirtschaftsförderung des Main-Kinzig-Kreis warnt aus aktuellem Anlass vor einer kriminellen Masche rund um die Corona-Soforthilfen der Bundes- und Landesregierung. „Die Anträge mit allen Daten der hiesigen Unternehmen sind einzig und alleine beim Regierungspräsidium Kassel einzureichen, nirgendwo sonst“, stellt Wirtschaftsdezernent Winfried Ottmann (CDU) klar und weist auf Cyberkriminelle hin, die derzeit mit gefälschten Unterlagen im Internet versuchten, „aus der äußerst extremen Notlage der Unternehmer und Privatpersonen Profit zu schlagen“. Die Masche sei, mit gefälschten Onlineformularen an Daten der Unternehmen zu kommen. Mit diesen sensiblen Angaben könnten spätere Betrugsstraftaten vorbereitet werden. „Festzuhalten ist: Alle offiziellen, seriösen und wesentlichen Informationen stehen auf der Internetseite des Regierungspräsidiums Kassel, und beim Regierungspräsidium gehen auch die Anträge ein. Wer weitergehende Fragen hat, kann sich gerne auch an den Main-Kinzig-Kreis wenden, über unser CoroNetz auf der Kreis-Homepage oder mit einem direkten Kontakt zur Wirtschaftsförderung. Die Unternehmen sollten jedenfalls gerade in diesen Zeiten wachsam bleiben“, so Ottmann.

Glockengeläut jetzt bereits um 19.30 Uhr

am 31 März 2020 20:47

Jeden Abend läuten die Glocken der Bad Orber Gotteshäuser St. Martin und Martin-Luther-Kirche und regen damit an, in schwerer Zeit als Zeichen der Verbundenheit Lichter sichtbar am Fenster aufzustellen und gemeinsam ein Vaterunser zu beten. Das ökumenische Glockengeläut beginnt nun bereits um 19.30 Uhr.

Dienstag: 21 neue Coronavirus-Fälle

am 31 März 2020 17:00
Dienstag: 21 neue Coronavirus-Fälle

Das Gesundheitsamt meldete am Dienstag 21 neue laborbestätigte Coronavirus-Fälle im Main-Kinzig-Kreis, wohnhaft in Hanau (6), Freigericht (3), Gelnhausen, Schlüchtern (je 2), Bad Soden-Salmünster, Gründau, Hasselroth, Jossgrund, Maintal, Ronneburg, Schöneck und Sinntal. Die Gesamtzahl der bestätigten Infektionen liegt kreisweit nun bei 183. Davon gelten inzwischen 32 Personen als wieder genesen. Die Zahl der aktuell noch als infiziert getesteten Personen liegt damit aktuell bei 151, davon gibt es die meisten in Hanau (30), Rodenbach (14) und Gelnhausen (11). Insgesamt 28 Infizierte werden aktuell stationär behandelt.

Für Wohnungslose: Hanau bekommt einen Gabenzaun

am 31 März 2020 10:17

Die Wohnungsnotfallhilfe der Stiftung Lichtblick (Stiftung der evangelischen Marienkirchengemeinde zu Hanau) wird mit Unterstützung der Baugesellschaft Hanau, der Agentur Einzigkartig, der Druckerei MC Druck und der Stadt Hanau ein besonderes Angebot für wohnungslose Menschen, die die offiziellen Hilfsangebote nicht annehmen können, schaffen. Ab Mittwoch, 1. April, soll ein sogenannter "Gabenzaun" am Johanneskirchplatz hinter der Alten Johanneskirche stehen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Lichtblick, des betreuten Wohnens für wohnungslose und obdachlose Menschen, werden den Gabenzaun einmal mit Gabentüten bestücken. Die Tüten mit Gaben sollen helfen, obdachlosen und bedürftigen Menschen in der schwierigen Zeit von Corona zu unterstützen. Hilfsbereite Bürgerinnen und Bürger sollen sich beteiligen und das Projekt "Gabenzaun" unterstützen, um so Solidarität mit denen zeigen, die es im Moment besonders schwer haben.

Jutta Knisatschek, Geschäftsführerin Lichtblick, weist darauf hin, dass sich diese Aktion an obdachlose und bedürftige Menschen in Hanau richtet. Wer helfen möchte, sollte die Gaben (Obst, Süßwaren, Lebensmittel, Hygieneartikel, Bekleidung entsprechend der Jahreszeit) in Plastik verpacken und das Obst vorher waschen. "Denken Sie daran, dass gerade in Zeiten der Corona-Pandemie besonders auf Hygiene geachtet werden muss. Daher müssen die Tüten beschriftet sein, damit man sofort sieht, was darin ist und nicht alle Tüten aufgerissen und durchwühlt werden", ermahnt Knisatschek. Auch bittet sie Spendenwillige darum, den Gabenzaun nicht als "Abfallstelle" zu missbrauchen, also nicht einfach Dinge zu "entsorgen", sondern zu überlegen, was bedürftige Menschen brauchen könnten. Die Mitarbeitenden von Lichtblick hätten ein Auge darauf, dass die Umgebung nicht vermüllt und gegebenenfalls verdorbene Sachen entsorgt würden, erläutert Knisatschek.

Im Krisenstab der Stadt Hanau zeigte man sich von der Idee der Stiftung für den Gabenzaun sofort angetan: "Das ist eine schöne Idee, die wir von Seiten der Stadt natürlich gerne unterstützen wollen", so Oberbürgermeister Claus Kaminsky. Die Baugesellschaft stellte in Folge den gewünschten Zaun auf, und das Ordnungsamt der Stadt verzichtete auf eine Sondergenehmigung. Die Agentur Einzigkartig lieferte unentgeltlich den Entwurf und MC Druck kostenlos das Banner.

Drei weitere Todesfälle in Hessen

am 30 März 2020 21:04
Drei weitere Todesfälle in Hessen

In Hessen wurden am Montag drei weitere Todesfälle gemeldet, die Gesamtzahl stieg damit auf 14. Bestätigte Fälle wurden in Hessen 3.100 (plus 157) verzeichnet. Im Main-Kinzig-Kreis waren es laut Kreisgesundheitsamt, die Daten in der Tabelle des Hessischen Sozialministeriums hinken weiterhin hinterher.

