TalenteWerkstatt startet Jubiläumsjahr

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„Seit 2009 nutzen wir die TalenteWerkstatt um unsere Achtklässler ganz praktisch verschiedene Berufe ausprobieren zu lassen. Zusammen mit der Kompetenzfeststellung in Jahrgang 7 kann jeder Schüler über eine Vorstellung seines weiteren beruflichen Werdeganges verfügen“, erläutertNadja Hansche, Koordinatorin der Berufsorientierung am Schulzentrum.

Im 10. Kalenderjahr ist die TalenteWerkstatt eingebunden in das Berufsorientierungsprogramm (BOP) als Teil der Initiative Bildungsketten des Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Die hessische Steuerung erfolgt innerhalb der OLOV-Strategie und wird seit 2016 durch KoBO Hessen (Kompetenzfeststellung und Berufsorientierung) in der praktischen Umsetzung des BOP unterstützt. So haben sich für das Kalenderjahr 2018 insgesamt 25 Schulen mit sogenannten LOI (Letter of intent) mit rund 1000 Schülerinnen und Schülern für die TalenteWerkstatt in Hanau angemeldet.

Die ersten Teilnehmenden des ersten Durchlaufes in 2018 sind 34 Schülerinnen und Schüler des Hauptschulzweiges des SHH, die, in vier Gruppen eingeteilt, die Berufsfelder Metall, Elektro, Holz, Ernährung, Farbe/Raum, Bau, Garten und Landschaft, Gesundheit, Erziehung und Soziales, Kosmetik und Körperpflege, IT, Druck und Medien, Wirtschaft und Verwaltung und Theater und Film durchliefen. Dabei wurden sie von erfahrenen Ausbildern und Anleitern in die Anforderungen der verschiedenen Branchen eingeführt und bei der Arbeit an einem Projekt beobachtet, um die Stärken und Kompetenzen im jeweiligen Berufsfeld feststellen und dokumentieren zu können. Die Erstellung eines solchen ausführlichen Kompetenzprofils gibt es in keiner Berufsorientierungsmaßnahme im MKK.

„Wir wollen mit dieser TalenteWerkstatt dazu beitragen, dass der Übergang von Schule in Ausbildung, also der Berufswahlprozess optimiert wird, somit Ausbildungsabbrüche, die immer noch zu viele sind, vermieden und dadurch die Fachkräftelücke vermindert werden kann“, erläutert Daniela Grund, Projektleiterin der TalenteWerkstatt die Ziele dieser aufwendigen Maßnahme. „Damit für die Schüler ein wirklichkeitsnahes und sicheres Arbeiten und Erproben möglich ist, sollen die Berufsfelder in anforderungsgerecht ausgestatteten Fachräumen und Werkstätten durchgeführt werden“, führt Grund weiter aus und bedankte sich in diesem Zusammenhang ganz herzlich bei den regionalen Förderern, wie der Pro Region Stiftung, der Peter Fuld Stiftung aus Frankfurt, der Bürgerstiftung Hanau, der IHK HU-GN-SLÜ und den Firmen Ingenieur-Team-Sältzer aus Bruchköbel und Boxenstopp Lilienthal aus Hanau.

Schüler und Lehrkräfte sind hochzufrieden mit diesem praktischen Ausprobieren der verschiedenen Berufsfelder. „Es werden von ihnen andere Kompetenzen gefordert, als in der Schule. Leistungsschwache Schüler in der Schule können hier mit ihren praktischen Kompetenzen auftrumpfen. Andere Schüler genießen es, neue und unbekannte Aufgaben aus der Arbeitswelt zu lösen“, berichteten die begleitenden Lehrkräfte Steffen Horscht und Stephan Schnürer.

Beim feierlichen Abschluss der Veranstaltung präsentierten die Schüler ihren Eltern in Form von Power-Point-Präsentationen die durchgeführten Praxisfelder. Anschließend überreichte die Projektleiterin Grund und Rektor Heinz Armbrüster den Teilnehmenden ein Zertifikat/Kompetenzprofil, das die individuellen Stärken und Talente der Schüler ausführlich spiegelt. Mit einem präzieseren Selbstbild und neuen Zielen für die eigene Zukunft beendeten die Schüler die prägende Veranstaltung der Talentewerkstatt.

„Damit ist das Schulzentrum auch wieder den Erfordernissen des neuen Erlasses zur Berufs- und Studienorientierung nachgekommen, die es ermöglichen, den Prozess zur Erlangung des hessischen Gütesiegels für hervorragende Berufs- und Studienorientierung nachhaltig zu erfüllen“, erläuterte GfW-Geschäftsführer Reinhold Maisch, der auch bei Schule Wirtschaft Osthessen an der operativen Umsetzung des Gütesiegels beteiligt ist.

Foto: Zum Abschluss ein gemeinsames Bild mit der Projektleiterin Daniela Grund, rechts, und Rektor Heinz Armbrüster zwischen den Schüler/-innen.

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