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Aber wie sieht sie eigentlich aus, die perfekte Bewerbung?

So ist die Bewerbungsmappe aufgebaut

Um im Berufsleben Fuß fassen oder die Karriereleiter nach oben klettern zu können, ist die Bewerbung ein wichtiges Grundgerüst. Hier kann man jedoch einiges falsch machen. Weil bekanntlich der erste Eindruck zählt, sollten alle Unterlagen fein säuberlich in eine Bewerbungsmappe geheftet werden. Mit der Auswahl der Bewerbungsmappe kann man die Chance ergreifen, den Personalverantwortlichen davon zu überzeugen, dass man Stil und Klasse besitzt. Eine gute Wahl sind Klemmhefter. Im Gegensatz zu Schnellheftern mit Lochung können die Unterlagen leicht herausgenommen und wieder zurückgesteckt werden.

Auch bei Inhalt und Aufbau lässt sich schnell erkennen, wie ernst man das Jobangebot nimmt. Als typischer Aufbau einer vollständigen Bewerbungsmappe gilt folgende Reihenfolge:

  1. Bewerbungsschreiben (1 DIN A4-Seite)
  2. Deckblatt (optional)
  3. Lebenslauf
  4. Dritte Seite (optional)
  5. Zeugnis des höchsten Bildungsabschlusses (Schule, Ausbildung, Studium) in Kopie
  6. Arbeitszeugnisse in Kopie
  7. Empfehlungsschreiben und Referenzen (sofern vorhanden)
  8. Zertifikate zu Fort- und Weiterbildungen (sofern für die ausgeschriebene Stelle relevant)
  9. Kopie des Führerscheins (falls gewünscht)
  10. Kopie des polizeilichen Führungszeugnisses (falls gewünscht)

Wer sich hier überfordert fühlt, kann auch professionelle Hilfe in Form eines Bewerbungscoachings in Anspruch nehmen. Dort lernt man unter anderem, welche Unterlagen in die Bewerbungsmappe gehören und wie diese richtig sortiert werden.

Darauf kommt es bei der Wahl der Bewerbungsmappe an

Bewerbungsmappen werden in unterschiedlichen Arten angeboten. Wer ein Bewerbungscoaching besuchen kann, bekommt Tipps, welche Bewerbungsmappe am besten zu ihm passt. Während der Klemmhefter zwar kompakt in der Handhabung ist, erweckt er bei Personalentscheidern schnell den Eindruck einer "billigen" Bewerbung. Eine Alternative sind zweiteilige Bewerbungsmappen aus Karton. Diese gibt es in folgenden Varianten:

  • eine Mappe mit einer Klemmschiene jeweils links und rechts
  • eine Mappe mit dreieckiger Einschubtasche links sowie einer Klemmschiene rechts
  • eine Mappe mit einer Klemmschiene nur auf der rechten Seite

Ein großer Vorteil zweiteiliger Bewerbungsmappen ist die hochwertige Wirkung und dass der Inhalt nach einmaligem Aufklappen direkt zugänglich ist. Eine dreiteilige Bewerbungsmappe bietet sich bei Bewerbungen für höhere Positionen an. Lebenslauf und Zeugnisse können parallel präsentiert und gelesen werden. Allerdings sind diese Bewerbungsmappen nicht bei jedem Personaler beliebt, nehmen sie doch viel Platz weg und sind durch ihre Breite unhandlich.

Das Bewerbungsschreiben nach der AIDA-Formel

Ob man sich beim Öffentlichen Dienst bewerben möchte oder einen anderen Wunsch-Arbeitgeber hat – bestimmte Dinge dürfen in keiner Bewerbung fehlen. Optimal für sich werben kann man, wenn man sein Bewerbungsschreiben nach der AIDA-Formel aufbaut: A = Attention (Aufmerksamkeit erzeugen), I = Interest (Interesse wecken), D = Desire (Verlangen), A = Action (Handlung auslösen)

Das Ganze könnte wie folgt aussehen:

  • Attention = in die Betreffzeile

Einen kurzen und konkreten Bezug zur Stellenanzeige herstellen. Dabei sollte das Wort "Bewerbung" fallen. ® Bewerbung als Programmierer, Ihre Stellenanzeige in der XY-Zeitung am 13.02.2020

  • Interest = im Einleitungssatz und im 1. Absatz

Den Leser überraschen und Neugier wecken, indem man auf die Bedürfnisse des Arbeitgebers eingeht. ® Ihre Stellenanzeige vom 13.02.2020 hat mich sofort angesprochen. Mit meiner langjährigen Erfahrung als/im Bereich ___________ denke ich, dass diese Position perfekt zu mir passt. Ich bin überzeugt, dass Ihnen vor allem meine Fähigkeiten sowie mein Praxis-Know-how im Bereich ______ von Nutzen sein werden.