COVID-19 Fallzahlen

am 30 März 2020 21:00
COVID-19 Fallzahlen

Bestätigte Fälle weltweit: 724.201 (Vergleich zum 29.3.2020 ein Plus von 57.990 Fällen)
Todesfälle weltweit: 34.026 (Vergleich zum 29.3.2020 ein Plus von 3.162 Fällen)
Bestätigte Fälle in Deutschland: 57.298 (Vergleich zum 29.3.2020 ein Plus von 4.751 Fällen)
Todesfälle in Deutschland:455 (Vergleich zum 29.3.2020 ein Plus von 66 Fällen)
Bestätigte Fälle in Hessen: 3.100 (Vergleich zum 29.3.2020 ein Plus von 157 Fällen)
Todesfälle in Hessen: 14 (Vergleich zum 29.3.2020 ein Plus von 3 Fällen)

Soforthilfeprogramm: Auch Vereine können profitieren

am 30 März 2020 20:53

Gemeinnützige Sportvereine, die einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb unterhalten, sind im vom Land Hessen aufgelegten Soforthilfeprogramm für Selbstständige, Freiberufler und kleine Betriebe antragsberechtigt. Darüber hat der Landessportbund Hessen e.V. (lsb h) am Montag informiert. „Unsere Forderung nach einem positiven Signal für den derzeit unfreiwillig ruhenden Sportbetrieb wurde damit zumindest teilweise erfüllt“, sagt lsb h-Präsident Dr. Rolf Müller in diesem Zusammenhang. Gleichzeitig betont er, dass es bei dem Programm in erster Linie um Wirtschaftsförderung gehe. „Daher profitieren ausschließlich Vereine, die unternehmerisch tätig sind und infolge der Corona-Pandemie in eine existenzbedrohende wirtschaftliche Lage geraten sind, die mit massiven Liquiditätsengpässen einhergeht.“ Wohlwissend, dass auch viele kleinere Vereine, die diese Voraussetzungen nicht erfüllen, mit den (finanziellen) Auswirkungen der Pandemie und des ruhenden Sportbetriebs zu kämpfen haben, kündigt Müller weitere Gespräche mit dem Hessischen Ministerium des Innern und für Sport an.

„Wie groß die finanziellen Einbußen für die rund 7.600 hessischen Sportvereine und die zahlreichen hessischen Sportverbände sein werden, lässt sich bislang schwer beziffern. Sicher ist: Es geht um einen Millionenbetrag. Separate Fördermöglichkeiten speziell für den Sport in Hessen sind aus meiner Sicht deshalb zwingend notwendig.“ Dies habe man gegenüber der Politik bereits deutlich gemacht und sei dabei durchaus auf Verständnis gestoßen. Vereine, die im Soforthilfeprogramm für Selbstständige, Freiberufler und kleine Betriebe antragsberechtigt sind, ruft der Landessportbund auf, zeitnah einen Antrag beim zuständigen Regierungspräsidium Kassel zu stellen. Dies ist seit Montag möglich. „Auch freiberufliche Trainer/innen und Übungsleiter/innen, die diese Tätigkeit als Haupterwerb betreiben und nun in ihrer Existenz bedroht sind, sollten schnell tätig werden“, rät Müller: „Wir werden sie brauchen, wenn der Sportbetrieb irgendwann wieder anlaufen kann.“

Mehr Informationen zum Soforthilfeprogramm gibt es auf Webseite des Hessischen Wirtschaftsministeriums: https://wirtschaft.hessen.de/wirtschaft/corona-info/soforthilfe-fuer-selbststaendige-freiberufler-und-kleine-betriebe

Stadt erlässt Schutzmasken-Gebot für Hanau

am 30 März 2020 18:00

Das Tragen schon einfacher Schutzmasken für Mund und Nase im öffentlichen Raum hilft, das Risiko einer Ansteckung mit dem Corona-Virus zu verringern. Darin sind sich alle Fachleute einig. Um die Verbreitung des Virus zu verlangsamen gilt weiterhin, soziale Kontakte zu vermeiden und dass die wichtigen Hygienemaßnahmen Händewaschen und Abstandhalten eingehalten werden. Jetzt bittet die Stadt Hanau zusätzlich ihre Bürgerinnen und Bürger, Schutzmasken zu tragen. Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) zu dem Gebot: "Wenn jeder eine Maske trägt, ist allen geholfen. Unser Gebot soll das Bewusstsein dafür schärfen, dass jeder von uns die Aufgabe hat, sich und andere zu schützen. Das macht die Ansteckung schwieriger und verlangsamt die Ausbreitung des Corona-Virus." Die Stadt Hanau arbeitet zurzeit an einer Nähanleitung, damit möglichst viele Hanauerinnen und Hanauer selbst Schutzmasken herstellen können. Viele Bürger nähen bereits selbst Masken.

OB Kaminsky freut sich über das Engagement: "Wir sind im Krisenmodus – da muss man pragmatisch sein." Bis spätestens Ende dieser Woche stellt der Hanauer Krisenstab eine eigene Nähanleitung für Atemschutzmasken zur Verfügung. Außerdem hilft er bei der Versorgung der Hanauer Hausärzte, Alten- und Pflegeheime, der mobilen Pflegedienste und Feuerwehren im Rahmen seiner Möglichkeiten. Kaminsky: "Unsere Maßnahmen entbinden den Bundesgesundheitsminister Spahn nicht von seiner Pflicht, die zugesagten Schutzmasken und Ausrüstungen zur Verfügung zu stellen." Neben dem Kauf von Atemschutzmasken und dem Selbstnähen, gibt es eine weitere Möglichkeit, die rar und teurer werdenden Masken zu bekommen: Ein Hanauer Nagelstudio hat dem Klinikum 2000 Mundschutzmasken gespendet. Zurzeit sind kosmetische Einrichtungen geschlossen. Volkmar Bölke, Geschäftsführer des Hanauer Klinikums: "Vielen Dank, darüber freuen wir uns sehr." Und weiter "Wir begrüßen außerordentlich, dass sich die Stadt Hanau so engagiert um Masken für ihre Bürgerinnen und Bürger kümmert."

Hanauer Wochenmarkt: Imbisswagen verboten

am 30 März 2020 18:00
Hanauer Wochenmarkt: Imbisswagen verboten

Das Coronavirus hält derzeit die Welt in Atem – auch die Bürgerinnen und Bürger in Hanau. Umso wichtiger sind Informationen zur Lage in der Stadt, Antworten auf vielfach gestellte Fragen und eine Übersicht der verschiedenen Hilfsangebote. Was sich in dieser Hinsicht in Hanau tut oder geplant ist, wird täglich aktualisiert.

Security sorgt auf Hanauer Wochenmarkt für Abstand

Bisher darf der Hanauer Wochenmarkt mittwochs und samstags unter strengen Auflagen zu Abstand und Hygiene weiter stattfinden, um die Nahversorgung mit Lebensmitteln sicherzustellen. Nachdem aber am vergangenen Wochenende an verschiedenen Stellen zu beobachten war, dass die Regeln zum Kontaktverbot nicht eingehalten wurden und sich Menschengruppen zusammenfanden, hat der Krisenstab entschieden, dass vom kommenden Mittwoch an keine zum sofortigen Verzehr zubereiteten Speisen mehr verkauft werden dürfen. "Die Beschicker bemühen sich nach besten Kräften darum, ihre Kunden an die Abstandsregeln zu erinnern. Sie trifft ausdrücklich keine Schuld an den Ansammlungen, die am Samstag zu sehen waren", bemerkt Oberbürgermeister Claus Kaminsky. Es habe an verschiedenen Stellen aber Gruppen gegeben, die gemeinsam gegessen hätten. Um dies aufzulösen, dürfen Imbisse und der Espresso-Stand nicht mehr am Marktbetrieb teilnehmen. Zusätzlich werden von Mittwoch an vier Security-Kräfte verschärfte Kontrollen durchführen und eingreifen, wenn sie Verstöße gegen die Auflagen feststellen. "Abstand zu halten und die Sozialkontakte auf ein Minimum zu reduzieren, ist das Gebot der Stunde", unterstreicht Oberbürgermeister Claus Kaminsky und ergänzt, dass, wenn die Auflagen weiterhin in großem Umfang missachtet würden, keine andere Möglichkeit bliebe, als den Wochenmarkt zu schließen. "Das wollen wir im Interesse all jener Menschen, die hier einkaufen und sich dabei an die Regeln halten, und auch im Interesse der Marktbeschicker unbedingt vermeiden."

