95:89 n.V.: Skyliners haben frischere Beine

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Gegen beherzt spielende Weißenfelser führen die FRAPORT SKYLINERS zwar die meiste Zeit des Spiels, doch gelingt der zweite Auswärtssieg der Saison erst in der Nachspielzeit (23:27 – 18:19 – 14:21 – 24:12 – 10:16).

Angeführt von den überragenden Frankfurtern Jason Clark, Topscorer mit 29 Punkten (11/14 aus dem Feld) sowie Quantez Robertson (12 Pkt, 9 Reb, 7 Ass, 3 Stl) profitiert das Team von Gordon Herbert, auch ohne die weiterhin verletzten Akeem Vargas und Jonas Wohlfarth-Bottermann, von der tieferen Bank.

Drei auf einen Streich

Weiter geht es mit drei Heimspielen in der Fraport Arena. Am kommenden Mittwoch ist das russische Topteam von Unics Kazan zu Gast (18:30 Uhr), es folgt das Pokal-Viertelfinale gegen Braunschweig am Samstag (18 Uhr) und als Weihnachtsgäste kommt Bremerhaven am 26.12. zum Gastspiel nach Frankfurt (15 Uhr).

Die vollständige Statistik zum Spiel gibt es über: http://bit.ly/Statistik_MBC

Stimmen zum Spiel

Gordon Herbert (FRAPORT SKYLINERS): „Ich bin sehr stolz auf unsere Spieler, dass sie nicht aufgegeben haben. Das war unser drittes Spiel in acht Tagen, die dritte Auswärtsreise. Ich denke, dass wir ein wirklich gutes drittes Viertel gespielt haben, der MBC hat Charakter bewiesen und sich im vierten Viertel wieder ran gekämpft. Aber wir haben dann eine sehr gute Overtime abgeliefert. Ich gratuliere meinen Spielern für ihren Einsatz nach diesen harten, vergangenen acht Tagen."

Aleksandar Scepanovic (Mitteldeutscher BC): "So wie Coach Herbert sagte, gratuliere auch ich seinen Spielern zum Sieg. Wir hatten erwartet, dass sie nach den langen Reisen heute mit weniger Energie aufspielen würden, denn wir wissen auch, dass wir nicht das Team sind, gegen welches sie die höchste Motivation hätten haben können. Deswegen verstehe ich nicht, dass wir im ersten und zweiten Viertel mit weniger als vier Fouls rausgehen. Wir haben oftmals unsere Bonus-Chancen nicht genutzt. Clark konnte sehr leicht zum Scoren kommen. Wir sind dann zu spät aufgewacht und das ist nicht genug. Der Plan war mit hoher Energie zu spielen, gegen ein Team, das erst vor drei Tagen auf dem Parkett stand und kein sonderlich großen Kader zur Verfügung hat. Das haben wir nicht umsetzen können. Wir dürfen dann zum Schluss nicht versuchen Helden zu sein, sondern müssen das tun, was das Beste für das Team ist. Ich habe manche Dinge heute gesehen, die mir nicht gefallen, aber wir werden darüber sp rechen, es ändern und vor allem weiter nach vorne schauen. Wir haben nicht aufgegeben, genauso wie in Bayreuth, dennoch haben wir nicht gewonnen. Aber genau das muss man im Profi-Basketball abliefern."

Quantez Robertson: „Wir haben am Ende des Spiels unsere Systeme besser ausgespielt. Dazu konnten wir wichtige Würfe und auch unsere Freiwürfe treffen. Wir haben vor diesem Spiel sehr darauf geachtet, dass wir uns nach dem EuroCup-Spiel in Bar gut regenerieren konnten und bereit sind, hier in Weißenfels den Sieg zu holen.“

Spielverlauf

Mit einer Starting Five aus Trae Bell-Haynes, Jason Clark, Quantez Robertson, Richard Freudenberg und Leon Kratzer möchte FRAPORT SKYLINERS Gordon Herbert viel Ballhandling auf das Parkett in Weißenfels bringen. Und sein Plan geht zunächst gut auf – 3:7 (3. Minute). Offensiv finden beide Teams ihren Rhythmus und zeigen ein munteres Spielchen mit einigen schön anzuschauenden Aktionen – 17:23 (7.). Mit viel Energie kommt Garai Zeeb ins Spiel und steckt seine Teamkollegen an, so dass eine Aufholjagd der Gastgeber zum Viertelende gut gekontert werden kann – 23:27.