  • Desire = im Hauptteil des Anschreibens

Immer einen Bezug zwischen den fachlichen Qualifikationen und Soft Skills sowie dem Unternehmen herstellen. Man kann einen roten Faden spinnen, so dass der jetzige Karriereschritt so wirkt wie eine natürliche Entwicklung, deren Schritt nun darin besteht, genau in diesem Unternehmen zu münden. Erkennt das Unternehmen einen außerordentlichen Mehrwert für sich, stehen die Chancen auf eine positive Rückmeldung gut. ® Während meines Studiums habe ich ein Semester als ______ in Australien verbracht. Meine dadurch gewonnenen Kenntnisse im Bereich _______ passen perfekt zu den Leitlinien Ihres Unternehmens...

  • Action = im Schlusssatz des Anschreibens

Der Schlusssatz ist der Teil der Bewerbung, welche dem Personaler im Gedächtnis bleiben wird. Daher ist nun der richtige Zeitpunkt für den dramaturgischen Höhepunkt gekommen. Bei der Abschlussformulierung ist der Konjunktiv tabu. Stattdessen eine subtile, suggestive Call-to-action-Formulierung verwenden. ® Gerne überzeuge ich Sie in einem persönlichen Gespräch davon, dass Sie mit mir einen engagierten und ebenso erfahrenen Mitarbeiter gewinnen.

Diese Fehler besser vermeiden

Vor allem dann, wenn man aus der Arbeitslosigkeit raus möchte, kann man sich schwer damit tun, eine stimmige Bewerbung zu schreiben. Macht man sich selbst zu viel Druck, kann das schnell nach hinten losgehen. Bevor man seine Bewerbung abschickt, sollte diese auf folgende fünf häufige Fehler überprüft werden:

  1. Floskeln sind die langweiligste Möglichkeit, ein Anschreiben zu beginnen, Solche Sätze liest der Personaler jeden Tag. Besser ist es, nur aussagekräftige Sätze zu verwenden und in der Einleitung einen persönlichen Bezug zum Unternehmen oder der ausgeschriebenen Stelle herzustellen. Das weckt die Aufmerksamkeit.
  2. Immer wieder lassen sich Bewerbungen finden, die fehlerhafte Angaben enthalten. Falsch genannte Ansprechpartner, eine nicht korrekt abgetippte Anschrift des Unternehmens – lieber genauer hinsehen. Ebenso fatal kann es sein, eine Vorlage für Bewerbungen bei mehreren Unternehmen zu benutzen. Vergisst man, die Adresse auszutauschen, kann man davon ausgehen, dass die Bewerbung gar nicht weiter gelesen wird.
  3. Das Anschreiben sollte niemals bisherige Erfahrungen sowie den beruflichen Werdegang im Detail enthalten – dafür ist der Lebenslauf da. Stattdessen bietet das Anschreiben die Gelegenheit, auf einzelne Aspekte genauer einzugehen und zu betonen, warum einem der angebotene Job interessant erscheint. Berufliche Erfolge, Soft Skills – für all das ist im Anschreiben genug Platz.
  4. Versendet man seine Bewerbung via E-Mail, sollte man darauf achten, die Anhänge nicht zu vergessen. Damit diese nicht zu groß sind, sollten Zeugnisse in einem PDF-Dokument komprimiert und richtig benannt (Dokumentenname: "Anhänge Bewerbung_Max Mustermann") werden. Auch Anschreiben und Lebenslauf sollte man eine aussagekräftige Bezeichnung verleihen, etwa "Anschreiben_Max Mustermann" uns "Lebenslauf_Max Mustermann).
  5. Flexibilität, Zuverlässigkeit, Teamfähigkeit – besitzt man solche positiven Eigenschaften, sollten sie in der Bewerbung aufgezählt werden. Wichtig ist allerdings, dass man diese auch belegen kann. Jobbt man in der Freizeit als Babysitter, ist dies ein gutes Beispiel, den Personaler von der eigenen Zuverlässigkeit zu überzeugen; Tätigkeiten in einem (Sport-)Verein sind perfekt um die eigene Tramfähigkeit zu unterstreichen.

Tipps für die Bewerbung als Quereinsteiger

Bei Quereinsteigern wird oft noch genauer hingesehen. Eventuelle Zweifel seitens des Arbeitgebers lassen sich bereits bei der Bewerbung zerstreuen, sofern man einige Dinge beachtet.

  1. Mit Motivation überzeugen: Während der Bewerbung sollte erwähnt werden, dass man offen für Weiterbildungen ist und gerne Neues lernt. Ebenfalls für Sympathie sorgt ein offener Umgang mit der mangelnden Erfahrung.
  2. Vielleicht hat ein Hobby dazu geführt, sich beruflich verändern zu wollen? Wer den Grund des Berufswechsels anspricht, kann beim Personalentscheider punkten. Denn was gäbe es Besseres als die Leidenschaft zum Beruf machen zu wollen?
  3. Um als Quereinsteiger mit etwas Berufserfahrung überzeugen zu können, sind Praktika eine gute Möglichkeit. Auch eine unbezahlte Probearbeit kann so manchen Personaler überzeugen.
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