Eisdielen dürfen nicht öffnen

Das sonnige Wetter am Wochenende ließ es offenkundig werden: Entgegen der Verfügung der Stadt Hanau hatten verschiedene Eisdielen geöffnet. Der Krisenstab weist deshalb noch einmal nachdrücklich darauf hin, dass dieses für Eisdielen seit dem 23. März verboten ist. Darüber hinaus müssen auch Bars, Clubs, Diskotheken, Schankwirtschaften, Kneipen und ähnliche Einrichtungen geschlossen bleiben, wenn der Schwerpunkt nicht auf dem Anbieten von Speisen liegt. Restaurants und Speisegaststätten dürfen nur noch Abholung oder Lieferung von Speisen anbieten. Im Wartebereich muss ein Abstand von 1,5 Meter gewährleistet werden. Zudem gelten strenge Hygienemaßnahmen, die ausgehängt werden müssen. Es gelten die aktuellen Verordnungen des Landes Hessen sowie die Allgemeinverfügungen der Stadt Hanau, die auf der städtischen Homepage www.corona.hanau.de nachzulesen sind.

Magistrat gratuliert per Telefon

Sie sind gern gesehene Gäste bei hohen Geburtstagen oder Ehejubiläen, wenn sie im Auftrag der Stadt Glückwünsche überbringen. Doch in Zeiten von Corona dürfen auch die ehrenamtlichen Stadträte keine Besuche machen. Damit diese Ehrentage aber vonseiten der Stadt nicht ganz untergehen, gratuliert der Magistrat ab sofort telefonisch. Abwechselnd übernehmen Claudia Borowski, Wulf Falkowski, Günther Jochem, Franz Ott, Heinz Münch und Wulf Hilbig diesen Ehrendienst, der – sofern es von den Jubilaren gewünscht - beim 90. Geburtstag, beim 95. Geburtstag und vom 100. Geburtstag an jedes Jahr sowie bei Ehejubiläen von der Goldenen Hochzeit an erwiesen wird.

Süße Grüße an den Krisenstab

Schokoriegel, selbst gebackene Kuchen, Gummibärchen – zahlreiche süße Grüße erreichten den Krisenstab der Stadt Hanau in den vergangenen Tagen in der Feuerwache. Gestern überbrachte die ehemalige Oberbürgermeisterin Margret Härtel einen Korb voller österlicher Leckereien. "Eine wunderbare Geste", freut sich der amtierende OB Claus Kaminsky. Er richtet seinen Dank auch an die Stadtverordnete Hildegard Geberth, Kreistagsmitglied Christel Hesse und ihre Tochter Simone sowie Ortsvorsteher Reiner Dunkel, die in den vergangenen Tagen ebenfalls für Nervennahrung gesorgt hatten. Der Stadtverordnete Robert Erkan lieferte ein großes "Vier gewinnt" – "ein bisschen Entspannung tut zwischendrin gut", so Kaminsky. Fedi Choukair und Daniel Matthieu versorgten den Stab sowie das Klinikum Hanau zudem mit "Smartsleep" – einem Nahrungsergänzungsmittel, das dabei helfen soll, kurze Nächte auszugleichen. "Auch aus dem Kreis der städtischen Kolleginnen und Kollegen wurden wir mit Naschereien versorgt", richtet der OB einen weiteren Dank an Diana Müller und Wolfgang Herget.

Montag: Elf neue Coronavirus-Fälle

am 30 März 2020 17:48
Montag: Elf neue Coronavirus-Fälle

Am vergangenen Wochenende konnte das Gesundheitsamt des Main-Kinzig-Kreises insgesamt weitere 16 am Coronavirus erkrankte Personen für gesund erklären. Insgesamt haben inzwischen 27 Personen die Infektion überstanden. Die Zahl der bestätigten Fälle stieg am Montag um weitere elf Patienten an, so dass die addierte Zahl jetzt bei 162 liegt. Die neuen Meldungen kommen aus Maintal, Nidderau, Gelnhausen, Linsengericht, Rodenbach, Bad Soden-Salmünster und Hanau (5). Die Zahl der aktuell noch als infiziert getesteten Personen liegt aktuell bei 135.

Offenbach: Zahl der positiv Getesteten steigt auf 26

am 30 März 2020 16:16

In Offenbach wurden inzwischen insgesamt 26 Menschen positiv auf Covid-19 getestet. Seit Sonntag sind zwei neue bestätigte Fälle hinzugekommen. Acht Personen werden derzeit im Krankenhaus behandelt. Bei sieben Erkrankten ist der Zustand stabil, bei einer 78-jährigen Person mit diversen Vorerkrankungen ist der Zustand kritisch. Zehn weitere Menschen befinden sich in häuslicher Quarantäne. Sieben Personen sind bereits genesen. In Offenbach gab es bisher einen Todesfall.

Stadtbücherei Nidderau bietet kostenlosen Zugang zu digitalen Medien

am 30 März 2020 16:10

Für die Corona-Schließzeit öffnet der OnleiheVerbundHessen sein Portal. Bibliotheken, Buchhandlungen, Kinos und Konzerthäuser sind zurzeit wegen der Ausbreitung des Corona-Virus geschlossen. Lesen, Zuhause Filme schauen oder Musik hören kann aber jeder gut für sich allein oder im engsten Familienkreis. Die Stadtbücherei Nidderau bietet hierfür über den OnleiheVerbundHessen Tausende von digitalen Romanen, Sachbüchern, Kinderbüchern, Hörbüchern und vieles mehr. Um das Angebot nutzen zu können, benötigte man bisher einen Bibliotheksausweis. Jetzt können sich alle Leserinnen und Leser mit Wohnsitz in Hessen anmelden und während der Schließzeit ihrer Bibliotheken digital lesen. Die hessenweite Lösung ist eine Besonderheit. Möglich wurde sie durch die Unterstützung der Hessischen Fachstelle für Öffentliche Bibliotheken. Das Angebot ist kostenlos und gilt bis zur Wiederöffnung der Stadtbücherei Nidderau, aktuell also bis zum 19.04.2020. Danach erlischt der Zugang automatisch, Folgekosten fallen nicht an. Interessierte können sich direkt beim OnleiheVerbundHessen registrieren: hessen.onleiheverbundhessen.de/ Weitere Informationen sind unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erhältlich.

