Neue Hebammenausbildung in Gelnhausen

Ausbildung
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Ab September dieses Jahres sollen in den Gelnhäuser Main-Kinzig-Kliniken erstmals Hebammen bzw. Entbindungspfleger ausgebildet werden.

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Möglich wird dies durch eine Kooperation mit der anerkannten Carl Remigius Medical School in Frankfurt. Das Angebot sei ein neuer wichtiger Baustein innerhalb der Strategie „Gesunde Kliniken 2020“, macht Landrat Thorsten Stolz, der zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Main-Kinzig-Kliniken ist, deutlich: „Gut ausgebildete und engagierte Fachkräfte sind ein entscheidender Erfolgsfaktor für unsere Kliniken.“

Die Krankenhäuser in Gelnhausen und Schlüchtern haben sich in den letzten Jahren kontinuierlich weiterentwickelt, um die rund 250.000 Einwohner des mittleren und östlichen Main-Kinzig-Kreises bestmöglich zu versorgen. „Gemeinsam machen wir die kreiseigenen Kliniken langfristig fit für die Zukunft“, so Landrat Stolz. Zu den strategischen Schwerpunkten zähle es zum einen, qualitativ hochwertige Medizin und Pflege in Wohnortnähe zu bieten, und zum anderen, sich mittels baulicher Erweiterungen den gestiegenen Patientenzahlen anzupassen. Doch nur mit einer geeigneten Anzahl qualifizierter Fachkräfte könne all dies gelingen, ist sich Stolz sicher. Daher stehe es für die Kliniken ganz oben auf der Agenda, ihre Positionierung als attraktiver Arbeitgeber zu festigen. Mit mehr als 2.000 Mitarbeitern zählen die Main-Kinzig-Kliniken zu den größten Arbeitgebern der Region. Auch der Bereich Ausbildung wurde in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut und dem klinischen Bedarf angepasst. „Die Erweiterung des Ausbildungsportfolios ist ein sinnvoller Schritt, der zahlreichen Menschen Nutzen bringt – und im aktuellen Fall insbesondere den Familien unseres Kreises“, so der Landrat.

Hebammen und Entbindungspfleger sind unersetzliche Spezialisten vor, während und nach der Geburt. Sie begleiten nicht nur die Neugeborenen ins Leben, sondern auch viele Familien in einen neuen Lebensabschnitt. Der Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften ist bundesweit hoch – entsprechend handelt es sich um einen Beruf mit äußerst guten Perspektiven. Auch im Main-Kinzig-Kreis werden sie dringend gebraucht: Im letzten Jahr erblickten hier mehr als 4.000 Babys das Licht der Welt. Die Main-Kinzig-Kliniken sind die größte Geburtsklinik des Kreises: 1.654 Geburten wurden im Jahr 2017 allein in Gelnhausen verzeichnet. „Wir freuen uns über das hohe Vertrauen, das uns die Familien unserer Region seit vielen Jahren entgegenbringen“, so Dr. Elke Schulmeyer, Chefärztin der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe. Das hohe Geburtenniveau führt dazu, dass hier nun eigener Nachwuchs ausgebildet werden soll. „Staatlich geprüfte Hebamme“ bzw. „staatlich geprüfter Entbindungspfleger“ heißen die neu angebotenen Berufsabschlüsse.

Die theoretischen Grundlagen werden den zukünftigen Azubis wissenschaftlich fundiert an der Frankfurter Carl Remigius Medical School vermittelt, welche in diesem Jahr die Zahl an Ausbildungsplätzen verdoppeln möchte. Die hierfür notwendige behördliche Genehmigung steht noch aus, wird jedoch in Kürze erwartet.

Da Hebammen und Entbindungspfleger zum medizinischen Fachpersonal zählen, sind die Themen, mit denen sich die Schüler während der dreijährigen Ausbildungszeit in rund 1.600 Theoriestunden beschäftigen, breit gefächert. Hierzu gehören insbesondere die Bereiche Gynäkologie, Schwangeren- und Wochenbettbetreuung sowie Kinderheilkunde. Zusätzlich lernen die Azubis aber auch Einiges über beispielsweise Anatomie, Physiologie, Psychologie, Hygiene sowie Arzneimittel- und Ernährungslehre. Der Unterricht in kleinen Gruppen, eine persönliche Lernatmosphäre sowie die praxisnahe Lehre durch erfahrene Berufspraktiker zeichnen die Schule aus.

Die rund 3.000 Praxisstunden werden die Auszubildenden dann in den Gelnhäuser Main-Kinzig-Kliniken absolvieren, welche zu Hessens zehn größten Geburtskliniken zählt und Familien die Sicherheit und Professionalität einer großen geburtshilflichen Klinik bietet. Im angeschlossenen Perinatalzentrum Level II sind auch Früh- und kranke Neugeborene bestens versorgt. Etwa 20 Hebammen sind derzeit in Gelnhausen beschäftigt und rund um die Uhr für die werdenden Eltern da. „Gemeinsam mit den Ärzten und Pflegefachkräften setzen wir uns dafür ein, dass die Eltern das Geburtserlebnis und ihren Klinikaufenthalt in positiver Erinnerung behalten“, so die leitende Hebamme Heike Klüber über den hohen Qualitätsanspruch des gesamten Teams. Qualifizierte Praxisanleiter stehen Berufseinsteigern mit all ihrem Wissen und ihrer Erfahrung zur Seite.

„Hebammen und Entbindungspfleger leisten einen wertvollen Beitrag für die Gesellschaft“, so Landrat Stolz. „Wir freuen uns darauf, unseren Teil dazu beitragen zu können, indem wir diese wichtigen Fachkräfte zukünftig in unserer Region ausbilden.“ Dies stelle eine großartige Chance für engagierte junge Menschen dar, wohnortnah eine hochspannende, verantwortungsvolle und herausfordernde Tätigkeit zu beginnen und in der klinischen Praxis fortzuführen, ist sich der Landrat sicher.

Es ist geplant, dass zur neuen Unterrichtsklasse der Carl Remigius Medical School ab September 2018 vier Auszubildende der Gelnhäuser Klinik zählen. Bewerbungsschluss ist der 30. April. Interessierte können sich gern an das Personalmanagement der Main-Kinzig-Kliniken wenden: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bzw. Tel. 0 60 51/87 -2672.

Foto: Vier neue Ausbildungsplätze zur Hebamme bzw. zum Entbindungspfleger sind im Krankenhaus Gelnhausen geplant.

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