White Wings: Knappe Niederlage im Overtime-Krimi

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Mehrere Wochen Trainingsausfall und gerade einmal ein Tag zur Regeneration – das Auswärtsspiel der EBBECKE WHITE WINGS Hanau bei den Ahorn Camp BIS Baskets Speyer stand nicht unter den besten Vorzeichen.

Entsprechend hatte wohl kaum jemand damit gerechnet, dass die White Wings sich in Speyer derart stark präsentieren würden. Dank einer sehr guten zweiten Hälfte ging es am Ende in die Overtime, in der sich die Grimmstädter knapp mit 88:83 geschlagen geben mussten.

Den besseren Start ins Spiel hatten die Gastgeber erwischt, die gerade offensiv abgeklärter wirkten und ihre Chancen besser nutzten – oder aber für einen erneuten Wurf nachgreifen konnten. Der Halbzeitstand von 41:29 war mehr als verdient. White-Wings-Headcoach Kamil Piechucki hatte Vertrauen in die Einstellung seiner Spieler: „Meine Jungs haben Energie und Siegeswillen. Ich habe nie daran gezweifelt, dass wir stark ins Spiel zurückkommen können.“ Und er behielt Recht: In einem überragenden dritten Viertel kämpften sich die EBBECKE WHITE WINGS Hanau eindrucksvoll zurück ins Spiel. Das Team trat bissiger, agiler und mit mehr Überblick auf und konnte so beispielsweise in der dritten Spielminute des dritten Viertels einen 11:0-Run hinlegen. Dank der aggressiven Verteidigung wurde Speyer immer wieder zu Turnovern gezwungen – 23 waren es am Ende. So wurde das dritte Viertel mit 16:31 gewonnen – und plötzlich lagen die White Wings vorne.

Das letzte reguläre Viertel fiel deutlich knapper aus und war hart umkämpft. Besonders ärgerlich für die White Wings: Der bereits mit 4 Fouls belastete Eduard Arques Lopez fehlte nach einem Foul an Speyers Topscorer Simun Kovac für den Rest des Spiels. Trotzdem: Auf beiden Seiten fielen weiterhin wichtige Körbe, die letzten vier Minuten waren ein wahres Hin und Her. 52 Sekunden vor Schluss stand es 78:78 und die White Wings hatten es gleich zwei Mal in der Hand, sich den Sieg zu holen. Leider verlegten sowohl Felix Hecker als auch Till-Joscha Jönke die Chance auf zwei Siegpunkte und so ging es in die Overtime. Diese Phase wurde auch aufgrund des Ausscheidens von Arques Lopez zu einem extremen Kraftakt – mit dem besseren Ende für die Hausherren. Dank der größeren Rotation konnte Speyer auch den ausgefoulten Darian Cardenas Ruda kompensieren. Mit einer überlegenen Offensivleistung sicherte sich Speyer am Ende einen knappen 88:83-Heimsieg.

„Wir müssen unseren Jungs heute wirklich dankbar sein. Sie haben mehr gegeben, als man heute von ihnen hätte erwarten können“, lobt Piechucki seine Mannschaft. Allerdings besteht weiterhin ein starkes Defizit, das sich auch schon gegen München offenbart hatte: „Wir haben das Reboundduell mit 58:25 katastrophal verloren. So können wir Spiele nicht gewinnen.“

Für die EBBECKE WHITE WINGS Hanau spielten:

Justus Peuser (2 Punkte/1 Assists/0 Rebound)
Jonas Stenger (0/0/0)
Felix Hecker (10/1/3)
Till-Joscha Jönke (19/2/2)
Omari Knox (16/0/1)
Philip Hecker (0/1/0)
Marko Dordevic (0/0/0)
Matthias Fichtner (11/3/8)
Eduard Arques Lopez (5/0/0)
Malik Kudic (20/1/3)

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