Langenselbold: Stundung von Gewerbesteuer

am 30 März 2020 13:41

Durch den Corona-Virus ist eine nie da gewesene, bisher unbekannte Lage, eingetreten. Weitreichende Maßnahmenpakete wurden bereits durch Bund und Länder beschlossen. „In der aktuell für unsere Langenselbolder Betriebe und Unternehmen schwierigen Situation, braucht es möglichst unbürokratische Hilfestellungen, um dazu beizutragen, die wirtschaftlichen Auswirkungen für städtische Unternehmerinnen und Unternehmer abzufedern“, ist sich Erster Stadtrat und Kämmerer Timo Greuel sicher. Deshalb habe er unterstützende Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Liquidität der Unternehmen veranlasst. „Bei der Gewerbesteuer-Vorauszahlung ist die Stadt an die Bescheide des Finanzamts gebunden, daher bieten wir eine zinslose Stundung an.“, fügt der Greuel an. Der erforderliche Antrag könne direkt an die Stadtkasse gerichtet werden.

Das hierfür zur Verfügung stehende Formular steht auf der städtischen Homepage www.langenselbold.de zum Download bereit. Da die Bearbeitung dieser Anträge, auch vor dem Hintergrund der womöglich zu erwartenden Fülle von Stundungsanträgen, unter Umständen eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen wird, sieht die Stadtverwaltung bereits seit 10. März 2020 von Maßnahmen zur Realisierung Ihrer Forderungen ab. Sollten Steuernachzahlungen für vergangene Steuerfestsetzungsjahre fällig sein oder zukünftig fällig werden, können auch diese gestundet werden. Zinsen fallen auch hierfür vorerst keine an.

„Die zur Eindämmung des Corona-Virus absolut notwendigen und sinnvollen Maßnahmen bedeuten insbesondere für unmittelbar von der Krise betroffene, kleine und mittelständische Unternehmen in Langenselbold eine große Belastung und Herausforderung. Es muss darum gehen, die heimische Wirtschaft zu unterstützen und auf diese Weise mittelbar dazu beizutragen, Arbeitsplätze zu erhalten.“, begründet Greuel abschließend die städtische Maßnahme.

Corona: Weiterer Todesfall in Hessen

am 29 März 2020 19:50
Corona: Weiterer Todesfall in Hessen

Die Zahl der Corona-Todesfälle ist am Sonntag um eine Person auf elf gestiegen. Die Zahl der bestätigten Fälle stieg um 167 auf 2.943 an. Der vom Hessischen Sozialministerium in der Tabelle angegebene Wert für den Main-Kinzig-Kreis (119) stimmt weiterhin nicht, hier sind es inzwischen 151 laborbestätigte Infektionen.

24 Menschen in Offenbach positiv getestet

am 29 März 2020 17:48

In Offenbach wurden inzwischen insgesamt 24 Menschen positiv auf Covid-19 getestet. Seit Freitag sind fünf neue bestätigte Fälle hinzugekommen. Sieben Personen werden derzeit im Krankenhaus behandelt, ihr Zustand ist stabil. Neun weitere Personen befinden sich in häuslicher Quarantäne. Sieben Personen sind bereits genesen. In Offenbach gab es bisher einen Todesfall.

Ausdrücklicher Appell an Pflegeheime

am 29 März 2020 16:38
Ausdrücklicher Appell an Pflegeheime

Die Altenheime und Pflegeeinrichtungen gelten in Corona-Zeiten als umso schützenswerter, als es sich bei den Bewohnerinnen und Bewohnern praktisch durchweg um Menschen aus Risikogruppen handelt. „Das hohe Alter, die vielzähligen Vorerkrankungen bei den Menschen, all das fordert vom Personal, den Angehörigen wie auch von den Menschen in den Einrichtungen selbst höchste Sensibilität und Vorsicht ab“, erklärt Sozial- und Gesundheitsdezernentin Susanne Simmler (SPD). „Was für grundsätzlich alle Menschen in diesem Land gilt, gilt rund um die Pflegeeinrichtungen in noch mal strengerem Maße: Wir müssen die sozialen Kontakte reduzieren, alle Hygienestandards auf höchstem Level halten und die Gefahr einer Infektion mit allen Möglichkeiten, die wir haben, verhindern.“

Die Erste Kreisbeigeordnete hat in einem neuerlichen Schreiben an das Personal aller stationären und teilstätionären Einrichtungen am Donnerstag auf die veränderte Situation und erneut auf eine strikte Einhaltung bei den Besuchsbeschränkungen hingewiesen. Das sei notwendig, um die Menschen bestmöglich zu schützen, die ein ganz besonderes Risiko haben, „was unser aller oberstes Ziel derzeit ist“, so Simmler. „Meine Befürchtung ist, dass wir die besonders schweren Zeiten noch nicht hinter uns haben, sondern noch vor uns. Diese Zeit müssen wir bestmöglich nutzen, um uns vorzubereiten. Hierbei geht es um verlangsamen, verlangsamen, verlangsamen“, so Simmler zu den derzeitigen Vorbereitungen.

Jeder an seinem Platz und in Wahrnehmung seiner Verantwortung müsse jetzt vieles entscheiden, was vielleicht im Nachgang einmal von Bund oder Land kritisiert werde, führt Simmler weiter aus. Dabei sollen sich „aber bitte alle Verantwortlichen in den Pflegediensten, in den stationären Einrichtungen in den 29 Städten und Gemeinden immer von dem Schutz der Menschen leiten lassen“. Zudem habe Simmler als Gesundheitsdezernentin bereits vor einer Woche die Order ausgegeben, im Verwaltungsstab des Main-Kinzig-Kreises auch den Fall „Was wäre, wenn“ zu planen. Die Experten aus dem Gefahrenabwehrzentrum des Main-Kinzig-Kreises hätten sich daraufhin eine Strategie der Isolierung überlegt.

Diese Strategie beinhalte unter anderem auch, bei einem möglichen Eintrag des Coronavirus in eine stationäre Pflegeeinrichtung im Main-Kinzig-Kreis auf schnellstem Wege eine Isolierung der zu Pflegenden in einer derzeit freien Reha-Klinik im Main-Kinzig-Kreis vorzunehmen. „Ich danke ausdrücklich den Reha-Kliniken unserer Region, dass wir hier auf offene Ohren gestoßen sind. Es ist unsere Verantwortung, auch diese Szenarien zu planen und damit vorbereitet zu sein für einen Fall, der hoffentlich nicht eintreten wird“, macht Simmler deutlich. Daher begrüße sie auch, dass einige Städte und Gemeinden in einen engen Austausch mit den Einrichtungen getreten seien. Dies führe im Ernstfall dazu, dank der Vernetzung wertvolle Zeit zu gewinnen. Die Hinweise zum Schutz der Einrichtungen vor einem Coronavirus-Fall und einer möglichen Verbreitung gehen seit dieser Woche auch noch einmal gezielt an die Bewohnerinnen und Bewohner. „Wir sind hier natürlich auf die Mitarbeit der Seniorinnen und Senioren angewiesen, einerseits. Ich appelliere aber auch an die Angehörigen, mit Verständnis und Bekräftigung unserer Maßnahmen in unser aller Sinne auf die Bewohnerinnen und Bewohner einzuwirken, dass sie sich selber auch komplett an diese notwendigen Regeln halten“, ergänzte Simmler.

