Dass es am Ende dann aber derart spannend werden würde, hatten sich wohl nicht allzu viele Fans ausgemalt. Mit gerade einmal 2 Punkten Vorsprung gewannen die Hanauer das Spiel am Ende knapp mit 91:93. Ein Wermutstropfen für die White Wings war der Umstand, dass sie ohne Preston Beverly anreisen mussten. Im Laufe der Trainingswoche zog er sich eine Knieverletzung zu und musste daher am Wochenende pausieren. "Die schwere der Verletzung können wir erst Anfang der kommenden Woche einschätzen, die Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen", sagt Hanaus Headcoach Stephan Völkel.

Trotz der verkürzten Rotation spielten die Hanauer eine erfolgreiche erste Halbzeit. "Wir haben in der Anfangsphase gut gespielt, waren aber etwas nervös und haben defensiv einige zu einfache Punkte zugelassen. Wir haben so im ersten Viertel zwar 30 Punkte gemacht, aber auch 27 zugelassen", sagt Völkel. Im zweiten Viertel gelang es dann deutlich besser, die Löwen unter Kontrolle zu bekommen. Gerade einmal 13 Gegenpunkte ließen die White Wings zu und zogen so auf ein 40:52 davon.

Leider wurden die Gäste dann im dritten Spielabschnitt etwas nachlässig, während die Gastgeber deutlich stärker, konzentrierter und intensiver auftraten. Zu häufig fanden die Erfurter eine Möglichkeit, an der Verteidigung vorbei zum Korb zu ziehen. So erspielten sich die Basketball Löwen immer wieder kleinere Punktläufe und ließen den Vorsprung dahinschmelzen. "Gücklicherweise haben wir ihre Läufe immer wieder unterbrochen und eine Antwort gefunden. Auch deshalb konnten wir so lange im Spiel bleiben und es offensiv kontrollieren", so Völkel lobend. Denn auch die Hanauer waren offensiv erfolgreich und trafen in dieser Phase auch von außen relativ stark.

Im letzten Viertel waren die White Wings dann durch Foul Trouble gehandicapt: Josef Eichler war die letzten sieben Minuten mit vier Fouls vorbelastet, die letzten beiden Minuten musste das Team dann gänzlich auf den Topscorer verzichten - beim Spielstand von 88:86. Dennoch schafften es die White Wings, dem Druck Stand zu halten. So holte Jonas Niedermanner 1 Minute vor Schluss einen sehr wichtigen Defensivrebound, der auf der anderen Seite von Ryan beisty in drei Punkte umgemünzt wurde. Zwar waren die Basketball Löwen dann noch einmal von der Freiwurflinie erfolgreich, der zur Rettung notwendige Buzzerbeater-Korbleger durch Oliver Pahnke ging jedoch daneben. So belohnten sich die White Wings am Ende mit zwei wichtigen Punkten.

Besonders positiv ist aus Sicht der Hanauer, dass Erfurt nicht ein einziges Mal während der gesamten Spielzeit geführt hatte. Und auch der Gameplan hatte gut funktioniert: "Wir hatten ihre starken Schützen gut im Griff. Maximilian Kuhle zum Beispiel haben wir gut von der 3-Punkte-Linie weggehalten . 0 von 7 ist für ihn schon sehr ungewöhnlich. Letztlich haben wir das Spiel aber wie geplant durch defensive Stops kontrollieren können. Dass das gegen eine derart offensiv orientierte Mannschaft wie Erfurt nicht über 40 Minuten konstant funktioniert, ist auch klar, von daher bin ich sehr zufrieden damit, dass wir das Spiel mit einer guten Mannschaftsleistung gewinnen konnten", so Völkel abschließend.

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