Joerg Eyfferth: „Transparenz und Reflexion“

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Die erste Ausstellung im Jahr ist im Main-Kinzig-Forum auch 2019 einem Kulturpreisträger vorbehalten: Ab Dienstag, 8. Januar, präsentiert der Hanauer Maler Joerg Eyfferth ausgesuchte Stillleben zum Thema „Transparenz und Reflexion“.

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Landrat Thorsten Stolz (SPD) wird die Schau um 18 Uhr im Bürgerportal gemeinsam mit dem Künstler eröffnen.

Joerg Eyfferth gewann im Jahr 2006 den Kulturpreis des Main-Kinzig-Kreises und ist seit vielen Jahren eine prägende Persönlichkeit im Kunst- und Kulturleben der Region. In seinen Werken beschäftigte er sich unter anderem mit Spiegelungen an gekrümmten, verchromten Oberflächen und setzt sich mit den optischen Eigenheiten des luziden Glases auseinander. Joerg Eyfferth entnimmt seine Objekte der sie umgebenden Wirklichkeit und setzt sie in seinen Bildern bewusst in Szene. Allein gestellt, in einem neutralen Umfeld erscheinend, meist in überdimensionaler Weise gemalt, entfalten sie eine enorme Wirkung auf den Betrachter.
Eyfferths Werke sind weder metaphysisch noch intellektuell überfrachtet und daher einzig und allein sinnlich wahrnehmbar. Die Bilder stehen für sich selbst, wollen nichts erklären und nicht belehren, einzig dem Betrachter ein Seherlebnis bescheren, das er in der normalen Realität nicht erfahren hätte. Sie weisen auf Details im Umfeld des Betrachters hin, denen ansonsten wenig Aufmerksamkeit geschenkt würde. Unscheinbares wird durch die hyperrealistische Wiedergabe überhöht und entwickelt dadurch eine ganz eigene Präsenz.

Joerg Eyfferth wurde 1957 in Witzenhausen/Werra geboren. Nach einer Lehre zum Elektroniker absolvierte er eine Ausbildung zum Lithographen und begann im Jahr 1982, sich autodidaktisch mit der Malerei zu beschäftigen. Von 1985 bis 1993 war er leitender Angestellter in der elektronischen Bildverarbeitung der Firma VAP, wirkte danach als freischaffender Künstler und erfüllt seit 2008 einen Lehrauftrag an der Fachoberschule für Gestaltung in Hanau. Zwischen zeitlich war er Dozent an der Jugendkunst- und Volkshochschule der Stadt Hanau und Lehrer an der JFK Gesamtschule in Bad Vilbel. Seit 1994 ist er Mitglied des Hanauer Kulturvereins, dessen Geschicke er viele Jahre als Erster Vorsitzender leitete. 1997 erhielt er den Cläre-Roeder-Münch-Preis der Stadt Hanau. Nach dem Kulturpreis des Main-Kinzig-Kreises erhielt er als zweiter Preisträger den Kunstpreis der Stadt Karlsruhe und viele weitere Auszeichnungen.

Im Rahmen von zahlreichen Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen wurden seine Werke in Hanau, Frankfurt, Karlsruhe, Baden-Baden, Köln, Wien, Zürich, Bouxviller (Frankreich), Amsterdam, Helsinki, New York, Houston/Texas, Seoul (Südkorea) und an vielen anderen Orten weltweit präsentiert. Die Ausstellung im Main-Kinzig-Forum ist nach der Eröffnung am Dienstag zu den üblichen Öffnungszeiten der Kreisverwaltung noch bis Freitag, 8. Februar, zu sehen.

Foto: Jedes Stillleben ein echtes Seherlebnis: Joerg Eyfferth stellt seine hyperrealistischen Werke, darunter „Glas 242“ und „Schale 49“,  ab 8. Januar im Main-Kinzig-Forum aus.

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