Susanne Simmler verband ihr Schreiben an die Alten- und Pflegeeinrichtungen mit einem ausdrücklichen Dank ans Personal. Es gebe derzeit „systemwichtige“ Bereiche in der Gesellschaft, „die jetzt unter Volllast fahren, Bereiche, die für das Fortbestehen unserer Gesellschaft, die für die Gesundheits- und Daseinsfürsorge unverzichtbar sind, Bereiche, die in der Zwischenmenschlichkeit und der Sorgekultur eben keine Distanz wahren können und wollen, die anpacken, um anderen Menschen zu helfen“. Dafür bedanke sie sich bei all jenen, die in diesen Bereichen arbeiteten und für das Wohl anderer einträten, nun auch unter verschärften Sicherheitsbedingungen: „Ich danke Ihnen dafür, dass Sie gerade auch jetzt Ihre Abläufe, Vorkehrungen und auch Ihr Engagement noch einmal ausbauen“, heißt es in dem Schreiben an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der stationären und ambulanten Pflege im gesamten Main-Kinzig Kreis. „Es muss uns gelingen, die Versorgung aufrechtzuhalten. Deswegen werden wir uns ab der kommenden Woche auch – genau wie wir das bei den Ärztinnen und Ärzten tun – einen Überblick verschaffen über die Versorgungssituation mit Schutzmaterialien“, kündigte sie für den Main-Kinzig-Kreis an. Der Kreis fordere weiterhin von Land und Bund, für Versorgungssicherheit zu sorgen, aber die Region könne „auch auf die Hilfe des Main-Kinzig-Kreises bauen“: „Wir tun das, was notwendig und uns möglich ist. Das gilt für die ambulanten medizinischen Strukturen genau wie für die ambulanten und stationären Strukturen in der Pflege“, so Simmler abschließend. 

Foto: Das „Leben mit anderen“, von dem hier auf einem Flur einer APZ-Einrichtung in Rodenbach die Rede ist, beinhaltet derzeit auch höchste Sicherheitsvorkehrungen für Bewohner und Pflegepersonal.

Infektionsschutz: Unternehmen zur Mithilfe aufgerufen

am 29 März 2020 16:37
Infektionsschutz: Unternehmen zur Mithilfe aufgerufen

Um den Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus unvermindert fortsetzen zu können, wird der Main-Kinzig-Kreis sich in eigener Verantwortung weiter für die Bereitstellung von Schutzausrüstung und Desinfektionsmittel einsetzen. Als weiteren Schritt hat Landrat Thorsten Stolz (SPD) jetzt gemeinsam mit der Gesundheitsdezernentin Susanne Simmler (SPD) und dem Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann (CDU) die heimischen Unternehmen zur Mitwirkung aufgerufen. In einem Schreiben über die Industrie- und Handelskammer Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern sowie die beiden Kreishandwerkerschaften Hanau und Gelnhausen/Schlüchtern werden die Unternehmen aus dem Main-Kinzig-Kreis gebeten, die Bestände an Infektionsschutzmaterial, die dort nicht dringend benötigt werden, dem Gefahrenabwehrzentrum zur Weiterleitung anzubieten. „Nach unserer Einschätzung könnten wir damit den vorhandenen Versorgungsengpass wirkungsvoll überbrücken und Arztpraxen, Krankenhäuser, Rettungsdienst und Pflegeeinrichtungen zwischen Maintal und Sinntal ausstatten“, erläutert die Kreisspitze.

An Wochenende wurden über das Gefahrenabwehrzentrum mit Unterstützung der Städte und Gemeinden sowie der Freiwilligen Feuerwehren vor Ort bereits aus eigenen Reservebeständen des Main-Kinzig-Kreises zahlreiche niedergelassene Ärzte im Kreisgebiet mit Nachschub versorgt. „Mehr als 200 Pakete mit insgesamt circa 21.000 Schutzmasken und etwa 12.000 Overalls wurden ausgegeben, um hier die Arbeit sicherzustellen“, berichtet Kreisbrandinspektor Markus Busanni am Sonntag in der Sitzung des Verwaltungsstabes. In den kommenden Tagen erwartet der Main-Kinzig-Kreis dann auch den bereits vor Tagen bestellten Nachschub, um die Verteilung auch langfristig sicherzustellen. „Wir schöpfen hier derzeit alle Möglichkeiten aus, um die Arztpraxen, die Kliniken und auch die Altenpflegeheime mit den unverzichtbaren Schutzausrüstungen versorgen zu können“, berichtete Landrat Thorsten Stolz über die intensiven Anstrengungen, auf unterschiedlichen Wegen an die Schutzausrüstungen zu gelangen.

Mit der erhofften Beteiligung der heimischen Unternehmen und Betriebe werde nun eine weitere Option ins Spiel gebracht. „Wir setzen auch hier auf kurze Wege und eine direkte Verteilung an die Stellen, wo ein kurzfristiger Engpass droht. Was die Unternehmen aus dem Main-Kinzig-Kreis zur Verfügung stellen, kommt auch eins zu eins vor Ort an“, erläutert der Landrat. Dazu wurden in den vergangenen Tagen eine logistische Infrastruktur sowie ein gut funktionierendes Kommunikationsnetz auch zu den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern aufgebaut.

Landrat Thorsten Stolz, Gesundheitsdezernentin Susanne Simmler und Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann richten ihren Dank an die IHK Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern sowie die beiden Kreishandwerkerschaften Hanau und Gelnhausen/Schlüchtern, die über ihre Kanäle die wichtige Botschaft an die Unternehmen und Betriebe weiterleiten. Benötigt werden unter anderem Atemschutzmasken der Klasse FFP2 und FFP3, chirurgischer Mundnasenschutz sowie weitere persönliche Schutzausrüstung wie Schutzbrillen, Vollgesichtsmasken, Schutzkittel, Ganzkörperschutzanzüge und Einmalhandschuhe. Die jeweiligen Meldungen sind per Mail zu richten an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Sonntag: Drei neue Coronavirus-Fälle

am 29 März 2020 16:36
Sonntag: Drei neue Coronavirus-Fälle

Die Zahl der laborbestätigten Fälle von Coronavirus im Main-Kinzig-Kreis ist am Sonntag um drei Personen gestiegen. Diese kommen aus Niederdorfelden, Hanau und Gelnhausen. Die Gesamtzahl der positiv getesteten Personen im Main-Kinzig-Kreis stieg damit auf aktuell 151. Die Zahl der als genesen beurteilten Fälle bleibt zunächst unverändert bei 11. Die Zahl der stationär behandelten Corona-Patienten wird jetzt mit 17 angegeben, davon liegen jeweils drei Personen auf Intensivstationen in den Main-Kinzig-Kliniken in Gelnhausen sowie im Klinikum Hanau.

