Kfz-Branche: 39 junge Mechatroniker freigesprochen

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In kaum einer Handwerksbranche ist der rasante technologische Wandel so spürbar wie im Kfz-Gewerbe. “Deshalb können wir froh sein, personell gut aufgestellt zu sein”, meinte jetzt Eberhard von Keutz, der Obermeister der Innung für das Kraftfahrzeug-Handwerk Hanau Schüchtern. Auf der Ronneburg drückte er 39 ehemaligen Auszubildenden ihren Gesellenbrief in die Hand. Unter den Absolventen war mit Jasmin Stoyke aus Schüchtern auch eine Frau.

Im Gegensatz zu den Elektronikern, bei denen nahezu die Hälfte aller Lehrlinge durch die Prüfung gefallen war und die ihre Freisprechungsfeier an gleicher Stell ausgerichtet hatten, gab es diesmal auf der Ronneburg gute Nachrichten zu vermelden. Die Prüfungsergebnisse bei den Mechatronikern sind ausgesprochen gut. Nur vier von insgesamt 43 Auszubildenden scheiterten an den Aufgaben und müssen ihre Prüfung noch einmal ablegen. Das entspricht einer Durchfallquote von 9,3 Prozent. Die besten Ergebnisse erzielten Murat Kaya vom Ausbildungsbetrieb Krah und Enders in Maintal, Calvin Kanicki vom Autohaus Reisert in Großkrotzenburg sowie Andreas vom Bruch aus dem Autohaus Fremder in Maintal. Alle drei erreichten die Note gut auf ihrem Prüfungszeugnis.

Obermeister von Keutz konnte zahlreiche Ehrengäste begrüßen. Darunter Andreas Haberl -Hauptabteilungsleiter für Berufliche Bildung der Handwerkskammer Wiesbaden, Christoph Degen - Ehrenamtlicher Kreisbeigeordneter, Heinz Münch -Ehrenamtlicher Stadtrat, MdL Hugo Klein, Manfred Köhler -Stv. Kreishandwerksmeister-, Günter Rau vom Staatlichen Schulamt sowie die Schulleiter Dr. Kurt Herget und Hartmut Bieber von den Berufsschulen Hanau und Gelnhausen.

Fast alle Redner des Abends unterstrichen die hohen Ansprüche, die der Beruf des Kfz-Mechatronikers mittlerweile an die Auszubildenden stelle. “Das ist in etwa mit einem Bachelor-Abschluss zu vergleichen”, sagte der scheidende Landtagsabgeordnete Hugo Klein, der vor seiner politischen Karriere als Berufsschullehrer Mechatroniker ausgebildet hatte. Obermeister von Keutz ermunterte die jungen Fachkräfte, sich nicht auf dem Erreichten auszuruhen, sondern angesichts der rasanten technischen Fortentwicklung der Fahrzeuge immer am Ball zu bleiben. “Betrachten Sie Ihre Ausbildung als eine Art TÜV-Plakette, die auch immer wieder erneuert werden muss”, sagte er. Vor allem die zunehmende Digitalisierung werde das Berufsbild des Kfz-Mechatronikers in Zukunft weiter verändern. Mit der Ferndiagnose und Fernwartung sowie die Direktversorgung mit Ersatzteilen aus dem 3D-Drucker nannte von Keutz nur einige Stichwörter, die den Wandel des Gewerbes deutlich machen sollen. “Das alles klingt wie eine Vision, wird aber kommen”, so der Obermeister.

Hartmut Bieber, der Schulleiter der Beruflichen Schule in Gelnhausen, unterstrich, dass die jungen Fachkräfte nun die Gelegenheit hätten, an all den Innovationen des Gewerbes mitzuwirken. Der Landtagsabgeordnete Christoph Degen (SPD) wartete mit einigen Zahlen auf. 2000 der 330.000 Fahrzeuge im Main-Kinzig-Kreis würden bereits mit einem Elektromotor betrieben. “Ich bin gespannt, wie sich ihre Branche weiterentwickelt”, sagte er.

Das Thema Diesel kam bei der Freisprechungsfeier dann auch noch zur Sprache, obwohl “ich mir eigentlich vorgenommen habe, es auszusparen”, so Obermeister von Keutz. Der Diesel werde schlechtgeredet. Wirtschaftlich werde die Diskussion um Fahrverbote in den Innenstädten die ganze Branche schwer treffen, befürchtete der Obermeister. Er fordert um einen Anreiz für die Besitzer dieser Fahrzeuge zu geben, könnte es eine Förderung aus einem Dieselfonds geben. Wenn nun noch die Hersteller etwas dazugeben und die Kunden einen Teil bezahlen, könnten wir mit der Nachrüstung loslegen. Dies täte auch der gesamten Wirtschaft gut, so von Keutz.

Das sind die erfolgreichen neuen Gesellen, die im Rahmen der Freisprechungsfeier ihre Gesellenbriefe ausgehändigt bekamen: Janik Beringer (Beringer, Sinntal), Dominik Bienossek (Donnecker, Bad Soden-Salmünster), David Breitenstrom (Hartwig & Kress, Schlüchtern), Pascal Büchert (Anota, Hanau), Nils Ditter (Schnatz, Hanau), Ali-Hakan Durak (Brass, Hanau), Marvin Geiger (Fehl, Schüchtern), Kevin Gemar (Ries, Bad Soden-Salmünster), Manzur Gholizadeh (Fremder, Maintal), Benjamin Grom (Automobilpartner, Hanau), Ilker-Mutlu Güler (Küskün, Großkrotzenburg), Dominik Herzog (Autohaus Schlüchtern), Marius Homola (Weber, Hanau), Calvin Kanicki (Reisert, Großkrotzenburg), Murat Kaya (Krah + Enders, Maintal), Marco Krieger (Schnatz, Hanau), Leon Lohrey (Michaelis, Sinntal), Marvin Özsan (MAN, Hanau), Loris Parting (Andys Garage, Nidderau), Lukas Paul (Steinbrecher, Erlensee), Minh Kha Pham (Nieguth, Hanau), Rudolf Sebastian Preussler (Körbel, Nidderau), Moritz Schäfer (Autohaus Schlüchtern), Tobias Schmitt (Staaf, Nidderau), Erik Schulz (Anota, Hanau), Jasmin Stoyke (Autohaus Schlüchtern), Maximilian Strauch (Krah + Enders, Maintal), Silas Strott (Kaufmann, Sinntal), Andreas vom Bruch (Fremder, Maintal), Metin Bozali (Reisert, Großkrotzenburg), Miguel Dostal (Schröder und Ehmann, Hanau), Dimitrj Erhart (Schlichting, Hanau), Daniel Kleiss (Schnatz, Hanau), Marcel Lange (Milinski, Bruchköbel), Philip Lotz (Krah + Enders, Maintal), Rodeque Cristo Mingas (Reinhart, Hanau), Ali Osman Nurcin (Autohaus am Steinheimer Tor, Hanau), Maik Orsolic (Volkswagen Automobile Frankfurt, Hanau), Janik Seume (Ries, Bad Soden-Salmünster).

Foto: Obermeister Eberhard von Keutz (Mitte) mit den Junggesellen nach Übergabe der Prüfungszeugnisse und Gesellenbriefe umringt von zahlreichen Ehrengästen.

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