RADforum RheinMain feiert Jubiläum

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Seit fast zwei Jahrzehnten bringt der Regionalverband FrankfurtRheinMain die engagierten Akteure rund um das Thema Fahrrad in der Region regelmäßig zum Austausch zusammen.

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Während man sich bislang fast immer persönlich im Haus der Region in Frankfurt traf, fand das 30. RADforum jüngst pandemiebedingt erneut online statt. Davon ließen sich die zahlreichen Rad-Akteure aber nicht abschrecken. „Eine Online-Feierstunde hätte keinen wirklichen Spaß gemacht. Das holen wir aber sicher nach, sobald es möglich ist“, so der Erste Beigeordnete und Mobilitätsdezernent des Regionalverbands FrankfurtRheinMain, Rouven Kötter. „Wir haben das 30. Radforum so begangen, wie es die letzten 29 Male auch war: mit intensiver Arbeit und fruchtbarem Austausch. Wir veranstalten hier kein Kaffeekränzchen, sondern wir machen uns gemeinsam Gedanken darüber, wie wir den Radverkehr in der Region bestmöglich unterstützen und fördern können.“

Für Freude bei den Teilnehmern des 30. RADforums sorgte der Hessische Minister für Wirtschaft, Verkehr, Energie und Wohnen Tarek Al-Wazir, der per Videobotschaft gratulierte. „Seit 2003 bringt der Regionalverband FrankfurtRheinMain in den RADforen die Menschen zusammen, die in den Kommunen den Radverkehr vor Ort voranbringen“ unterstreicht Verkehrsminister Tarek Al-Wazir. „Damit trägt der Regionalverband aktiv dazu bei, die Nahmobilitätstrategie für Hessen in der Region praktisch umzusetzen. Gerne unterstützt das Land diese Aktivitäten fachlich im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität und fördert die konkreten Projekte finanziell.“

„Ein wichtiger Partner unserer Arbeit ist neben dem Land Hessen auch der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC). Der ADFC treibt uns an, gibt uns wichtige fachliche Hinweise und unterstützt unsere Projekte sehr regelmäßig. Natürlich sind sie auch aktives Mitglied der ersten Stunde im RADforum“, dankt Mobilitätsdezernent Rouven Kötter. ADFC-Geschäftsführer Norbert Sanden sieht die Zusammenarbeit im RADforum sehr positiv und freut sich über die sichtbaren Ergebnisse: „Das RADforum ist für den Erfahrungs- und Informationsaustausch zwischen den Kommunen, aber auch mit dem Land und Verbänden wie dem ADFC von zentraler Bedeutung. Ich konnte sicherlich manchen Impuls einbringen und ich habe wirklich sehr viel gelernt. Insgesamt kann ich sagen, dass die Zusammenarbeit mit dem Team des Regionalverbandes zu meinen besten beruflichen Erfahrungen gehört“, so Sanden. Er freut sich auch über das immer stärker werdende Engagement des Regionalverbands: „Für Radschnellverbindungen in der Region übernahm der Verband zunächst die Koordination bei der Erstellung von Machbarkeitsstudien, seit 2019 geht er auch bei der Baukoordination in die Verantwortung. Dies ist ein entscheidender Fortschritt für die Realisierung. Sehr erfreulich ist, dass der Radverkehr im Regionalverband niemals isoliert, sondern immer als Teil des gesamten Verkehrssystems betrachtet wird. Ein sehr gutes Beispiel dafür ist die 2020 beschlossene richtungsweisende Mobilitätsstrategie. Auf die Unterstützung durch den ADFC kann der Verband weiterhin zählen.“

Natürlich wurde beim 30. RADforum auch wieder intensiv gearbeitet und diskutiert. So stellte der ADFC das neue Verkehrswendegesetz vor und berichtete über gute Beispiele im Umgang mit Falschparkern. Die Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen und der Regionalverband FrankfurtRheinMain erläuterten ihre aktuellen Projekte und Fortschritte zur Schaffung besserer Bedingungen für Radfahrende in der Region. Außerdem wurden die Teilnehmenden von der Stadt Frankfurt über den dortigen Radentscheid informiert und erhielten einen wissenschaftlichen Input von der University of Applied Sciences Frankfurt zum Thema „Duale Radlösungen“. Moderiert wurde die Veranstaltung von der regionalen Radverkehrsbeauftragten Antje Quitta. Sie zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf des Jubiläums-Treffens und freut sich auf die weitere Arbeit: „Im RADforum kommen viele spannende Akteure zusammen, die sich mit ihren Fähigkeiten, ihren Erfahrungen und ihrem Fachwissen einbringen. Es herrscht ein toller, kollegialer und konstruktiver Geist, den wir gerne für die weitere Arbeit als Motivation nutzen wollen. Es gibt noch viel zu tun, um das Radfahren in der Region wirklich sicher, schnell und komfortabel zu gestalten. Die Mitglieder des RADforums werden auch weiterhin ihren Teil dazu beitragen.“

Hintergrundinformation: Das RADforum RheinMain wurde im Januar 2003 gegründet und fand seither 30 Mal statt. Der Regionalverband FrankfurtRheinMain koordiniert und organisiert das Forum als regionales Kooperationsmodell zur Förderung des Radverkehrs. Hierzu kommen halbjährlich die Radverkehrsbeauftragten seiner 80 Mitgliedskommunen und der zugehörigen Landkreise zusammen. Kooperationspartner des RADforums sind das Hessische Ministerium für Wirtschaft …. und der ADFC Hessen. Weitere Partner wie Hessen Mobil, RMV oder die hessischen Hochschulen unterstützen die Arbeit des Forums durch Fachbeiträge. Ziel des Projektes ist es, eine deutliche Steigerung des Radverkehrsanteils am Gesamtverkehr zu erreichen.

Die Vorträge des 30. RADforums:

Verkehrswendegesetz - Norbert Sanden, Geschäftsführer ADFC Hessen

Umgang mit Falschparkern – Good Practice Ansgar Hegerfeld, Stellvertretender Landesvorsitzender ADFC Hessen

Aktuelles vom Land Hessen und der Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Stefan Burger, Referat Nahmobilität Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen

Die Initiative Radentscheid und der Stadtverordnetenbeschluss „Fahrradstadt Frankfurt am Main“ Joachim Hochstein, Leiter Radfahrbüro Stadt Frankfurt

Duale Radlösungen – Neues aus der Forschung Lola Freyer, ReLUT - Research Lab for Urban Transport, Frankfurt University of Applied Sciences

Aktuelle Aktivitäten und News – Bericht aus dem Verband Tom Ebberink, Abteilung Mobilität, Regionalverband FrankfurtRheinMain

Bildquelle: Regionalverband FrankfurtRheinMain

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