White Wings: Kein Sieg vor Rekordpublikum

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Insgesamt 1342 Zuschauer sahen sich das erste ProA-Playoffheimspiel in der Geschichte der HEBEISEN WHITE WINGS Hanau an – so viele Zuschauer wie noch nie.

Unterstützung gab es unter anderem von den Handballern der SG Bruchköbel und den Footballspielern der Hanau Hornets. Die Stimmung in beiden Fanlagern war hervorragend, alle hofften auf einen Sieg ihrer Mannschaft. Am Ende setzte sich aber die hohe Qualität der Crailsheimer durch: Sie siegten in der Main-Kinzig-Halle mit 82:107.

Bereits von Beginn an schien es, als würde sich ein wenig der Spielverlauf des ersten Playoffspiels wiederholen. Crailsheim startete sehr gut ins Spiel und der spätere Topscorer Michael Cuffee sorgte bereits in den ersten sieben Minuten für etliche Treffer. So zog Crailsheim mit 19:6 davon. „Wir haben dagegen einige Angriffe gebraucht, um Punkte zu machen“, sagte Co-Trainer Tuna Isler. Etliche Würfe versprangen und so stand es am Ende des ersten Viertels bereits 15:30.

Der Start in das zweite Viertel sah dagegen besser aus für die Hanauer. Wie bereits im ersten Spiel klappte es vor allem über die kürzeren Distanzen – und damit erneut über die großen Spieler. Neben Chris Brady, der mit 17 Punkten wie bereits im ersten Playoffspiel der beste Werfer wurde, scorte auch Lavon Long ganze 15 Punkte. „Wir haben nicht aufgegeben, trotz des vorentscheidenden ersten Viertels. Die Mannschaft hat sich da nicht hängen lassen“, attestierte Sportdirektor Helmut Wolf. Auf der anderen Seite machten es die Hanauer den Merlins gerade in der Zone jedoch häufig zu einfach. „Ein Problem, warum etwa Gay in der Zone frei geworden ist, waren Anpassungen, die wir in der Verteidigung machen mussten. Da sind wir allerdings ein hohes Risiko in der Defensive eingegangen, das ein hohes Outcome bringen kann – leider ist es anders gekommen“, erklärte Isler. 38:59 stand es zur Halbzeit.

„Wir hatten bereits früh im Spiel einige Einbrüche in der Defensive. Da haben die Merlins ihre Dreier getroffen und sind in ihren Rhythmus gekommen. Wenn ihnen das gelingt, können wir leider nicht gewinnen“, analysierte Headcoach Simon Cote. Zwar gab es im dritten Viertel einige Dreier weniger von Crailsheim – dennoch war die Wurfmaschine warmgelaufen. Trotz einiger guter Offensivaktionen der White Wings – etwa zwei Dreiern innerhalb von 40 Sekunden durch Paul Albrecht und Chase Adams oder dem spektakulären Alley-Oop-Dunk von Adom Jacko kurz vor Schluss – reichte es nicht, um einen Break zu erwirken. Es blieb bei über 20 Punkten Unterschied, da die White Wings in der Defensive kein Mittel gegen Crailsheim fand. „Klar, sie haben gute Schützen, aber wir haben in der Verteidigung keinen guten Job gemacht, das lief im ersten Spiel besser“, befand Isler. 59:82 hieß es nach dem dritten Viertel.

Im Schlussabschnitt ließ Crailsheim nichts mehr anbrennen. Erneut lief es von der Drei-Punkte-Linie sehr gut: Smith, Griffin und Jost trugen sich hier ebenfalls in die Scorerliste ein. Überragende 64 Prozent hatten die Merlins am Ende von außen getroffen. Die White Wings kämpften dennoch tapfer trotz der nicht mehr vermeidbaren Niederlage. Der ex-Crailsheimer Jonas Herold beispielsweise lieferte in den letzten sechs Minuten ein ansehnliches Spiel ab und sorgte offensiv wie defensiv für Akzente. „Ich bin sehr stolz auf Jonas' Entwicklung während der Saison. Er hat sämtliche Spielminuten, die er erhalten hat mehr als verdient. Ich hätte ihn vermutlich noch früher in der Saison einsetzen sollen“, lobte Cote. Am Ende siegten die Merlins verdient mit 82:107. „Man muss einfach sagen: der dezidierte Aufsteiger spielt derzeit auch wie einer“, befand Wolf.

Mit einem Blick auf die Partie am Samstag wird nun vor allem die mentale Komponente eine Rolle spielen. „Morgen früh denken wir nicht mehr an dieses Spiel. Wir haben immernoch denselben Gameplan – wir müssen ihn nur besser umsetzen. Ich glaube daran, dass, wenn wir unser bestes Spiel zeigen, wir auch gewinnen können“, zeigte sich Cote optimistisch.

Helmut Wolf sah es ähnlich: „Für Samstag müssen wir ihre Wurfquote im Griff haben. Wenn wir es schaffen, da bessere Akzente zu setzen, dann glaube ich, dass wir auch eine Chance haben, zu gewinnen. Wir wollen natürlich vermeiden, mit 3:0 auszuscheiden. Keiner unserer Spieler wird in das Spiel gehen und sagen 'das ist sowieso vorbei'.“ Deshalb gilt es für die Hanauer Basketballcracks, noch einmal sämtliche Kräfte zu mobilisieren. Noch haben sie es selbst in der Hand, sich ein weiteres Heimspiel zu erkämpfen. Dafür bedarf es vor allem einer vergleichbar guten Defensivleistung wie in Spiel eins – nur eben mit einer höheren Konstanz über das gesamte Spiel. Sollte es gelingen, den Merlins noch einmal alles abzuverlangen, könnte das kleine Basketballwunder gelingen.

Die Mannschaft hofft erneut auf zahlreiche Unterstützer, die am Samstag, 14. April, den Weg nach Crailsheim auf sich nehmen. Das Spiel in der HAKRO-Arena beginnt um 19:30 Uhr. Das Spiel und die anschließende Pressekonferenz können im HEBEISEN WHITE WINGS Hanau Channel auf https://airtango.live abgerufen werden. Dort können Fans auch die Liveübertragung der dritten Playoffpartie am Samstag verfolgen.

Für die HEBEISEN WHITE WINGS Hanau spielten:

Chase Adams (14 Punkte/2 Rebounds/8 Assists)
Adom Jacko (5/1/0)
Paul Albrecht (7/6/1)
Till-Joscha Jönke (12/1/2)
Jonas Herold (2/1/1)
Luquon Deonti Choice (6/4/0)
Griffin Bauer (0/0/0)
Lavon Maurice Long (15/3/0)
Christian von Fintel (4/2/0)
Benedikt Nicolay (0/0/0)
Christopher Gerard Brady (17/7/2)

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