Rund 800 Schülerinnen und Schüler der Region verbanden diese Pflichtaufgabe mit einem angenehmen Nebeneffekt. Sie reichten ihre Arbeit beim Wettbewerb „Der beste Bericht des Schülerbetriebspraktikums“ ein.

Frank Stenger von der Frankfurter Volksbank, die seit vielen Jahren den Wettbewerb unterstützt, erläuterte, warum es ihm ein Anliegen ist, die Jugendlichen mit Preisen für ihre hervorragenden Praktikumsberichte zu belohnen: “die intensive Auseinandersetzung mit den Erlebnissen während des Betriebspraktikums stellt einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu seinem Traumberuf dar. Sie hilft Fehleinschätzungen bei der Berufswahl zu vermeiden und damit Ausbildungsabbrüche zu verhindern“, so Stenger in seiner Begrüßung.

Eine Jury aus Lehrkräften und Vertretern der Wirtschaft arbeitete sich durch den Berg der eingereichten Praktikumsberichte. „Besonders erfreulich waren in diesem Jahr die hohe Qualität  und die Vielzahl der Berichte aus den Gymnasien nicht nur aus der Sekundarstufe I sondern nun auch aus der Oberstufe. Dafür blieb die Beteiligung aus Förder-, Haupt-- und Realschulen hinter den Vorjahren zurück“, berichtet Joachim Bauer, Arbeitskreisleiter Schule-Wirtschaft Hanau und Jurymitglied.

„Das Betriebspraktikum ist eine wichtige Etappe der Berufsvorbereitung. Die meisten Schülerinnen und Schüler erleben hier zum ersten Mal den Arbeitsalltag. Daher gratuliere ich allen Preisträgern recht herzlich und schließe darin den Dank an die betreuenden Lehrkräfte der Schulen mit ein und selbstverständlich auch den Dank an die Praktikumsbetriebe, die mit dem Bereitstellen der Praktikumsplätze dazu beitragen, den Übergang von der Schule in ein Studium oder eine Ausbildung passgenauer zu machen“, erläutert Stadtrat Heinz Münch, der im Namen der Stadt Hanau gratulierte.

In die Bewertung der Berichte fließen neben der formalen Struktur und dem Gesamteindruck, der Inhalt, die Gestaltung und Kreativität sowie die Einbindung von Fotos, Grafiken und Zeichnungen ein. Dafür werden insgesamt maximal 30 Punkte vergeben. Thomas Will vom Staatlichen Schulamt in Hanau ist sehr erfreut über die sehr gute Qualität der Praktikumsberichte. „Das Praktikum hat sich besonders für die nicht so leistungsstarken Schülerinnen und Schüler als Einstieg in die Berufsausbildung bewährt.“

Im letzten Wettbewerbsjahr haben sich in der ersten Runde rund 4000 Schülerinnen und Schüler mit ihren Berichten beteiligt. Die erste Runde findet in der Klasse statt. Die zuständige Lehrkraft wählt die besten drei Berichte aus und reicht diese beim Wettbewerb ein. Bei größeren Schulen mit mehreren Klassen der gleichen Schulform bitten die Arbeitskreisleiter darum, nur die besten fünf Berichte der gesamten Schule weiterzuleiten, da sonst die Bewertung ehrenamtlich nicht mehr zu bewerkstelligen ist. Dieser Schulentscheid ist dann sozusagen die zweite Runde. Die dritte Runde ist die Prämierung in den sechs osthessischen Arbeitskreisen Schlüchtern, Gelnhausen, Hanau, Offenbach Stadt und Offenbach Landkreis Ost und West.

Die drei Erstplatzierten der sechs Arbeitskreise in den sechs Schulformen qualifizieren sich für den Osthessenentscheid. Hier wird erneut eine Jury die besten Berichte ermitteln, die anlässlich der Siegerehrung am 11. September 2018 bei manroland sheetfed in Offenbach/Mühlheim ausgezeichnet werden. Damit sind diese achtzehn Osthessen-Sieger für das nunmehr im 8. Jahr stattfindende Hessenfinale nominiert. Diese Siegerehrung findet am 25. September 2018 im Rahmen der Jahrestagung der Landesarbeitsgemeinschaft SCHULEWIRTSCHAFT in Bad Nauheim statt.

Schülerinnen und Schüler aller Schulformen sind jedes Jahr aufgerufen, sich an diesem Wettstreit zu beteiligen, der im Schuljahr 2016/17 bereits zum 17. Mal stattfindet. „Die Qualität der Wettbewerbsbeiträge verbesserte sich in den letzten Jahren auffällig. Das zeigt, dass dem Schülerpraktikum eine zunehmende Bedeutung beigemessen wird“, so Reinhold Maisch, Geschäftsführer der Arbeitskreise Schule Wirtschaft. „Auch die Intensität der Vorbereitung, Betreuung und Auswertung des Praktikums hat sich spürbar in den Schulen erhöht“, ergänzt Maisch weiter.

Foto: Die Preisträger zeigen stolz ihre Urkunden, eingerahmt in der hinteren Reihe von links Joachim Bauer, Thomas Will, Reinhold Maisch, Heinz Münch, Frank Stenger. Es fehlen die Schüler der Hola und der Elisabeth Schmitz-Schule, die auf Wanderfahrt sind.

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