Das Geheimnis der FRAPORT SKYLINERS Führung ist das Pick and Pop oder Roll mit Erik Murphy. Der Center rollt nach dem Block entweder zum Korb oder rotiert an die Dreierlinie und weiß diese Konstellationen immer wieder gewinnbringend zu nutzen – 27:39 (14.). Aber zur Mitte des Viertels starten die Wölfe aus Weißenfels einen 6:0 Lauf und kommen so wieder ins Spiel – 36:40 (16.). Jedoch: Mit viel Willen und Herz finden die Frankfurter Jungs die richtige Antwort und erarbeiten sich eine 39:46 Führung zum Pausentee.

Weißenfels kann, angeführt von Sergio Kerusch, Punkt um Punkt verkürzen – 45:50 (24.). Doch immer wieder wird eine passende Reaktion gezeigt, geduldig und mannschaftlich wird der besser postierte Mitspieler gesucht und häufig auch gefunden. Da aber auch der MBC kämpferisch eingestellt bleibt, gestaltet sich der Spielstand über weite Strecken doch ausgeglichen – 55:58 (29.). Drei blitzschnelle und blitzsaubere Dreier binnen knapp 90 Sekunden am Viertelende bringen wieder Freude in die Gesichter der mitgereisten FRAPORT SKYLINERS Fans – 55:67.

Weißenfels zeigt sich nach dem Dreierschauer am Ende des dritten Viertels nicht beeindruckt, kommt über Einzelaktionen wieder zurück und beweist Nehmerqualitäten – 61:67 (33.). Das gleiche Kunststück gelingt allerdings auch den FRAPORT SKYLINERS: Jason Clark mit schnellen sieben Punkten und Quantez Robertson mit überragender Defensive sorgen für die 65:74 Führung (35.). Das Finale der Partie ähnelt dann wieder einer Achterbahnfahrt mit tollen Momenten beider Teams – vor allem von der Dreierlinie erinnert das Spiel nun an Szenen aus einem Wild-West-Film. Per Dreier gleicht der MBC zwei Minuten vor Ende der vierten zehn Minuten wieder aus - 79:79. Die letzten Angriffe bringen auf dramatische Art und Weise auf beiden Seiten nichts Zählbares, so dass es in die Verlängerung geht.

Das mannschaftsdienlichere und trickreichere Spiel der FRAPORT SKYLINERS sorgt für den kleinen Tick frischere Beine in der Verlängerung – 81:86 (42.). Mannschaftskapitän Quantez Robertson geht mit einem überragenden Spiel (siehe unten) voraus, trifft wichtige Freiwürfe in der kritischen Phase, findet mit Zuckerpässen seine Mitspieler und legt so den Grundstein für den wichtigen Frankfurter Auswärtssieg – 89:95.

Super-Tez

Eine Verlängerung fehlt dem Frankfurter Überathleten vermutlich, um am Ende mit einem Triple Double ein weiteres Kapitel seines prall gefüllten Rekordebuch zu füllen. Was der Amerikaner immer wieder an Energie, Willen und Herz auf das Parkett legt, ist einfach nur beeindruckend! Zwölf Punkte, neun Rebounds, sieben Assists und drei Steals sind nur die oberflächlichen Werte seiner Glanzleistung. Vor allem defensiv reibt sich der Kapitän für sein Team auf, steht in den Passwegen, verhindert den Zug zum Korb und blockt Gegenspieler aus. Quantez Robertson, Herz und Lunge der FRAPORT SKYLINERS!

Höhepunkt(e) des Spiels

Swish, Swoosh und dann wieder Swish – Brady Heslip weiß, wie man binnen weniger Sekunden mit Dreipunktewürfen einem Gegner den Wind aus den Segeln nimmt. Erst lässt er gleich zwei Gegenspieler stehen und trifft den Distanzwurf, dann findet ihn Shawn Huff beim Schnellangriff in der Ecke und den dritten Dreier lässt sich der kanadische Edelschütze von Quantez Robertson wurfgerecht servieren. Neun Punkte in knapp 90 Sekunden sieht man nicht alle Tage…

Heimspiele im Dreierpack

HEIMSPIEL – Mittwoch, 19.12. um 18:30 Uhr, gegen Kazan (7DAYS EuroCup)
HEIMSPIEL – Samstag, 22.12. um 18 Uhr, gegen Braunschweig (Pokal)
HEIMSPIEL – Mittwoch, 26.12. um 15 Uhr, gegen Bremerhaven (easyCredit BBL)

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