Azubis als Digitalisierungsscouts

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Um die von der Ersten Kreisbeigeordneten und APZ-Aufsichtsratsvorsitzenden Susanne Simmler (SPD) initiierte Zukunftsaufgabe der „Digitalisierung des Pflegeheims“ mit Leben zu erfüllen und Auszubildende für die digitale Welt fit zu machen, setzen die Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises in einem ersten Projekt Auszubildende als Digitalisierungsscouts ein.

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„Die Auszubildenden sollen in den Alten- und Pflegezentren Ideen entwickeln, wie Prozesse digitalisiert werden können“, so der Geschäftsführer Dieter Bien. „Die Alten- und Pflegezentren greifen dabei auf Erkenntnisse des deutschlandweit agierenden digitalen Kompetenzzentrums (RKW) zurück, das in Eschborn angesiedelt ist und viele nationale Referenzen vorweisen kann“, ergänzte Monika Zimpel, die neue Geschäftsbereichsleiterin Personalmanagement bei der größten Altenpflegeinrichtung im Kreis. Betreut wurden die Azubis in der Vergangenheit von Frau Zimpel und ab 01.06.2019 von Nils Kornherr, Referent für Digitalisierung und Datenschutzbeauftragter.

Bei den Ideen, die die jungen Auszubildenden entwickelt haben, haben sie verständlicherweise zuerst an sich selbst und ihre Ausbildung gedacht. Die erste Idee, die in einen konkreten Auftrag mündete, der in den nächsten Wochen und Monaten umgesetzt werden soll, betrifft die Praxisanleitung der jungen Auszubildenden während ihrer Ausbildung. Bei der Praxisanleitung, die von ausgewiesenen Fachkräften durchgeführt wird, geht es um die Kooperation mit der Pflege- bzw. Berufsfachschule beim Ausbildungsplan und um die Festlegung von Lernzielen für die Pflegeschüler. Insbesondere betrifft sie die Organisation der Betreuung und die Anleitung der Schüler am Praktikumsort und die Mitwirkung bei Prüfungen. Die sieben Auszubildenden Danijela Arezina, Tugba Deniz, Selina Glück, Carolin Mewes, Charmaine Pohle, Thomas Schömbs und Kathleen Wess, die als Digiscouts fungieren, wollen die digitale Praxisanleitung forcieren. Ziel des Projekts ist die Erstellung von fiktiven Handlungsfällen und Handlungsabläufen, die im bereits bestehenden Verwaltungsprogramm der Alten- und Pflegezentren auf dem Computer dargestellt werden sollen.

„Dies dient der Ermittlung des Wissensstandes und die Sichtbarmachung der Themenschwerpunkte für die praktische Anleitung“, so Monika Zimpel. Zudem soll auf jedem Computer der Auszubildenden ein „Praxisanleitungsordner“ digital vorzufinden sein. „Das Projekt „digitale Praxisanleitung „hat nicht nur den Vorteil, dass die Auszubildenden das benötigte Fachwissen für die praktische Ausführung an den Bewohnern und die bevorstehenden Abschlussprüfungen erlernen bzw. intensivieren können. Es zeigt auch, dass sich die Alten- und Pflegezentren als attraktiver Ausbildungsbetrieb mit Zukunft darstellen“, so Geschäftsführer Bien, der darauf setzt, dass die Digitalisierung in der Ausbildung den einen oder anderen jungen Menschen motiviert, den Beruf einer Pflegekraft oder einen Pflegefachkraft zu erlernen.

Foto: Die Digiscouts mit der Ersten Kreisbeigeordneten Susanne Simmler (dritte v.l.), Geschäftsführer Dieter Bien (zweiter v.l.), Geschäftsbereichsleiterin Monika Zimpel (erste v.l.), die Leiterin für den Geschäftsbereich Ausbildung im Aus- und Fortbildungsinstitut Altenpflege Monika Bernd (fünfte v.r.) und die Betriebsratsvorsitzende Belinda Schmidt (dritte v.r.).

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