Die herbeigerufenen Rettungskräfte mussten die Polizei verständigen. Schaulustige hatten sie bei ihrer Arbeit behindert.

Gegen 09:45 Uhr brach ein 69-Jähriger zwischen den Verkaufsständen auf dem Flohmarkt in der Guerickestraße zusammen. Sofort verständigten Passanten den Notarzt. Als dieser gemeinsam mit Rettungssanitätern begann, den 69-Jährigen ärztlich zu versorgen, waren sie ihrerseits auf Hilfe angewiesen. Sie mussten die Polizei hinzurufen. Grund hierfür waren Schaulustige, die sich um den Patienten herum versammelten und die Arbeiten behinderten. Selbst nach Eintreffen der Polizei entfernten dich die "Gaffer" zunächst nicht. Ein 66-Jähriger fiel hierbei besonders negativ auf: Er filmte den am Boden liegenden und mittlerweile reanimationspflichtigen Mann unentwegt. Als die Beamten ihn aufforderten, damit aufzuhören, reagierte er mit völligem Unverständnis und filmte weiter. Daraufhin stellte die Polizei das Mobiltelefon sicher. Gegen den Gaffer leiteten sie ein Strafverfahren ein. Der 69-Jährige wurde in ein umliegendes Krankenhaus gebracht.

Hinweis der Polizei: "Gaffen" ist nicht nur moralisch verwerflich, sondern ist ggf. strafbar! Neben den Persönlichkeitsrechten der Betroffenen können hier auch andere Strafvorschriften betroffen sein. Zudem kann es dazu führen, dass Rettungswege versperrt werden und der Verkehrsfluss behindert wird.

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