Umweltschutz, Demokratie, Digitalisierung und Schulessen

Bad Soden-Salmünster
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Fünf Schülerinnen und Schüler der Henry-Harnischfeger-Schule Bad Soden-Salmünster folgten der Einladung des Kreisschülerrates zu Workshops und Podiumsdiskussion mit Vertretern politischer Parteien in das Main-Kinzig-Forum nach Gelnhausen.

Am Vormittag teilten sich die Jugendlichen in Workshops zu den Themengebieten Digitalisierung, Demokratie, Umweltschutz und Schulessen ein, die ebenfalls vom für Schulen zuständigen Dezernenten Winfried Ottmann mit großem Interesse begleitet wurden. Die Workshops wurden von Vorstandsmitgliedern des Kreisschülerrates moderiert. Hochprofessionell wurden Argumente ausgetauscht, abgewogen und Fragen für die Podiumsrunde gesammelt.

Im Workshop Digitalisierung diskutierte Winfried Ottmann intensiv mit den Schülerinnen und Schülern über den vom Kreis umzusetzenden Digitalpakt. Der Main-Kinzig-Kreis sei im Vergleich zu anderen Landkreisen bereits früher mit Investitionen an die Schulen herangetreten und verfüge über schnelle Internetverbindungen. Pilotschulen sollten derzeit testen, welche Hardware für den Unterricht geeignet sei. Danach würden alle Schulen flächendeckend davon profitieren. Auch Schulungen für Lehrkräfte biete der Kreis an.

Die Jugendlichen unterstützen die Vorhaben des Kreises und sehen vor allem technische Probleme in Unterrichtsräumen: Verbindungen zwischen Laptop, Tablet und Whiteboard seien oft instabil und brächen ab. „Es muss fest eingestelltes IT-Personal geben, das spontan Fehler beheben kann. Der vom Bund angestoßene und Land bezuschusste Digitalpakt ist zwar der richtige Weg, aber die Mittel reichen nicht aus. Auch Lehrkräfte brauchen dringend Schulungen. Zum Teil müssen wir Schüler die Technik am Laufen halten. Jüngere Schülerinnen und Schüler können das nicht. Lehrkräfte verlieren die Geduld, da „hängende“ Technik Zeitverlust bedeutet. Daher freuen wir uns, wenn der Main-Kinzig-Kreis die Schulen unterstützen will. “, berichtet Nick Hof aus Jahrgang 10.

In den anderen Workshops diskutierten die Teilnehmer über Fridays for Future und weitere Teilhabemöglichkeiten von Jugendlichen an politischen Prozessen. Nach der Mittagspause stellte sich Stefanie Röder vom Team Schulverpflegung der Heinzelmännchen den kritischen Beiträgen der Jugendlichen. Die Qualität des Mensaessens habe durch einen Zuliefererwechsel zugenommen. Außerdem würde sie sich sehr darüber freuen, wenn Schülerinnen und Schüler über die Mensa-App Rückmeldungen und Wünsche angeben.

Mit großer Aufmerksamkeit folgten die Schülerinnen und Schüler den Antworten der eingeladenen Politiker. Christoph Degen (SPD), Lukas Schauder (Die Grünen), Elisabeth Kula (Die Linke) und Andreas Lichert (AfD) als Mitglieder des Hessischen Landtages bezogen Stellung zu Digitalpakt und Klimaschutz. Als Vertreter der FDP sprach Behrad Farhan, als Vertreter der CDU Robin Gerlach zu den Schülervertretern. Auch das Wahlrecht ab 16 Jahren wurde intensiv diskutiert: „Steuern zahlen während der Ausbildung müssen wir – wählen dürfen wir aber nicht!“, so der kritische Tenor aus dem Publikum. Die Vertreter der Linken, der Grünen, und der SPD wünschten sich die Wiedereinführung des Wahlrechtes ab 16 auf Landes- und Kommunalebene. Der Koalitionsvertrag der schwarz-grünen Landesregierung sieht dies allerdings nicht vor.

Aufgabe der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler ist es nun, die besprochenen Ergebnisse mit in die Schulen zu nehmen und Kontakt zu Kreis- und Landespolitikern zu halten. Auch der Kreisschülerrat warb erneut um aktive Mitarbeit.

Foto (von links): Nick Hof, Thorben Pfeufer, Vanessa Birkler, Philipp Hermann und Yessminda Hoffmann aus den Jahrgängen 9 und 10 der Henry-Harnischfeger-Schule sowie Vertreterinnen und Vertreter des Kreisschülerrates.

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