Inzwischen zehn Corona-Tote in Hessen

am 28 März 2020 21:44
Inzwischen zehn Corona-Tote in Hessen

Es wurden, Stand 28. März 2020, 14:00 Uhr, in Hessen insgesamt 2.776 SARS-CoV-2-Fälle bestätigt. Im Main-Kinzig-Kreis sind es nicht, wie in der Liste aus dem Hessischen Sozialministerium aufgeführt 113 Fälle, sondern bereits 148 Infektionen. Die Anzahl der Todesfälle in Hessen ist auf 10 gestiegen.

Naturfreunde bieten Kuchen "TO GO" an

am 28 März 2020 21:26

Ab dem 5. April bieten die Naturfreunde Hanau-Rodenbach immer sonntags von 14:00 -16:00 Uhr am Naturfreundehaus in Oberrodenbach frischen Bienenstich und Streuselkuchen im Straßenverkauf an. Dies geschieht natürlich unter Einhaltung der vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen in Sachen Corona.

Samstag: 22 neue Coronavirus-Fälle

am 28 März 2020 16:51
Samstag: 22 neue Coronavirus-Fälle

Im Main-Kinzig-Kreis gibt es 22 weitere Coronavirus-Fälle, die das Gesundheitsamt am Samstag gemeldet hat. Die Gesamtzahl der laborbestätigten Fälle stieg damit auf aktuell 148*, 11 davon hat das Gesundheitsamt bereits wieder als genesen in den normalen Alltag entlassen. Die neuen Meldungen kommen aus Hanau (7), Jossgrund, Maintal, Rodenbach (je 2), Bad Soden-Salmünster, Brachttal, Gelnhausen, Linsengericht, Nidderau, Schlüchtern, Schöneck, Sinntal und Wächtersbach.

Landrat Thorsten Stolz (SPD) hat eine positive Zwischenbilanz der Kreisinitiative gezogen, mit der über das Wochenende eine Reihe von niedergelassenen Ärzten im Kreisgebiet mit Schutzausrüstung versorgt werden. „Wir haben bis Samstagmorgen schon einen Großteil der Lieferungen an die Städte und Gemeinden verteilt, darunter an die größten Städte Hanau und Maintal. Es ist stark und wichtig, dass die örtlichen Krisenstäbe die Aktion mit unterstützen und das Material weiterleiten und pünktlich dorthin bringen, wo es gebraucht wird. Alle Arztpraxen können also kommende Woche aufmachen und mit notwendigen Schutztextilien arbeiten“, sagte der Landrat.

Der Verwaltungsstab des Main-Kinzig-Kreises unter der Federführung der Kreisspitze erstellt zur Versorgungslage der Arztpraxen regelmäßig ein eigenes Lagebild. Daraus ergab sich aus Sicht des Kreises zuletzt ein immer drängenderer Handlungsbedarf, was die Versorgung mit Schutzmaterial anbetrifft. Versuche der Kreisspitze, über die politische Ebene die Beschaffung zu beschleunigen, blieben bisher erfolglos.

Eine große Zahl an Arztpraxen verfügt nach diesem Lagebild zwar noch über genügend Ausrüstung, bei einem anderen Teil wurde das Material jedoch äußerst knapp. „Bei mindestens 180 niedergelassenen Ärzten drohten schon in wenigen Tagen Schließungen, da wollten wir nicht sehenden Auges drauf zusteuern. Daher lassen wir genau diesen Praxen über das Wochenende gezielt und schnell Schutzmaterial zukommen“, so Thorsten Stolz am Samstag. Mit den Lieferungen von Kreis-Seite seien Praxis-Schließungen kurzfristig abgewendet worden, „aber klar ist auch, dass der Nachschub über die offiziellen Versorgungslinien schnell wieder laufen muss“.

Einen Dank richtete Landrat Thorsten Stolz an alle Beteiligten dieser Initiative. Bis in die Nacht hinein seien am Freitag die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gefahrenabwehrzentrums im Kreisgebiet unterwegs gewesen. Für die weitere Verteilung dankte Stolz ebenso den Rathauschefs und Mitgliedern der örtlichen Krisenstäbe.

*Hinweis: Die Gesamtzahl der Coronavirus-Erkrankungen umfasst alle laborbestätigten Fälle von Menschen aus dem Main-Kinzig-Kreis seit Beginn der Verbreitung. Gelegentlich muss die Statistik angepasst werden, etwa bei zunächst nicht eindeutigen Adressmeldungen aus den Laboren oder einer erst nachträglichen Aufklärung über den Erstwohnsitz durch die Patienten. Die Fälle werden somit bundesweit einheitlich nur einmal gezählt. Heute wurde ein Fall aus Bad Soden-Salmünster abgezogen.

122 Covid-19 Patienten in Hessen auf Intensivstation

am 27 März 2020 20:43
122 Covid-19 Patienten in Hessen auf Intensivstation

Derzeit müssen zwölf Covid-19-Patientinnen und -Patienten aus dem Main-Kinzig-Kreis stationär behandelt werden. Das Hessische Sozialministerium hat jetzt auch Zahlen für das ganze Bundesland bekannt gegeben. Demnach befinden sich derzeit (Stand: 26.03.2020) 527 Covid-19 Patientinnen und Patienten in stationärer Behandlung, davon 405 Patientinnen und Patienten in Normalpflegebetten, 88 Patientinnen und Patienten in Intensivbetten und beatmet sowie 34 Patientinnen und Patienten in Intensivbetten und nicht beatmet.

COVID-19 Fallzahlen:
Bestätigte Fälle weltweit: 537.808 (Vergleich zum 26.3.2020 ein Plus von 63.604 Fällen)
Todesfälle weltweit: 24.127 (Vergleich zum 26.3.2020 ein Plus von 2.774 Fällen)
Bestätigte Fälle in Deutschland: 42.288 (Vergleich zum 26.3.2020 ein Plus von 5.780 Fällen)
Todesfälle in Deutschland: 253 (Vergleich zum 26.3.2020 ein Plus von 55 Fällen)
Bestätigte Fälle in Hessen: 2.392 (Vergleich zum 26.3.2020 ein Plus von 222 Fällen)
Todesfälle in Hessen: 7 (Vergleich zum 26.3.2020 ein Plus von 1 Fällen)

Bei den vom Sozialministerium übermittelten Fallzahlen für Hessen (siehe Tabelle) stimmt die übermittelte Zahl aus dem Main-Kinzig-Kreis weiterhin nicht, laut Kreisgesundheitsamt sind es 127 Infektionen.

