Ursachen und Auswirkungen des „kollektiven Albtraums“

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Der Erste Weltkrieg hat das Leben der Menschen, Gesellschaften und Staaten in Europa grundlegend verändert.

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An die Eskalation bis zum Beginn des Krieges, das Leid während der vier Jahre dauernden kriegerischen Auseinandersetzungen und an die Folgen nach 1918 erinnert die Ausstellung „14|18 – mitten in Europa“ des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge, die vor wenigen Tagen von Landrat Thorsten Stolz (SPD) im Main-Kinzig-Forum eröffnet wurde.

Bis 4. April präsentiert der Main-Kinzig-Kreis in Kooperation mit den Bildungspartnern Main-Kinzig (BiP), dem Zentrum für Regionalgeschichte und dem Landesverband Hessen des Volksbundes die Wanderausstellung. Sie zeigt in verschiedenen thematischen Bereichen die Anfänge in der seinerzeitigen Großmachtkonkurrenz und der verfahrenen Bündnislage nach dem Attentat von Sarajevo, die Eskalation und den bis dahin auch in seiner Grausamkeit und Dimension des Tötens ebenso unbekannten wie erbarmungslosen Stellungskrieg sowie das Ende und die politischen und gesellschaftlichen Folgen.

„Die gemeinsame Erinnerung an diesen kollektiven Albtraum, seine Ursachen und Auswirkungen ist ein unverzichtbarer Bestandteil des europäischen Integrationsprozesses“, sagte Landrat Thorsten Stolz. „Trotz einiger Unterschiede in den nationalen Gedenkkulturen gilt die grundsätzliche Überzeugung, dass wir heute mehr sind als eine Zwangsgemeinschaft zur Lösung aktueller finanz- und wirtschaftspolitischer Probleme. Europa ist ein Geschenk und das sollten wir uns gerade in Anbetracht der Geschichte immer wieder vor Augen halten.“

Das Zentrum für Regionalgeschichte des Main-Kinzig-Kreises ergänzt die Ausstellung um regionale Bezüge und entsprechende Exponate. „Geschichte vor der Haustür“ wird durch personengebundene Exponate und Dokumente erfahrbar. Zusätzliche Veranstaltungen im Main-Kinzig-Forum bereichern die Ausstellung. Am Dienstag, 26. März, etwa referiert ab 18 Uhr Prof. Dr. Jürgen Müller von der Goethe-Universität Frankfurt zur Thematik „Der Erste Weltkrieg – mitten in Europa, mitten in der Main-Kinzig-Region – Regionale Kriegserfahrungen und die Folgen des Krieges“. Die Kriegserfahrungen der Menschen in der Region um Hanau und die Folgen des vierjährigen Kampfes an der sogenannten „Heimatfront“ stehen im Mittelpunkt des Vortrages, der sich auf zahlreiche, bislang weitgehend unbeachtete lokale Quellen, stützt. Die Ausstellung ist montags bis donnerstags von 8 bis 18 Uhr sowie freitags von 8 bis 14 Uhr im Bürgerportal des Main-Kinzig-Forums, Barbarossastraße 24, in Gelnhausen zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Foto: Vor zahlreichen Gästen stellten sich die Organisatoren und Akteure der Ausstellung vor, von links: Alexander Wicker, Fachbereichsleiter bei den Bildungspartnern Main-Kinzig, sowie die Leiterin des Zentrums für Regionalgeschichte Christine Raedler und der stellvertretende Vorsitzende des  Hessischen Landesverbandes des Volksbundes,  Eberhard Luft,  Werner Müller (Kreisgeschäftsführer des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge), Bildungsreferentin des Volksbundes Judith Sucher und Landrat Thorsten Stolz.

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