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So ist am Pfarramt Petrus ein fließender Übergang möglich. Sieht doch der bisher dort amtierende Geistliche Steffen Held neuen Aufgaben entgegen, nachdem er im frisch fusionierten Evangelischen Dekanat Dreieich-Rodgau zum Dekan gewählt wurde. Stefanie Keller ist in der Region bestens vernetzt, beruflich wie privat. Im östlichen Kreis Offenbach ist sie seit ihrer Kindheit verwurzelt, den Westkreis erschloss sie sich über ihr Hobby Square Dance: Bis vor kurzem fungierte sie bei den Langener „Twirling Bats“ als „Callerin“. Augenzwinkernd bezeichnet sie sich selbst als „gelebte Dekanatsfusion“. Schon als Jugendliche engagierte sie sich in der evangelischen Petrusgemeinde in Urberach. Seit 2019 ist sie Pfarrerin am Langener Pfarramt Petrus. Zeitgleich übernahm sie die Vakanzvertretung in der Evangelisch-Reformierten Gemeinde Am Marktplatz in Neu-Isenburg. Dafür ist nun Pfarrerin Dorothea Ernst zuständig.

Ihre ersten Lebensjahre verbrachte Keller in der Lüneburger Heide. Als sie sieben war, zog die Familie nach Rödermark-Urberach. Dort ist nicht nur ihre Mutter Erika Neudert als Kirchenvorstandsvorsitzende in der evangelischen Petrusgemeinde aktiv, auch sie selbst engagierte sich früh in der Jugendarbeit. Nicht verwunderlich, dass ihr der ehemalige Gemeindepfarrer Frithjof Decker schon bald auf den Kopf zusagte, „du wirst ‘mal was im kirchlichen Bereich machen!“ Doch zunächst sah es gar nicht danach aus: Nach dem Abitur machte sie eine Ausbildung zur Hotelfachfrau. Anschließend war sie in leitender Position am Empfang tätig – erst im Hotel, später in verschiedenen Unternehmen. Dann nutzte sie eine Babypause, um sich über ihre Studienpläne klar zu werden. Den Ausschlag gab der Kontakt zum Pfarrerehepaar Mattes: „Als Oliver und Sonja Mattes nach Urberach kamen, änderte sich für mich grundlegend das Image des Pfarrerseins“, erinnert sie sich. „Seither kann ich mich mit diesem Berufsbild identifizieren.“

Nach dem Theologiestudium in Frankfurt absolvierte sie ihr Vikariat in der Jügesheimer Emmausgemeinde bei Pfarrer Axel Mittelstädt. Es folgte ein Spezialpraktikum am Frankfurter Zentrum Oekumene der EKHN. Im Referat von Joachim Bundschuh erstellte sie eine Dokumentation über internationale Gemeinden in der Propstei Starkenburg. Die evangelischen Gemeinden im Dekanat Dreieich-Rodgau können als Teil dieses kirchlichen Verwaltungsbereichs von ihren Recherchen profitieren: „Ich interessiere mich für verschiedene Gottesdienstformen, und mir ist aufgefallen, dass insbesondere afrikanische Protestanten hier bei uns nach passenden Möglichkeiten suchen, Gottesdienst zu feiern“, erklärt Keller. Daher hält sie es für gut, „eine Willkommenskultur zu entwickeln, um diesen Menschen eine Orientierung zu bieten.“ Gemeinsam mit Christiane Musch gehört sie dem Ausbildungsteam für den „Interkulturellen Lektor*innenkurs“ am Zentrum Oekumene an. Dieses Projekt ermögliche es, „Mitglieder internationaler Gemeinden gottesdienstlich mit liturgischer Verantwortung einzubinden.“

Mit Amtsantritt zog die Theologin 2019 mit ihrem Sohn Julian nach Langen. „Seither hat sich Stefanie Keller, wenn auch nur mit halber Stelle, so doch mit voller Kraft für die Gemeinde eingesetzt“, meint Steffen Held. „Sie hat bereits gezeigt, was sie kann, wie verlässlich sie ist, und hat mit ihren kreativen Einfällen viele Menschen begeistern können“, lobt der langjährige Petrus-Pfarrer. So ist die engagierte Seelsorgerin vielen als Absenderin der „Langener Impulse“ bekannt. Der tägliche Denkanstoß, den Interessierte während der Corona-Pandemie per E-Mail, Facebook oder Instagram zuverlässig erhielten, geht auf ihre Initiative zurück. Held betrachtet die Kollegin als echte Bereicherung für das Langener Pfarrteam. „Nicht nur als Seelsorgerin, auch im Bereich von Festen und gutem Essen kennt sie sich durch ihre berufliche Laufbahn aus“, weiß er. „Das passt super hierher, denn in Langen wird auch in der Kirche gerne gefeiert, und das Pflegen der Beziehungen und der Erhalt der Gemeinschaft sind uns wichtig“, betont der langjährige Kirchenvorstandsvorsitzende.

Keller genießt die enge Abstimmung mit den Kolleginnen und Kollegen in dieser großen Kirchengemeinde – sei es zur Gottesdienstvorbereitung oder in der Konfirmandenarbeit. „Ich finde es gut, dass wir hier Schwerpunkte setzen und Aufgaben verteilen“, sagt sie. Die Übergangszeit bis zu Helds Einführung als Dekan nutzt sie, um sukzessive in seine Arbeitsbereiche hineinzuwachsen. Dazu gehört auch die Arbeit als neue Vorsitzende der Gemeinde, zu der sie der Kirchenvorstand auf seiner jüngsten Sitzung gewählt hat. Daneben herrscht nach wie vor kein Mangel an guten Ideen. So plant sie, ihren Einsatz in der Albrecht-Tuckermann-Wohnanlage zu intensivieren. Zusammen mit Pfarrer Michael Holst will sie den ökumenischen Austausch auch mit den freien evangelischen Gemeinden ausbauen. Ihr besonderes Augenmerk gilt „denen, die immer vergessen werden, also der Altersgruppe, die sich zwischen Kindern oder Jugendlichen und Senioren bewegt“. Demnach darf sich die Gruppe der 20- bis 50-Jährigen künftig auf kirchliche Aktivitäten freuen, die passgenau auf sie zugeschnitten sind.

Das Evangelische Dekanat Dreieich-Rodgau
Das Evangelische Dekanat Dreieich-Rodgau umfasst 28 Kirchengemeinden mit rund 50 Pfarrerinnen und Pfarrern und 17 Mitarbeitenden im Gemeindepädagogischen Dienst für 70.000 evangelische Kirchenmitglieder im Kreis Offenbach und den Hanauer Stadtteilen Klein-Auheim und Steinheim. Es erstreckt sich von der A5 und dem Frankfurter Flughafen im Westen bis zur Mainlinie im Norden und Osten. Das Dekanat Dreieich-Rodgau hat die Trägerschaft für 18 evangelische Kindertagesstätten und betreibt die Evangelische Familienbildung im Kreis Offenbach. Das Dekanatsteam arbeitet an derzeit zwei Standorten in Dietzenbach und Langen – unter anderem in der Kinder- und Jugendarbeit, der Kirchenmusik, den Handlungsfeldern Ökumene und Gesellschaftliche Verantwortung sowie in der Alten-, Klinik-, Hospiz- und der Notfallseelsorge. Präses der Dekanatssynode ist Dr. Michael Grevel, als kommissarische Dekanin amtiert Pfarrerin Sonja Mattes.

Foto: Zu 100 Prozent in Langen: Pfarrerin Stefanie Keller. (Foto: Kunert, Evangelisches Dekanat Dreieich-Rodgau)

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