"Finanzhilfen müssen jetzt direkt bei Unternehmen ankommen"

am 27 März 2020 20:19
"Finanzhilfen müssen jetzt direkt bei Unternehmen ankommen"

"Die versprochenen Rettungsschirme und Finanzhilfen von Bund und Land sind gut und wichtig. Damit sie auch bei unseren heimischen Wirtschaftsteilnehmern ankommen, helfen wir jetzt hier direkt. Dass ein Hanauer im Bürokratie-Dschungel verlorengeht, lassen wir nicht zu. Es gibt viele Fragen – wir geben Antworten", sagt Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD). Ab sofort können sich Unternehmerinnen und Unternehmer, Einzelhändler, Gastronomen, Selbstständige und Klein-Unternehmer aus Hanau an die E-Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! wenden. Dort schreiben sie kurz ihr Anliegen und ihre Telefonnummer auf und werden innerhalb eines Tages von einer Mitarbeiterin oder einem Mitarbeiter der Stadt Hanau zurückgerufen, der sie individuell, persönlich, konkret und kostenfrei berät. Falls erforderlich wird in diesem Erstgespräch ein weiterer, fester Telefontermin mit einem Experten vermittelt. Die Stadt Hanau arbeitet mit der NH-ProjektStadt, der Industrie und Handelskammer Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern, der Kreishandwerkerschaft Hanau und Juristen zusammen. Die Themenpalette reicht von Kurzarbeitergeld bis Fördermöglichkeiten, Zusammenspiel von KfW zu Hausbank, Sparkasse oder Volksbank, und andersherum, Bürgschaften, Kapital für Kleinunternehmen, Fragen bei der Insolvenzveranlagung.

Die Corona-Krise trifft die lokalen Unternehmen besonders hart. Am 19. Februar hatte der rassistische Anschlag Hanau getroffen, direkt nach der zentralen Trauerfeier am 4. März verschärfte sich die Corona-Epidemie. Waren nach dem Anschlag Faschingsveranstaltungen und viele weitere Feiern abgesagt worden, schloss die Stadt zum Schutz ihrer Bürgerinnen und Bürger frühzeitig öffentliche Einrichtungen. Oberbürgermeister Claus Kaminsky: "Hanau ist nun in der fünften Woche in Folge im Ausnahmezustand. Unsere Unternehmen und Selbstständigen sowie die vielen Inhaber-geführten Geschäfte trifft es gerade besonders hart: Dicke Finanzpolster sind bei den Buchhändlern, Optikern, Restaurant- und Kneipenbesitzern sowie Mode-Händlern und Selbstständigen nicht vorhanden – aber die beispielhaft genannten und viele weitere mehr machen unsere Brüder-Grimm-Stadt doch so lebens- und liebenswert. Die Betroffenen bieten nicht nur Waren und Dienstleistungen an, sondern sind uns auch wertvolle Arbeitgeber. Damit es auch nach Corona heißt: Ich lebe gerne in Hanau, ich kann hier gut arbeiten und einkaufen."

Netzwerkangebot in Hasselroth

am 27 März 2020 19:57

Das Netzwerkangebot in Hasselroth, bei dem sich Bürger registrieren lassen können, die Hilfe brauchen oder geben möchten, findet guten Anklang.

Folgende Unterstützungen können in Anspruch genommen werden:
- Einkaufsdienst
- Ausführen von Hunden.
- Botendienste
- Zwischenmenschliche Telefongespräche
- Gartenarbeiten

Aktuell gibt es ein Besuchsverbot in den Krankenhäusern. Deshalb hat den Krisenstab das Angebot einer Mitarbeiterin des Klinikums Hanau erreicht, Gepäck oder sonstiges mit ins Klinikum zu nehmen. Darüber hinaus haben sich Hasselrother am neuen Netzwerk „Wir für Ressourcen im MKK“ beteiligt – Unter dem Motto: „Wir machen Mut, stärken unsere Wohlbefinden und hören auch einfach nur zu & vieles mehr“. Detailinformationen auf Facebook: Wir-für-Ressourcen oder am Bürgertelefon.

"Die helfenden Personen sind bei uns persönlich bekannt, weshalb wir Ihnen diese mit gutem Gewissen „vermitteln“ können. Möchten Sie eine der freiwilligen Leistungen in Anspruch nehmen, so wenden Sie sich bitte an das Bürgertelefon unter 06055/ 880662", so der Krisenstab.

Hilfenetzwerk für Linsengericht

am 27 März 2020 19:28

Für alle Linsengerichter Bürger, die aufgrund der Corona-Krise Hilfe im Alltag benötigen haben sich die örtlichen Kirchengemeinden und die politische Gemeinde zusammen geschlossen um ein gemeinsames Hilfenetzwerk für Linsengericht aufzubauen. Ehrenamtliche Helfer erledigen hier für bedürftige Bürger, welche aufgrund von Alter, Vorerkrankungen oder sonstigen gesundheitlichen Einschränkungen zum Risikopersonenkreis für Corona-Infektionen zählen, wichtige Einkaufs- oder Erledigungsfahrten in und um Linsengericht. Durch diese Maßnahme soll die Gefährdung einer Infektion für den Risikopersonenkreis weiter eingedämmt werden. Die Helfer können sich ausweisen und die Übergabe der Waren erfolgt möglichst kontaktlos. Die Helfer werden vorab über die Infektionsrisiken und die erforderlichen persönlichen Schutzmaßnahmen informiert und können somit ihre Hilfeleistung ohne unnötige Eigengefährdung ausüben. Durch die Organisationsstruktur sind die Helfer auch durch die Unfallkasse Hessen abgesichert. Hilfesuchende sowie freiwillige Helfer können sich unter der zentralen Telefon-Nummer 06051 709 -171 oder der E-Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! melden. Bürgermeister Albert Ungermann freut sich, dass die gegenseitige Unterstützung so unkompliziert möglich ist und dankt allen Helfern, die sich schon gemeldet haben und die sich noch melden werden.

Freitag gesamt: 21 neue Coronavirus-Fälle

am 27 März 2020 19:23
Freitag gesamt: 21 neue Coronavirus-Fälle

Das Gesundheitsamt hat am Freitag 21 neue Fälle von Covid-19 gemeldet. Die betroffenen Personen leben in Rodenbach (4), Linsengericht (3), Gelnhausen, Hanau, Hasselroth, Nidderau, Schlüchtern (je 2), Bad Soden-Salmünster, Großkrotzenburg, Jossgrund und Maintal. Damit stieg die Gesamtzahl der laborbestätigten Coronavirus-Erkrankungen auf 127. Derzeit müssen zwölf Covid-19-Patientinnen und -Patienten aus dem Kreisgebiet stationär behandelt werden. Derweil hat das Gesundheitsamt nun insgesamt zehn dieser 127 Erkrankten wieder aus der häuslichen Isolierung entlassen. Der Main-Kinzig-Kreis lässt seine niedergelassenen Ärzte nicht im Stich: Nachdem die dringenden Appelle des Kreises in Richtung des Bundesgesundheitsministers, in Richtung der Landesregierung und auch bei der Kassenärztlichen Vereinigung folgenlos geblieben sind, hat die Kreisspitze nun einen eigenen Reservebestand an Schutzausrüstung für die heimischen Praxen mobilisiert und stellt ihn übers Wochenende jenen 180 niedergelassenen Ärzten zur Verfügung, die ansonsten in den kommenden Tagen ihren Betrieb eingestellt hätten.

