Kunstwelten als deutliches Zeichen des Miteinander

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Kulturelle Vielfalt sichtbar machen und damit deutliche Zeichen setzen in durchaus schwierigen Zeiten.

Oder wie  es Bürgermeister Axel Weiss-Thiel formulierte: eine Veränderung des gesellschaftlichen Klimas hin zu respektvollem Miteinander. Dafür steht in Hanau von nun an auch ein neues Kooperationsprojekt zwischen dem Trägerverein Kulturzentrum Pumpstation (KUZ Hanau) und dem Ausländerbeirat der Stadt. Erstes sichtbares Zeichen dieser Zusammenarbeit  - die nach der Überzeugung beider Partner ein "deutliches Signal in die Stadtgesellschaft" gibt -  ist die Ausstellung "The Instrument Color" mit Werken von Osman Ocak in der Galerie "Freihafen" im Hafentor.

Zwei konkrete Projektreihen haben sich KUZ und Ausländerbeirat zum Auftakt ihrer Zusammenarbeit ausgewählt: "Kunstwelten" und "Musikwelten". Gemeinsames Ziel ist der Aufbau stadtweit nachhaltiger Strukturen zur Stärkung der kulturellen Teilhabe, Vernetzung und langfristige Kooperationen von Künstlern mit Migrationshintergrund in Hanau, die interkulturelle Öffnung und die Sichtbarmachung der kulturellen Vielfalt. In loser Reihenfolge werden Künstlerinnen und Künstler die Möglichkeit erhalten, sich und ihre Kunst zu präsentieren.

Eine Kooperation mit ambitionierten Zielen, dies wissen auch die Vorsitzendes des Ausländerbeirat, Selma Yilmaz-Ilkhan, und KUZ-Geschäftsführer Lucas Schobert. Sie erinnern daran, dass in Hanau viele Menschen mit Migrationshintergrund leben, die aber noch zu wenig Anteil am künstlerischen und kulturellen Leben nehmen. Und beide glauben daran, dass die in Vorbereitung befindlichen Teilprojekte von "Kunstwelten" und "Musikwelten" nachhaltig dabei helfen, die dialogfördernden, friedens- und identitätsstiftenden Potentiale von Kunst und Kultur für alle Hanauer Bürger besser zu nutzen.

Darauf setzt auch Bürgermeister Weiss-Thiel, wie er bei der Ausstellungseröffnung im Hafentor betonte. Er freute sich, dass er nicht nur die Ausstellung eines Hanauer Künstlers mit sogenanntem Migrationshintergrund vornehmen konnte, sondern auch gleichzeitig den Startschuss für die Kooperation des Ausländerbeirates mit dem KUZ Hanau gab.

Diese ist für ihn Ausdruck der gemeinsam erarbeiteten Zielsetzung, dass die Menschen Hanaus im Sinne eines gemeinschaftlichen partnerschaftlichen Handelns ein ganzheitliches kulturelles Angebot erhalten, das im Rahmen der Integrationsbemühungen der Stadt Hanau ihre individuellen Fähigkeiten, Interessen und Begabungen fördert und ihre Persönlichkeitsentwicklung innerhalb der Stadtgesellschaft unterstützt.

Dabei wird seinen Worten zufolge das "Leitbild Integration" der Stadt zugrunde gelegt. Und es basiert auf dem Kulturbegriff der von der UNESCO-Weltgemeinschaft in der "UNESCO-Weltkonferenz zur Kulturpolitik" 1982 in Mexiko formuliert wurde: dass nämlich "die Kultur in ihrem weitesten Sinne als die Gesamtheit der einzigartigen geistigen, materiellen, intellektuellen und emotionalen Aspekte angesehen werden kann, die eine Gesellschaft oder eine soziale Gruppe kennzeichnen. Dies schließt nicht nur Kunst und Literatur ein, sondern auch Lebensformen, die Grundrechte des Menschen, Wertsysteme, Traditionen und Glaubensrichtungen."

Der Bürgermeister fand in seiner Eröffnungsrede den Weg zurück ins lokale Geschehen: Die Kooperationspartner wollen mit Projekten und Aktionen das Interesse an der Vielfältigkeit der Kultur der Hanauer Bürgerinnen und Bürger aller Nationalitäten wecken. Konkret will man mit aktuellem Blick auf die jüngsten Geschehnisse in vielen Teilen Deutschlands "modellhaft Integration und gegenseitiges Verständnis in Hanau fördern."

Geboren wurde die Idee zur Kooperation während der "Internationalen Wochen gegen Rassismus" im März dieses Jahres. Zusammen mit dem Bereich ‘Soziokultur‘ des Fachbereiches Kultur, Stadtidentität und Internationale Beziehungen und der Geschäftsstelle des Ausländerbeirates wurde sie in die Tat umgesetzt. Mit der Ausstellung von Osman Kocak wird sie erstmals öffentlichkeitswirksam präsentiert. Der 55 Jahre alte Künstler, der seit 29 Jahren hier in Hanau lebt, beschäftigt sich schon seit 30 Jahren mit verschiedenen Maltechniken und hat in seinem Atelier die besondere Technik ‘The Instrument Color‘ entwickelt. Die Ausstellung, die Teil der "Interkulturellen Woche" in Hanau ist und zu deren Eröffnung im "Freihafen" auch der türkische Vizekonsul  Kadir Orhudo Poyraz anreiste, ist noch bis 30. September täglich außer montags von 16 bis 20 Uhr in der Galerie in der Hafenstraße 1 zu sehen.

Foto: Die drei Hauptakteure der Ausstellungseröffnung am Sonntag: Selma Yilmaz-Ilkhan, die Vorsitzende des Ausländerbeirates, Osman Ocak und Lucas Schobert, Geschäftsführer des Trägervereins Kulturzentrum Pumpstation (KUZ), in der Galerie „Freihafen“ im Hafentor.

Foto: Stadt Hanau

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