„Es kann nicht sein, dass die Bürgerinnen und Bürger nicht mehr zu ihrem Arzt gehen können, nur weil der Mediziner keinen Materialnachschub für seine Arbeit erhält, nicht in diesen Zeiten, nicht im Main-Kinzig-Kreis. Wir haben uns deshalb dazu entschlossen, Reservebestände des Main-Kinzig-Kreises in Teilen an die Arztpraxen weiterzugeben, die einen größeren Bedarf gemeldet hatten“, begründen Landrat Thorsten Stolz, Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler und Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann die pragmatische Lösung: Über das Gefahrenabwehrzentrum des Main-Kinzig-Kreises wurden in den vergangenen Tagen verschiedene Lager und Quellen angezapft, um nun einen größeren Vorrat an Mundschutz, Handschuhe und Kittel für die weitere Funktionsfähigkeit des medizinischen Betriebs vorhalten zu können.

Durch den regelmäßigen Austausch mit den heimischen Arztpraxen wisse man, dass das Thema Schutzausrüstung schon seit Tagen immer drängender werde, erklärte Landrat Thorsten Stolz. „Einige Ärztinnen und Ärzte standen nun unmittelbar davor, ihre Praxen dichtzumachen bis sie neues Schutzmaterial für sich und ihre Angestellten bekommen hätten. Es war Zeit, schnell und unkonventionell zu helfen, um die Einsatzfähigkeit sicherzustellen“, so der Landrat. „Unsere Aktion dient jetzt auch nicht dazu, dass sich die eigentlich verantwortlichen Stellen zurücklehnen. Im Gegenteil, wir überbrücken jetzt mit unserer Lieferung für eine kurze Zeit dort, wo die Bedarfe am dringendsten sind. Kurzfristig muss das Bundesgesundheitsministerium endlich seinen Ankündigungen Taten folgen lassen, die niedergelassenen Ärzte mit ausreichend Nachschub zu versorgen.“ Die Verteilung vor Ort koordinieren die Städte und Gemeinden übers Wochenende. Der Main-Kinzig-Kreis hat am Freitagmittag damit begonnen, die Pakete für rund 180 niedergelassene Ärzte im gesamten Kreisgebiet auszuliefern, versehen mit den entsprechenden Adressen der Arztpraxen zur unverzüglichen Weitergabe über die Kommunen. 

Eisdielen bleiben geschlossen: Am Donnerstagabend sorgte eine Mitteilung des Landes Hessen für Verunsicherung, wonach Eisdielen doch wieder hätten öffnen können. Hintergrund war eine aus Sicht von Landrat Thorsten Stolz „recht eigenwillige Interpretation von klassischem Eisdielen-Betrieb“: Analog zu Speisegaststätten sollte der Verkauf der kalten Süßspeise über die Theke als Verkauf von Essen zum Mitnehmen ausgelegt werden – und wäre damit erlaubt. „Das hätte bei diesem Wetter zu einem riesigen Andrang und zu den erwartbaren Warteschlangen geführt. Nicht, dass ich jemandem das leckere Eis nicht gönne. Aber wenn das Land Hessen das zum jetzigen Zeitpunkt erlaubt hätte, hätten wir uns alle unsere Empfehlungen zum Abstandhalten und zur Vermeidung sozialer Kontakte schenken können“, so Thorsten Stolz. Der Main-Kinzig-Kreis hatte bereits am Freitag klargestellt, dass der klassische Eisverkauf der Eisdielen, auch über die Theke, weiterhin untersagt bleibt. Kurz darauf revidierte auch das Land Hessen seine Einschätzung dazu.

Zehn Coronavirus-Fälle haben Erkrankung überstanden

am 27 März 2020 16:16

"Von den mittlerweile über 120 Coronavirus-Erkrankungen bei Menschen aus dem Main-Kinzig-Kreis können die nächsten zehn abgezogen werden", heißt es in einer Pressemitteilung der Kreispressestelle. Das Gesundheitsamt habe für sie die häusliche Isolierung aufgehoben. Nach der Hanauerin, dem ersten laborbestätigten Fall von Anfang März, sind nun zehn weitere aus Rodenbach (6), Freigericht (2), Bad Soden-Salmünster und Nidderau wieder in den Alltag entlassen worden. Allen am Coronavirus Erkrankten habe der Main-Kinzig-Kreis vorsorglich häusliche Isolierung angeordnet, sofern sie nicht aufgrund ihres Gesundheitszustandes in ein Krankenhaus eingewiesen werden mussten. Auch für die Kontaktpersonen hätten die entsprechenden strengen Vorkehrungen gegelten.

"Für die tatsächlich Infizierten müssen die Erkältungssymptome über einen längeren Zeitraum komplett abgeklungen sein und das Gesundheitsamt muss eine fachliche Einschätzung abgegeben haben, bevor sie wieder all ihren normalen Tätigkeiten uneingeschränkt nachgehen können. Wer von den Kontaktpersonen keinerlei Erkältungssymptome entwickelt hatte, durfte nach Ablauf der 14 Tage nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt die Absonderung ebenfalls beenden. Dieses Verfahren basiert auf den bundesweit angewandten „Kriterien zur Entlassung aus der häuslichen Isolierung“, wie sie vom Robert-Koch-Institut und der Arbeitsgemeinschaft der Obersten Landesgesundheitsbehörden für die Corona-Pandemie festgelegt wurden. Eine Ansteckungsgefahr geht von den weiteren zehn Genesenen nicht mehr aus", so die Kreispressestelle.

Offenbach: Zwei neue bestätigte Infektionen

am 27 März 2020 15:56

In Offenbach wurden inzwischen insgesamt 19 Menschen positiv auf Covid-19 getestet. Seit Donnerstag sind zwei neue bestätigte Fälle hinzugekommen. Vier Personen werden derzeit im Krankenhaus behandelt, ihr Zustand ist stabil. Elf weitere Personen befinden sich in häuslicher Quarantäne. Drei Personen sind bereits genesen. In Offenbach gab es bisher einen Todesfall.



ivw logo

Online Banner 300x250px MoPo 2

AnzeigeHarth und Schneider 250 x 300px

Anzeige

werbung1 100Euro

vogler banner